hier ein weiteres bild von meinem trip nach mumbai am sonntag. das eigentlich schöne an indien ist ja, dass man gar keien angst haben muss, menschen zu fotografieren. meist werde ich darum gebeten, jemanden zu fotografieren, das hebt street photography auf ein ganz neüs level. und wenn das mal nicht passiert, wird nur ganz selten ein fotowunsch abgelehnt, meist freün sich die leute darüber, dass sie fotografiert werden. und manchmal entstehen dann so schöne bunte aufnahmen wie diese hier.

06-12-2010

fotofreunde aufgepasst! es ist gar nicht so einfach, in der prallen sonne ein bild von dunkelhäutigen menschen zu machen, auf dem man die augen auch noch sehen kann. erstens sind die augen eh zusammengekniffen, zweitens sind schatten auf dunkler haut irgendwie noch dunkler. oder stelle ich mich nur doof an? hat jemand eine praktikable idee, wie man das auch ohne kräftiges nachbearbeiten hinbekommt, ohne gleich mit faltreflektor durch die gegen laufen zu müssen?

heute war ich mal wieder in mumbai, der maximum city. diesmal mit anni, steffi und sandro, den drei reisenden aus dem abendland, die am samstag abend wieder in pune eingetrudelt sind. mit dabei waren auch vasant, ein anderer heinz-nixdorf-stipendiat, der seit zwei wochen in mumbai lebt und eine ganze hand voll meiner italienischen freunde. los ging’s morgens um 6 uhr mit dem bus richtung mumbai. ein wenig die stadt erkunden und shoppen, was sonst. das eigentlich witzigste aber war der besuch des deutschen weihnachtsfestes, das von der deutsch-indischen handelskammer organisiert wurde. original mit deutscher musik und bratwurst. erstere war etwas unpassend (keine weihnachtsmusik), zweitere war wenig schmackhaft, da einfach nicht das richitge fleisch.

mein persönliches highlight war aber der glühwein, den ich mir trotz knappen 27 grad eingeholfen hab. man, der war wirklich lecker. dazu lebkuchen aus nürnberg. yumyum. in weihnachtsstimmung bin ich aber trotzdem noch nicht… :-(

05-12-2010

sicher wundert sich schon der ein oder andere, wieso ich eigentlich meist nur ein bild und ein kurzes statement poste, aber ansonsten nicht viel von mir hören lasse. oder auch, wieso es denn noch keine riesige bildersammlung aus indien gibt, hier gibts doch so viel zu sehen. freunde, ich kann euch versichern, so einfach ist das alles nicht, schon gar nicht das bildermachen.

die wahrheit ist, dass ich an vielen tagen tatsächlich nur das eine bild knipse, das ich dann anschließend hier veröffentliche. der grund dafür ist, dass es gar nicht so einfach ist, ordentliche bilder zu machen. zum einen laufe ich meistens nur mit meiner kleinen alten canon kompaktknipse rum (deren bildqualität sich deutlich von meinem neuen baby unterscheidet), weil die nikon mir zum ständig dabeihaben deutlich zu groß ist.

ein weiteres, bedeutenderes problem ist allerdings die neugier der inder: wenn ich mich einfach so an die straße stelle und etwas fotografieren möchte, errege ich damit ungewollte aufmerksamkeit. ich möchte mich allerdings weniger mit nicht englischsprechenden einheimischen unterhalten, weil ich nicht recht erkennen kann, ob sie freundliche oder eher unfreundliche absichten hegen (möchten sie mich auf nen tee einladen? möchten sie fotografiert werden? beschimpfen sie mich, weil ich fotografiere, möchten sie mir etwas verkaufen oder gar wegnehmen?). das ist nicht so ganz entspannend, was durchaus auch an mir liegen kann. in teilen hat sich das gefühl aber auch bereits gelegt.

ein ganz anderes problem ist dann aber doch die motivwahl. nicht, dass es nicht genug fotografiewürdiges gäbe. im gegenteil – indien ist voll mit dingen, die ich gern festhalten, dokumentieren, mir euch teilen möchte. aber andererseits ist das selten wirklich ästhetisch schönes – im sinne eines kitschigen sonnenuntergangs, einer schönen landschaft oder eines denkmals. würde ich all das, was ich als interessant, spannend und festhaltenswert erachte, fotografieren und online stellen, würdet ihr euch sicherlich (teils zu recht) fragen, was ich hier eigentlich verloren habe. aber die faszination indien macht für mich eben genau das aus – die unendliche sammlung der kleinen und großen unzulänglichkeiten, das gewusel, die vielen kleinen absurditäten, die hier den alltag prägen. all das versteht man vielleicht besser, wenn man es selbst erlebt hat. und letztlich ergeben viele motive ohne den hintergrund, die umgebende situation, keinen rechten sinn. (oder ich verstehe es nicht, stimmungen richtig einzufangen)

der monsun bereitet mir beim fotografieren auch noch zusätzliche probleme. es plätschert nämlich meistens nicht nur ein bisschen, sondern regnet echt fies. und wasser ist der tod für meine kameras, also hole ich sie seltener heraus. davon abgesehen, dass im regen dann auch noch alles trostloser aussieht, als vielleicht ohnehin schon

ich weiß aber, dass ihr heiß auf bilder seid, darum habe ich eine erste ladung hier online gestellt. in den nächsten wochen werden es sicher noch viel mehr, also bleibt am ball!

pune 2010

eine sammlung von bildern aus pune juli 2010 bis januar 2011

19 Fotos

dimension4daily

tägliche eindrücke aus der vierten dimension

212 Fotos

rajmachi

ein paar bilder von meinem wander-ausflug nach rajmachi am 28./29. august 2010

25 Fotos

harishchandragad

eine anstrengende aber sehr schöne wanderung zum/nach harishchandragad im september 2010

24 Fotos

oktoberfest in pune

einige bilder vom oktoberfest in pune am 9.10.2010

14 Fotos