Nov 14th, 2010 von elmo | keine kommentare »
am ende unserer reise ging es wieder nach mumbai. mumbai ist riesig und es gibt eine menge zu sehen, darum hatte ich es so geplant, dass wir uns einen teil am ende ansehen. zum beispiel elephanta island, eine tempelinsel im meer vor mumbai, etwa eine stunde fahrtzeit mit dem boot. die haben wir beim letzten mal mumbai mit lars vor vier jahren ausgelassen und nun wollte ich sie endlich sehen. dummerweise kam uns etwas dazwischen, was man durchaus als höhere gewalt bezeichnen kann. nicht das wetter. obama.
der präsident hat just an diesem wochenenende (wegen uns?) mumbai besucht und ist dabei im berühmten taj palace hotel abgestiegen. und aus diesem grund hat er nicht nur das komplette hotel mit seinen über 700 zimmern gemietet, sondern auch gleich noch den gesamten platz davor abgesperrt – das gateway of india war also out of reach für normalsterbliche touristen. schade, dass genau dort auch die boote nach elephanta abfahren.
also alternativplan: crawford market und die gegend drumherum. ich bin immer wieder von alten markthallen fasziniert, mir gefällt das durcheinander, das gewusel und das gefühl, an einem ort zu sein, an dem sich seit jahrzehnten im prinzip nichts verändert hat. und ja: gekauft haben wir auch jede menge
auch mumbai hat einen strand. eigentlich eine schande, denn chowpatty beach ist so unglaublich dreckig, dass man natürlich nicht ins wasser gehen könne. ich bin nicht hinter das dreckrätsel gekommen – das verschmutzte wasser ist eine sache, der müll, der im wasser und am strand herumliegt, jedoch eine andere. ich habe menschen gesehen, die ihren müll einfach an den strand schmeißen. und ich verstehe nicht, wieso. ich habe auch einen mann gefragt, der neben uns in den sonnenuntergang geschaut hat, wieso es so dreckig ist und wieso niemand etwas dagegen tut. eigentlich wirkte er so, als wäre ihm der müll bis dahin noch gar nicht aufgefallen. traurig.
ein letzter blick in die indische abendsonne. der urlaub hat mit einem bild von inge begonnen und so ist hat auch geendet.
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Nov 14th, 2010 von elmo | 3 kommentare »
natürlich waren inge und ich auch einge zeit in pune, schließlich wollte ich ihr zeigen, wie und wo ich lebe und mit wem ich meinen alltag hier teile. eigentlich hatten wir geplant, lediglich drei tage, von sonntag abend bis mittwoch abend, hier zu bleiben und wollten anschließend nach aurangabad weiterziehen, um uns die höhlen von ellora anzusehen. leider hatten wir mit unseren reiseplänen ein weiteres mal ordentlich pech, so haben wir dummerweise weder zug- noch busticket nach aurangabad bekommen, alles schon ausgebucht. also haben wir aurangabad geknickt und sind lieber noch bis freitag in pune geblieben. letztlich eine gute entscheidung, so war es etwas weniger stressig und wir konnten sogar noch ein spa in pune besuchen und uns verwöhnen lassen.
dank der kontaktlinsen kann ich nun auch endlich mal ne sonnenbrille aufsetzen. darum hab ich mir gleich in goa eine echte “rey ben” [steht so auf der brille!] geleistet und posiere hier in pune
der tempel auf dem parvati hill in pune am frühen abend. schön und ruhig ist es hier.
inge vor dem mächtigen tor des shaniwarwada.
ich habe mich an den straßenverkehr und das gewusel schon so gewöhnt, dass mir solche kleinen perlen des alltags schon kaum noch auffallen. solche gemüsehändler am straßenrand gehören einfach zu indien.
den aga khan palast, in dem gandhi, seine frau und sein sekretär 1942 für knapp zwei jahre eingeknastet wurden, haben wir natürlich auch besucht. leider ist mir wieder aufgefallen, wie schlecht das museum eigentlich ist. aber es ist schon allein wegen dem park einen besuch wert.
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Nov 11th, 2010 von elmo | 3 kommentare »
am 24. oktober sind inge und ich nach dem kurzen aufenthalt in mumbai nach goa geflogen – station 2 unseres urlaubs. leider wurde mir kurzfristig mitgeteilt, dass wir nicht wie geplant, gebucht und bezahlt im holiday inn resort goa unterkommen würden, sondern im club mahindra, einem indischen familien-clubhotel. einverstanden waren wir damit nicht, aber wir hatten leider keine andere wahl – außer wieder abreisen. auch aller streit und diskussionen mit opodo halfen nichts – dabei hatte ich doch extra über ein deutsches unternehmen gebucht, weil ich gehofft hatte, damit auf der sicheren seite zu sein…
erholt haben wir uns trotzdem, eine woche entspannung und rumgammeln am strand. schön braun sind wir geworden
eine spannende entdeckung haben wir auch gemacht: indische familien machen nämlich ganz anders urlaub als familien in europa. nach dem frühstück verschwindet die indische großfamilie (mutter, vater, 2 kinder, großeltern) nämlich wieder in der kühle des hotelzimmers, um dann nachmittags um 5 pünklich zum sonnenuntergang für etwa zwei stunden den strand zu besuchen. für uns erscheint das ungewöhnlich, bei der zweiten überlegung ist das verhalten aber klar: inder sind ja bereits ziemlich braun. das schönheitsideal in indien ist jedoch weiß, dazu kommt, dass die inder ohnehin sehr mit sonne verwöhnt sind, also sind sie gar nicht so scharf drauf, stundenlang in der sonne zu brutzeln. mehr strand für inge, mich und die dicken russen (sind die eigentlich überall?)
*nomnom* zum glück hat ingle mir aus deutschland leberwurst, schwarzbrot und käse mitgebracht. und weißbier und fleischsalat und salami und gummibärchen. lecker! ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was es für eine freude ist, endlich wieder einmal ein schwarzbrot zwischen zähnen zu haben.
ja, wir beide
kühe. natürlich. am strand (wieso auch nicht?). bei unserem ausflug zum shoppen nach anjuna. leider haben wir es nicht zu martha’s breakfast home geschafft, mir wurde gesagt, dort gäbe es das weltbeste frühstück
der strand vor unserem hotel – mit dame.
einen ausflug in den süden goas nach palolem haben wir auch gemacht. der strand dort ist fantastisch: eine malerische, kreisrunde bucht mit feinem sand. es ist aber dank der vielen europäischen rucksacktouristen auch sehr viel los, wirklich einsam ist es dort nicht (mehr). wer aber glück hat, eine der bambushütten am strand zu erwischen, kann sicherlich einige ganz fantastische tage dort verbringen.
obwohl sich der stürmer hier übrigens voll ins zeug legt, hat er kurze zeit später ein gegentor kassiert. kein wunder, bei dem torwart…
ich habe noch nie einen seestern live gesehen. bei ebbe findet man sie ganz leicht, sie liegen am strand unter einen dünnen sandschicht begraben. beim eingraben hinterlassen sie aber ein typisches sternförmiges muster. schön, diese beiden.
ein “highlight” von goa war die rückreise nach pune. denn nicht nur das hotel hat nicht so funktioniert wie geplant, auch die rückfahrt war etwas wirr. ursprünglich wollten wir mit dem zum von goa nach pune, haben aber keine plätze mehr im zug bekommen, nur warteliste. also spontan einen günstigen flug zurück nach mumbai und von dort mit dem zug. in der bahn habe ich dann festgestellt, dass ich dummerweise meinen reisepass im flieger liegenlassen habe.
um eine lange geschichte kurz zu machen: nach einigem herumtelefonieren habe ich mich am mittwoch darauf in ein taxi gesetzt und den pass in mumbai abgeholt. meine chefs haben schon gehofft, sie würden mich in indien behalten können, wenn ich keinen pass mehr habe
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