sicher wundert sich schon der ein oder andere, wieso ich eigentlich meist nur ein bild und ein kurzes statement poste, aber ansonsten nicht viel von mir hören lasse. oder auch, wieso es denn noch keine riesige bildersammlung aus indien gibt, hier gibts doch so viel zu sehen. freunde, ich kann euch versichern, so einfach ist das alles nicht, schon gar nicht das bildermachen.
die wahrheit ist, dass ich an vielen tagen tatsächlich nur das eine bild knipse, das ich dann anschließend hier veröffentliche. der grund dafür ist, dass es gar nicht so einfach ist, ordentliche bilder zu machen. zum einen laufe ich meistens nur mit meiner kleinen alten canon kompaktknipse rum (deren bildqualität sich deutlich von meinem neuen baby unterscheidet), weil die nikon mir zum ständig dabeihaben deutlich zu groß ist.
ein weiteres, bedeutenderes problem ist allerdings die neugier der inder: wenn ich mich einfach so an die straße stelle und etwas fotografieren möchte, errege ich damit ungewollte aufmerksamkeit. ich möchte mich allerdings weniger mit nicht englischsprechenden einheimischen unterhalten, weil ich nicht recht erkennen kann, ob sie freundliche oder eher unfreundliche absichten hegen (möchten sie mich auf nen tee einladen? möchten sie fotografiert werden? beschimpfen sie mich, weil ich fotografiere, möchten sie mir etwas verkaufen oder gar wegnehmen?). das ist nicht so ganz entspannend, was durchaus auch an mir liegen kann. in teilen hat sich das gefühl aber auch bereits gelegt.
ein ganz anderes problem ist dann aber doch die motivwahl. nicht, dass es nicht genug fotografiewürdiges gäbe. im gegenteil – indien ist voll mit dingen, die ich gern festhalten, dokumentieren, mir euch teilen möchte. aber andererseits ist das selten wirklich ästhetisch schönes – im sinne eines kitschigen sonnenuntergangs, einer schönen landschaft oder eines denkmals. würde ich all das, was ich als interessant, spannend und festhaltenswert erachte, fotografieren und online stellen, würdet ihr euch sicherlich (teils zu recht) fragen, was ich hier eigentlich verloren habe. aber die faszination indien macht für mich eben genau das aus – die unendliche sammlung der kleinen und großen unzulänglichkeiten, das gewusel, die vielen kleinen absurditäten, die hier den alltag prägen. all das versteht man vielleicht besser, wenn man es selbst erlebt hat. und letztlich ergeben viele motive ohne den hintergrund, die umgebende situation, keinen rechten sinn. (oder ich verstehe es nicht, stimmungen richtig einzufangen)
der monsun bereitet mir beim fotografieren auch noch zusätzliche probleme. es plätschert nämlich meistens nicht nur ein bisschen, sondern regnet echt fies. und wasser ist der tod für meine kameras, also hole ich sie seltener heraus. davon abgesehen, dass im regen dann auch noch alles trostloser aussieht, als vielleicht ohnehin schon
ich weiß aber, dass ihr heiß auf bilder seid, darum habe ich eine erste ladung hier online gestellt. in den nächsten wochen werden es sicher noch viel mehr, also bleibt am ball!
eine sammlung von bildern aus pune
juli 2010 bis januar 2011
19 Fotos
tägliche eindrücke aus der vierten dimension
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ein paar bilder von meinem wander-ausflug nach rajmachi am 28./29. august 2010
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eine anstrengende aber sehr schöne wanderung zum/nach harishchandragad im september 2010
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einige bilder vom oktoberfest in pune am 9.10.2010
14 Fotos