freunde, ich lebe noch. meine kamera auch. und ich mache natürlich noch immer jeden tag fleissig bilder. im moment habe ich aber gerade wieder besuch, bin unterwegs und der strom (und dadurch das internet) ist in unserer wohnung ausgefallen. genug gründe, wieso ich zur zeit einfach nicht dazu komme, täglich aus der vierten dimension zu berichten. aber keine angst, wird alles nachgeholt :)

macht sich jetzt auf den weg nach mumbai: martin

am ende unserer reise ging es wieder nach mumbai. mumbai ist riesig und es gibt eine menge zu sehen, darum hatte ich es so geplant, dass wir uns einen teil am ende ansehen. zum beispiel elephanta island, eine tempelinsel im meer vor mumbai, etwa eine stunde fahrtzeit mit dem boot. die haben wir beim letzten mal mumbai mit lars vor vier jahren ausgelassen und nun wollte ich sie endlich sehen. dummerweise kam uns etwas dazwischen, was man durchaus als höhere gewalt bezeichnen kann. nicht das wetter. obama.

der präsident hat just an diesem wochenenende (wegen uns?) mumbai besucht und ist dabei im berühmten taj palace hotel abgestiegen. und aus diesem grund hat er nicht nur das komplette hotel mit seinen über 700 zimmern gemietet, sondern auch gleich noch den gesamten platz davor abgesperrt – das gateway of india war also out of reach für normalsterbliche touristen. schade, dass genau dort auch die boote nach elephanta abfahren.

06-11-2010

also alternativplan: crawford market und die gegend drumherum. ich bin immer wieder von alten markthallen fasziniert, mir gefällt das durcheinander, das gewusel und das gefühl, an einem ort zu sein, an dem sich seit jahrzehnten im prinzip nichts verändert hat. und ja: gekauft haben wir auch jede menge :-)

07-11-2010

auch mumbai hat einen strand. eigentlich eine schande, denn chowpatty beach ist so unglaublich dreckig, dass man natürlich nicht ins wasser gehen könne. ich bin nicht hinter das dreckrätsel gekommen – das verschmutzte wasser ist eine sache, der müll, der im wasser und am strand herumliegt, jedoch eine andere. ich habe menschen gesehen, die ihren müll einfach an den strand schmeißen. und ich verstehe nicht, wieso. ich habe auch einen mann gefragt, der neben uns in den sonnenuntergang geschaut hat, wieso es so dreckig ist und wieso niemand etwas dagegen tut. eigentlich wirkte er so, als wäre ihm der müll bis dahin noch gar nicht aufgefallen. traurig.

08-11-2010

ein letzter blick in die indische abendsonne. der urlaub hat mit einem bild von inge begonnen und so ist hat auch geendet.

natürlich waren inge und ich auch einge zeit in pune, schließlich wollte ich ihr zeigen, wie und wo ich lebe und mit wem ich meinen alltag hier teile. eigentlich hatten wir geplant, lediglich drei tage, von sonntag abend bis mittwoch abend, hier zu bleiben und wollten anschließend nach aurangabad weiterziehen, um uns die höhlen von ellora anzusehen. leider hatten wir mit unseren reiseplänen ein weiteres mal ordentlich pech, so haben wir dummerweise weder zug- noch busticket nach aurangabad bekommen, alles schon ausgebucht. also haben wir aurangabad geknickt und sind lieber noch bis freitag in pune geblieben. letztlich eine gute entscheidung, so war es etwas weniger stressig und wir konnten sogar noch ein spa in pune besuchen und uns verwöhnen lassen.

01-11-2010

dank der kontaktlinsen kann ich nun auch endlich mal ne sonnenbrille aufsetzen. darum hab ich mir gleich in goa eine echte “rey ben” [steht so auf der brille!] geleistet und posiere hier in pune :-)

02-11-2010

der tempel auf dem parvati hill in pune am frühen abend. schön und ruhig ist es hier.

03-11-2010

inge vor dem mächtigen tor des shaniwarwada.

04-11-2010

ich habe mich an den straßenverkehr und das gewusel schon so gewöhnt, dass mir solche kleinen perlen des alltags schon kaum noch auffallen. solche gemüsehändler am straßenrand gehören einfach zu indien.

05-11-2010

den aga khan palast, in dem gandhi, seine frau und sein sekretär 1942 für knapp zwei jahre eingeknastet wurden, haben wir natürlich auch besucht. leider ist mir wieder aufgefallen, wie schlecht das museum eigentlich ist. aber es ist schon allein wegen dem park einen besuch wert.