1994 erschien der großartige film forrest gump. ich habe den film schon sehr oft (aber leider sehr lange nicht mehr) gesehen und eine szene istg mir immer im gedächtnis geblieben, und zwar wegen der musik, die dort spielt. nachdem forrest aus dem militärdienst entlassen wurde und auf dem shrimpkutter arbeitet, gibt es eine kurze sequenz, in der er an jenny denkt. man sieht sie, wie sie in einer durchzechten drogennacht auf einen balkon tritt, auf die brüstung steigt und kurz darüber nachdenkt, sich herunterzustürzen. sie lässt ihren linken fuß etwas über den rand gleiten, rutscht fast ab, hält sich aber oben am balkon fest, sodass sie nicht abstürzt. anschließend klettert sie wieder herunter und sinkt zu boden.
mir ist das großartige gitarrensolo seit dem immer im kopf geblieben, ich habe aber nie herausbekommen, von wem der titel eigentlich ist. bis heute. denn auf dem weg nach hamburg mit meinem kollegen bernd ist das wunder passiert: er hört gern klassischen gitarrenrock beim autofahren und plötzlich, auf hlber strecke von berlin nach hamburg habe ich es gehört: dieses unverwechselbare riff, wenn jenny auf den balkon tritt. wir haben uns gerade über irgend etwas unterhalten, aber ich musste schnell nachfragen, von wem der song ist. den rest der fahrt habe ich den namen des titels immer wieder im kopf wiederholt, um meinen schatz nicht wieder zu verlieren. und im büro habe ich ihn sofort bei itunes gekauft – mir ist nicht mal in den sinn gekommen, nach der cd oder der sd karte zu fragen…
mich wundert eigentlich wirklich, dass ich den song in den letzten 17 jahren nie gehört zu haben scheine, schließlich ist lynyrd skynyrd keine unbekannt nerd band und für free bird gibt’s sogar einen wikipedia eintrag… natürlich möchte ich diesen denkwürdigen augenblick auch gleich mit euch teilen. zuerst der ausschnitt aus forrest gump – leider auf spanisch, aber auf die musik kommt’s an (die szene kommt im film übrigens bei 1h 29 minuten).
letzten samstag war ich mit meinen italienischen und einigen indischen freunden bei einer veranstaltung, die sich ‘oktoberfest’ nannte. dabei ist sind zwei bilder entstanden, die sich wunderbar ergänzen, darum hab ich mal ein wenig herumgespielt und dieses kleine gif gezaubert
ps: was mir gerade auffällt: das datum 10.10.10 war doch was besonderes… aber heute ist der 20.10.2010, ist das auch was besonderes?
pps: wieso sagt denn keiner was, wenn ich mal den falschen knopf drücke und einen artikel (den von gestern) nicht veröffentliche, sondern nur speichere? eieiei
ich hab’s ja in den letzten tagen ab und zu schon anklingen lassen: ich habe hier freunde fürs leben gefunden, mit denen ich mir spontan eine wohnung teile. aber wie ist es eigentlich dazu gekommen? zeit für einen rückblick.
die wohnungssuche war einfach für mich: irgendwie kannten meine neuen bekanntschaften enrico und miriam irgendwelche makler und organisierten termine, zu denen ich dann einfach mitkam. an einem tag warteten wir vergeblich 7 stunden lang und wurden immer wieder versetzt, bekamen dann aber doch noch eine hässliche, zwei solala und eine schicke wohnung präsentiert. In die letztere verliebten wir uns sofort und eine woche später haben wir uns dafür entschieden.
miriam hat inzwischen ein zimmer mit zwei französinnen bezogen, was auch für uns perfekt ist, da die wohnung eh nur drei zimmer hat, so müssen wir uns nicht um die zimmer streiten. den deal mit dem makler und der wohnungseigentümerin zu schliessen, ist aber komplizierter, als man sich das so vorstellt, insbesondere, wenn niemand (ausser mir ) so richtig gutes englisch spricht, ist es sehr, sehr anstrengend. Dazu kommt eine absurde bürokratie, hier der ablauf:
samstag: einigung mit makler und vermieterin. zahlung der monatsmiete august ohne vertrag (nur ein schluderiger zettel als quittung)
montag: eigentlich sollte der vertrag fertig sein, aber der anwalt (!) hatte noch keine zeit. übergabe der wohnungsschlüssel nur gegen zahlung der halben kaution und unterzeichnung eines schreibens, dass wir die andere hälfte noch schuldig sind (ist ja auch eine art quittung). umzug zweier unglaublisch schwerer betten in unsere wohnung.
dienstag: treffen mit dem anwalt (mit dabei: vermieterin, makler, freund des maklers, noch ein freund des maklers und wir drei). wir mussten dem anwalt drei kopien unserer pässe, arbeitsvertrag (bzw. studienbescheinigung), drei passbilder und eine bestätigung des stipendiumsgebers vorlegen. alles las er sich genau durch und stellte fragen.
mittwoch abend: der vertrag (draft version) kommt per mail. noch zwei kleine änderungen und meine adresse in deutschland, dann zurück zum makler. grosser einkauf von küchenutensilien, reinigungsmittel, matratzen, regal, sonstiges
donnerstag: umzug. mein koffer in die neue wohnung geschleppt. nachmittags: treffen mit der vermieterin, unterschreiben des vertrags (jeder auf jeder der 6 seiten, inkl. zeugen!), zahlung der zweiten hälfte der kaution.
und am samstag soll der vertrag dann an einer offiziellen stelle registriert werden. das macht man hier mit jedem mietvertrag, damit die vermieter die steuern nicht mehr so einfach hinterziehen könen. dazu muss man sich dann ewig anstellen, es werden wieder alle dabei sein. ich hoffe, wir haben die wohnung nicht ausversehen gekauft. andererseits frage ich mich, wie absurd komplex hier kaufverträge geschlossen werden.
anstatt eines fotos gibts heute einen von mir gemalter grundriss unseres 110 quadratmeter drossen paradieses. jeder hat sein eigenes bad, meins ist “bad 3”. leider ist mein bad nicht direkt an meinem zimmer, wie die anderen beiden. dafür habe ich schon schicke rote vorhänge und ein regal. wie’s in der wohnung aussieht, dazu ein anderes mal…