am 24. oktober sind inge und ich nach dem kurzen aufenthalt in mumbai nach goa geflogen – station 2 unseres urlaubs. leider wurde mir kurzfristig mitgeteilt, dass wir nicht wie geplant, gebucht und bezahlt im holiday inn resort goa unterkommen würden, sondern im club mahindra, einem indischen familien-clubhotel. einverstanden waren wir damit nicht, aber wir hatten leider keine andere wahl – außer wieder abreisen. auch aller streit und diskussionen mit opodo halfen nichts – dabei hatte ich doch extra über ein deutsches unternehmen gebucht, weil ich gehofft hatte, damit auf der sicheren seite zu sein…
erholt haben wir uns trotzdem, eine woche entspannung und rumgammeln am strand. schön braun sind wir geworden
eine spannende entdeckung haben wir auch gemacht: indische familien machen nämlich ganz anders urlaub als familien in europa. nach dem frühstück verschwindet die indische großfamilie (mutter, vater, 2 kinder, großeltern) nämlich wieder in der kühle des hotelzimmers, um dann nachmittags um 5 pünklich zum sonnenuntergang für etwa zwei stunden den strand zu besuchen. für uns erscheint das ungewöhnlich, bei der zweiten überlegung ist das verhalten aber klar: inder sind ja bereits ziemlich braun. das schönheitsideal in indien ist jedoch weiß, dazu kommt, dass die inder ohnehin sehr mit sonne verwöhnt sind, also sind sie gar nicht so scharf drauf, stundenlang in der sonne zu brutzeln. mehr strand für inge, mich und die dicken russen (sind die eigentlich überall?)
*nomnom* zum glück hat ingle mir aus deutschland leberwurst, schwarzbrot und käse mitgebracht. und weißbier und fleischsalat und salami und gummibärchen. lecker! ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was es für eine freude ist, endlich wieder einmal ein schwarzbrot zwischen zähnen zu haben.
ja, wir beide
kühe. natürlich. am strand (wieso auch nicht?). bei unserem ausflug zum shoppen nach anjuna. leider haben wir es nicht zu martha’s breakfast home geschafft, mir wurde gesagt, dort gäbe es das weltbeste frühstück
der strand vor unserem hotel – mit dame.
einen ausflug in den süden goas nach palolem haben wir auch gemacht. der strand dort ist fantastisch: eine malerische, kreisrunde bucht mit feinem sand. es ist aber dank der vielen europäischen rucksacktouristen auch sehr viel los, wirklich einsam ist es dort nicht (mehr). wer aber glück hat, eine der bambushütten am strand zu erwischen, kann sicherlich einige ganz fantastische tage dort verbringen.
obwohl sich der stürmer hier übrigens voll ins zeug legt, hat er kurze zeit später ein gegentor kassiert. kein wunder, bei dem torwart…
ich habe noch nie einen seestern live gesehen. bei ebbe findet man sie ganz leicht, sie liegen am strand unter einen dünnen sandschicht begraben. beim eingraben hinterlassen sie aber ein typisches sternförmiges muster. schön, diese beiden.
ein “highlight” von goa war die rückreise nach pune. denn nicht nur das hotel hat nicht so funktioniert wie geplant, auch die rückfahrt war etwas wirr. ursprünglich wollten wir mit dem zum von goa nach pune, haben aber keine plätze mehr im zug bekommen, nur warteliste. also spontan einen günstigen flug zurück nach mumbai und von dort mit dem zug. in der bahn habe ich dann festgestellt, dass ich dummerweise meinen reisepass im flieger liegenlassen habe.
um eine lange geschichte kurz zu machen: nach einigem herumtelefonieren habe ich mich am mittwoch darauf in ein taxi gesetzt und den pass in mumbai abgeholt. meine chefs haben schon gehofft, sie würden mich in indien behalten können, wenn ich keinen pass mehr habe