der letzte eintrag ist lange her und so ist (mal wieder) mein vorsatz für’s neue jahr: mehr und regelmäßiger schreiben. naja, und vielleicht mal das edyll aufräumen und auf den neuesten stand bringen. und schon wieder greife ich vor, zu den vorsätzen, zum neuen jahr, dabei muss ich eigentlich erstmal mit dem alten jahr abschließen, fertig werden, mir seine einzelteile noch einmal anschauen, wehmütig werden, lächeln und sie dann in eine kiste packen und 2011 drauf schreiben.

der titel lässt es vermuten: ich bin von 2011 eigentlich ziemlich begeistert. es begann schön, mit meinem besten freund lars an einem indischen strand. es ging weiter mit meiner schwester, die spontan zu meinem geburtstag nach pune kam. und wurde richtig prima, als ich am 4. februar nach fast sieben monaten wieder in deutschland ankam. natürlich war mein highlight das wiedersehen mit inge, aber auf platz zwei kam gleich der döner, den ich mir gleich nach der ankunft am münchner flughafen geleistet habe.

gleich nach meiner ankunft ging es beruflich natürlich auch weiter: ab nach hamburg, in ein neues spannendes großprojekt, ab auf die bühne beim alljährlichen kickoff meiner firma, einen bericht über meine zeit in indien abgeben, natürlich in meiner kurta. ich habe noch nie einen vortrag vor so vielen menschen gehalten und dementsprechend aufgeregt war ich auch. glaube ich den kommentaren meiner kollegen, habe ich das aber ziemlich gut gemacht.

leider war es mit dem projekt in hamburg auch genauso schnell wieder vorbei, wie es angefangen hat, aber langeweile ist mir noch nie aufgekommen. im gegenteil: eigentlich hat das alles perfekt gepasst, so hatte ich genug zeit, meinen auszug aus bielefeld zu zelebrieren zu planen. die grandiose wohnung am bahnhof bielefeld habe ich zu ende juni aufgegeben, den gesamten inhalt in einen transporter gepackt und nach münchen gefahren. mal wieder hat sich gezeigt: ich habe deutlich mehr glück als verstand und mindestens drei schutzengel. anders kann ich mir nicht erklären, dass nicht nur der gesamte inhalt meiner wohnung in den transporter, sondern dann auch noch bündig in inges kleinen keller gepasst hat. man konnte noch genau die tür öffnen.

nur einen monat später hatte ich, besser: wir, wieder glück und haben eine schöne, helle wohnung in der parkstadt schwabing gefunden. nach einigen monaten der suche haben wir ohne großes tamtam und vor allem ohne makler eine bude gefunden, das wetter war uns wohl hold: laut vermieter wurden an dem tag 3 der 5 besichtigungstermine abgesagt – das wetter war einfach zu schön, um sich wohnungen anzusehen. überhaupt war diese geschichte eine ansammlung von glücksfällen: drei tage vor dem sommerurlaub in kroatien noch spontan eine neue wohnung gemietet, unsere alte weitervermietet und direkt nach dem urlaub den umzug gemacht.

hier in schwabing gefällt’s mir sehr gut: drei zimmer, parkett, fußbodenheizung, bodentiefe fenster, großer balkon (auf dem dann auch gleich inges geburtstag/einweihungsfeier/sommerfest stattgefunden hat. straßenbahn vor der tür, autobahnanschluss hinter der tür, in 15 minuten zum marienplatz, in 1,3 kilometern in den englischen garten.

ab dem sommer war ich dann auch wieder in einem neuen projekt in ingolstadt. alles sehr spannend, aber irgendwie so gar nicht meine tasse tee. seit ende november ist das zum glück auch vergangenheit und so bin ich wieder in münchen.

das jahr endete angenehm ruhig: weihnachten in sonthofen und berlin, silvestern mit raclette im allgäu.

nun sitze ich hier, in einer neuen wohnung, in einer alten stadt und überlege, was das neue jahr mir bringen mag. den einen, ewig wiederholten vorsatz kennt ihr ja nun schon, mal sehen, was daraus wird. das war aber nicht alles: schon 2010 habe ich mir vorgenommen, meinen motorradführerschein zu machen, befeuert durch meinen ritt auf der kanonenkugel. geschafft hab’ ich’s nicht; immerhin: angefangen! drum steht das vorhaben für 2012: motorradführerschein. und eine royal enfield soll es sein.

mein größtes vorhaben ist jedoch beruflicher natur: ab märz werde ich wieder für acellere arbeiten – diesmal jedoch in deutschland, von münchen aus. nach fast 6,5 jahren sap beratung bei cm4 xpress reply wird das sicherlich eine ganz andere, besondere herausforderung für mich werden, auf die ich mich sehr freue – auch wenn ich etwas wehmütig auf die lange zeit bei xpress zurückschauen.

also los, 2012, jetzt bist du dran! zeig, was du kannst!


musik: frank sinatra | it was a very good year

oh gott. soooo lange nichts mehr geschrieben. keine angst, ich lebe noch, bin nicht in den weiten des wilden deutschen ostens verschollen und auch nicht einfach mir nichts, dir nichts an den stränden kroatiens geblieben (obwohl ich dazu große lust gehabt hätte). auch bin ich nicht einfach unbekannt verzogen, sondern habe ganz normal wie so viele menschen innerhalb eines monats gleich zwei mal meinen wohnsitz gewechselt. sogar das oktoberfest habe ich erfolgreich (mit blessuren) überlebt. aber zu all dem später mehr, ich weiß, dass ich sehr viel nachzuholen habe.

heute geht’s erstmal um mein absolutes highlight der vergangenen monate: ende september bin ich mit lars fallschirmspringen gewesen und schulde euch noch einen bericht und ein paar fotos.

begonnen hat alles am strand von ganpatipule silvester 2010/2011 als lars und ich beschlossen, wir müssten eigentlich mal zusammen fallschirmspringen gehen. damit das kein leeres versprechen wird, habe ich ihm (und mir) den sprung kurzerhand zum geburtstag geschenkt. eine ganze weile haben wir uns noch drum gedrückt, aber ende september war es doch soweit: inge ist mit uns zum flugplatz tannheim bei memmingen gefahren, zum absprungplatz. zunächst ein bisschen einweisung und trockenübung auf einer grünen matte. lars wurde mit jeder minute, die der sprung näher rückte, immer ruhiger, ich versuchte, einfach weiter ein blödes gesicht zu machen, in der hoffnung, es würde im notfall irgendwas helfen.

leider konnten wir nicht zusammen springen, aber so war wenigstens sichergestellt, dass inge auf keinen fall alleine nach hause fahren musste. sicher ist sicher. mich traf es zuerst. ich habe es überlebt – und um es vorweg zu nehmen: lars zum glück auch :-)

um es mal kurz zu machen: GEIL! erst ist es natürlich schräg, und natürlich hatte ich auch muffensausen, als es dann losging. aber die klitzekleine maschine war so klein und eng, dass ich auf 4500 metern richtig froh war, als ich endlich aussteigen durfte. dann ging’s in knapp einer minute etwa 2500 meter abwärts, bevor sich der fallschirm geöffnet hat. das hat dann ordentlich gezwiebelt, denn der saß etwas enger. na und nach etwa 5 minuten war der ganze spaß leider auch schon wieder vorbei. fazit: achterbahn ist für luschen! ;-)

ich kann gar nicht genau sagen, was mir im moment des freien falls so durch den kopf gegangen ist, aber es muss in etwa sowas gewesen sein:

Ahhh! Woooh! What’s happening? Who am I? Why am I here? What’s my purpose in life? What do I mean by who am I? Okay okay, calm down calm down get a grip now. Ooh, this is an interesting sensation. What is it? Its a sort of tingling in my… well I suppose I better start finding names for things. Lets call it a… tail! Yeah! Tail! And hey, what’s this roaring sound, whooshing past what I’m suddenly gonna call my head? Wind! Is that a good name? It’ll do. Yeah, this is really exciting. I’m dizzy with anticipation! Or is it the wind? There’s an awful lot of that now isn’t it? And what’s this thing coming toward me very fast? So big and flat and round, it needs a big wide sounding name like ‘Ow’, ‘Ownge’, ‘Round’, ‘Ground’! That’s it! Ground! Ha! I wonder if it’ll be friends with me? Hello Ground!


musik: van halen | jump

es ist schon ein paar tage her, genauer gesagt zwei wochen, da ist etwas wunderbares passiert. als ich am montag abend in hamburg in mein hotelzimmer kam, stand endlich auch auf meinem tisch eine der berühmten etageren mit obst und schokolade. schon viel hatte ich davon gehört, immer wieder geisterten berichte über die wunderbaren etageren durch das projektteam. vollkommen ungeklärt sind die bedingungen, unter denen man sie erhält. eines scheint klar: am punktestatus der zum hotel gehörenden punktesamelkarte liegt es wohl nicht, denn gold-member war ich vorher auch schon.

na sei’s drum: der soziale aufstieg ist nun bei mir angekommen, the sky is the limit, sag’ ich mal. schade nur, dass das projekt dort nun schon für mich vorbei ist, so konnte ich mich nur zwei wochen in meinem luxus suhlen. mittlerweile bin ich wieder in der harten realität angekommen – ohne geschälte obststückchen im wohnzimmer. das leben ist hart, aber das kurze gefühl, ein mal in der upper class angekommen zu sein, werde ich nicht mehr vergessen.

aufstieg

musik: robby williams | they can't take that away from me