Jul 13th, 2010 von elmo | 3 kommentare »
dieser eintrag wollte eigentlich schon vor zwei wochen geschrieben werden. aber dann musste alles ganz schnell gehen und es blieb wie so oft nicht genug zeit. am 25. juli war jedenfalls mein vorerst letzter arbeitstag bei der cm4. zum abschied haben meine piratenfreunde in der woche davor auch noch mit mir hinter dem haus in gütersloh gegrillt. as wollten wir eigenlich auch schon lange mal machen und da freue ich mich doch, wenn ein abschied wenigstens noch einen positiven effekt hat. am 25. hatte ich dann noch etwas stress monatsbericht machen, firmenhandy abgeben, abschiedmail schreiben, abwesenheitsnotiz aktivieren (die ja eh keiner bekommt, weil die pappnasen von der administration den mailserver so eingestellt haben, dass abwesenheitsnotizen nicht an externe adressen verschickt werden. “sicherheitsbestimmungen” blablaquitschequatsch).
habe ich auch an alles gedacht und nichts vergessen? pustekuchen. einen teil vom monatsbericht habe ich vergessen, die steuererklärung und mein flugticket habe ich immernoch nicht ausgedruckt. und eine reisekrankenversicherung habe ich auch noch nicht. ganz zu schweigen von einer festen unterkunft in indien. aber trotzdem: ab in den urlaub, alles andere klärt sich schon irgendwie.
und da war ich denn auch die letzten zwei wochen: weg von der bildfläche, abgetaucht in der kroatischen adria, zu gast in šibenik bei inges eltern. in erster linie habe ich den urlaub genutzt, um mal wieder richtig braun zu werden (ratet mal, wer im urlaub am braunsten geworden ist – hihihi), viele fotos zu machen (man kann eine 16gb speicherkarte schon vollbekommen!) und vor allem zu entspannen. getreu meinem motto “meso je moye povrce” gabs auch fast jeden abend fleisch bis zum abwinken und obwohl in dalmatien tendentiell wein getrunken wird, gabs auch genug pivo für mich.
bilder habe ich in kroaten natürlich auch wieder gemacht, aber ich erspare euch die qual, alle 997 durchzuschauen, ich habe die best of für euch zusammengestellt – viel spaß.
nach marins taufe am vergangenen samstag sind wir leider wieder abgereist, die zwei wochen vergingen wirklich sehr schnell – zu schnell. nun bin ich in bad honnef und werde an einem einwöchigen hindi-sprachkurs teilnehmen. klar lernt man in einer woche nicht besonders viel, aber es sollte ausreichen, um grundkenntnisse mitzubekommen und sich wenigstens vorstellen zu können. ich bin sehr gespannt, wie viel ich bis zur kommenden woche werde behalten können, wenn es (endlich) nach indien geht.
musik:
the doors | the end
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Jul 12th, 2010 von elmo | 2 kommentare »
on fire war mein zug gestern zum glück nicht. viel besser als den reisenden der bahnsauna ist es mir gestern aber trotzdem nicht ergangen. aus einer launer heraus, gepaart mit einer mischung aus bequemlichkeit und faulheit habe ich mich gestern nämlich extra nicht mit einem mietwagen, sondern mit dem unternehmen zukunft auf den weg von münchen nach bad honnef gemacht. anfänglich war ich noch begeistert davon, dass ich ohne reservierung einen schönen platz in einem nicht überfüllten waggon bekommen habe. und dass die landschaft so schön und schnell an mir vorbeisaust.
kurz nach stuttgart war’s dann aber vorbei mit dem geschwindigkeitswahn und der freude: bei vaihingen (enz) hat sich wahrscheinlich jemand vor den zug geworfen, was meine fahrzeit um knappe 3 stunden verlängerte. zu recht fragte sich meine mutter, wer sich denn bei diesem schönen wetter das leben nehmen würde – ich tippe auf streusalzverkäufer. tragisch, aber leider nicht zu ändern. trotzdem frage ich mich, wieso mir sowas gerade dann passieren muss, wenn ich ausnahmsweise mal mit der bahn fahren möchte, statt im auto zu sitzen?
letztlich bin ich doch noch angekommen – zwar erst um 3 uhr morgens, aber immerhin. das letzte stück, eine taxifahrt von siegburg/bonn nach bad honnef, war dabei ebenso spannend, wie die reise zuvor: mit knapp 150 fegte mein vermutlich arabischer taxifahrer über die schnellstraße. unangeschnallt und in der mitte zwischen beiden spuren. mit handy am ohr. weil er nicht verstanden hatte, wo ich hinmöchte und mich, den ortsunkundigen, beständig fragte, ob rheinbreitbach in der nähe von königswinter sei.
nun bin ich also hier – und lerne hindi. mehr dazu aber später, nach einer kalten dusche vielleicht
musik:
mando diao | train on fire
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Jun 15th, 2010 von elmo | 3 kommentare »
heute war es soweit und ich konnte mein visum für indien in den händen halten. streng genommen war es am samstag schon da, aber als der postmann um 11 klingelte, lagen wir noch im bett und ich konnte mich einfach nicht aufraffen, die tür zu öffnen. das gesamte visums-ding finde ich höchst erstaunlich: erstens ging das verdammt schnell – eine woche ist eigentlich nichts, wenn ich daran denke, wie nervig das damals für das praktikum in den usa war… naja.
der visumsprozess ist im übrigen auch sehr interessant: nach bundesländern aufgeteilt, ist immer jemand anderes zuständig. in meinem fall das konsulat in frankfurt/main. das konsulat macht’s aber nicht mehr selbst, sondern hat die visumsvergabe outgesourced. zentrale anlaufstelle ist http://www.igcsvisa.de/. von dort aus gehts weiter nach http://www.igcsvisa.de/IGCSVISAFH/ (frankfurt), http://www.igcsvisa.de/IGCSHAMBURG (hamburg) und http://www.Indo-German-Services.com (köln).
wohnt man aber in münchen, ist eine ganz andere outsourcing-gesellschaft zuständig: cox and kings, erreichbar unter http://www.in.de.coxandkings.com/munich, für berlin ist dieselbe gesellschaft zuständig (http://www.in.de.coxandkings.com/berlin1/). gern würde ich verstehen, wieso für indien deutschland so merkwürdig zweigeteilt ist.
bei der kontrolle meines reisepasses habe ich mich übrigens sehr gewundert: wozu ist eigentlich der rote punkt da vorne drauf? soll das ein tilaka und mein pass und meine gesamte reise dadurch gesegnet sein? das würde ich ja irgendwie lustig finden. oder ist das ein verwaltungszeichen, das eine wichtige rolle im visumsprozess hat (visum eingeklebt und unterschieben, fertig zum versand)? ich weiß es nicht, aber sehe mich als gesegnet an. die reise kann losgehen

musik:
charlie parker | visa
geschrieben in heinz nixdorf programm, vorbereitung | 3 kommentare »