ich bin eigentlich ein sehr genügsamer typ. mich bringt im grunde nichts so wirklich aus der fassung, selbst wenn meine brille im urlaub kaputt geht, flippe ich nicht rum oder schmolle den rest der woche, weil der urlaub mir verleidet wurde. nö, ich halte alles einfach aus, weil ich immer denke, dass es a) schlimmer hätte kommen können und b) ich doch sowieso nichts dagegen machen kann. meckern bringt nix. ganz einfach. es gibt aber eine sache, die mich langsam aber sicher doch auf die palme bringt, gerade weil ich das gefühl habe, dass es egal ist, was ich mache: es ändert sich nichts. aber immer schön der reihe nach:

am 11.12.2007 habe ich mich dazu durchgerungen, meinen telefonanschluss zu kündigen und von der teuren tante gtelnet zu alice zu wechseln. erstens sieht alice besser aus, außerdem ist sie wesentlich schneller (16mbit statt nur 2) für knapp die hälfte des monatsbeitrags. und es gibt payback punkte, ein großes plus. lars hatte damit gute erfahrungen gemacht, also muss ich das natürlich nachmachen.aber zuerst war ich der dumme: anscheinend habe ich doch ausversehen den dsl anschluss mit telefon bestellt und eine email nicht genau gelesen, darum habe ich einfach eigenmächtig meinen alten anschluss selbst gekündigt und ein fax zur nummernportierung nicht an alice geschickt. am 2. januar wollte ich das dann telefonisch bei der hotline klarstellen, habe auch zugegeben, dass ich wohl schuld am disaster bin. damals habe ich es noch nicht verstanden, aber im nachhinein wurde es mir klar: der erste auftrag wurde storniert und es kam ein zweiter hinzu.

leider wurde aus diesem zweiten auftrag von anfang januar aber auch nichts, weil das mit dem telefonanschluss wohl wieder falsch war. am 29. januar habe ich dann mal wieder angerufen und schwupp. da kam auftrag nummer 3, aber anscheinend ohne, dass der zweite vorher ausreichend storniert wurde. das ergebnis war, dass ich wiederholt emails und sms mit unterschiedlichen aussagen zum aktuellen status der anschlussbestellung erhalten habe, bis ich anfang februar erstmal geschnallt habe, dass alice anscheinend nicht mit eindeutigen auftragsnummern arbeitet. das führt dazu, dass ich stets dieselbe auftragsnummer hatte, hinter der sich aber verschiedene telefonnummern – also tatsächlich unterschiedliche bestellungen – verbargen. das konnte ich aber spontan den emails, die im betreff immer die auftragsnummer nennen, nicht entnehmen. na sei’s drum, irgendwann im februar habe ich dann in einem längeren gespräch mit alice den status einer jeden der drei bestellungen durchgekaspert.

am 5. märz habe ich dann von der letzten bestellung (29.januar) noch nichts weiter gehört, was den anschlusstermin angeht. also wieder anruf, denn was nützt es, wenn der techniker der telekom vor der tür steht, während ich am strand liege? und überraschung: der anschluss sollte am 13.3. geschaltet werden, dann kommt der techniker. ich habe dann natürlich darum gebeten, den termin auf april (“nicht vor dem 4.4.”) zu verschieben. meine erneute nachfrage am ende des telefonats, was nun sache ist, brachte das ergebnis “ein neuer anschlusstermin nicht vor dem 4.4. und die technik wird erst wenige tage vorher, also auch im april, verschickt.” so die alice tante. alles prima.

denkste. denn als ich am 1. april spät abends müde aus thailand wiederkomme, finde ich einen kleinen karton von hansenet (die sich hinter alice verbergen), einen brief (“herzlich willkommen, ab dem 13.3. haben sie alice!”) und eine karte vom telekom-techniker: “ich war da, sie aber nicht, pech gehabt.” auf meinem post-stapel. was war da los? die frage habe ich alice auch am 2. april gestellt. wörtlich: “ich habe eine einfache frage: wie blöd sind sie eigentlich?” eine echte antwort auf diese frage blieb alice mir schuldig. stattdessen unschuldsbeteuerung – das kann eben mal passieren, war wohl schon zu spät für die stornierung des auftrags bei der telekom. naja. letztlich lässt sich wohl kaum herausfinden, an wem’s warum lag. zum glück habe ich ja das päckchen mit der technik bekommen, das war meine größte sorge. und alice hat mir dann auch stein und bein geschworen, dass ich ja ohnehin einen neuen termin mit der telekom habe, und zwar am 4.4., welch wunder. ich habe extra nachgefragt, ob das sicher ist – “ja, ganz sicher”.

also home office am freitag und auf den telekom-techniker warten. meine vermutungen wurden bestätigt und ich bekam natürlich keinen besuch von den freunden in pink. stattdessen habe ich einfach mal den ganzen kabelsalat installiert und so getan, als wäre alles bereits gelaufen. und siehe da – es funktioniert wundersamer weise sogar ein bisschen. nachdem ich endlich den firstcapture-fängen entkommen bin (alice zwingt seinen kunden eine eigene mail adresse <name>@alice-dsl.de auf. bevor man die nicht eingerichtet hat, landet man immer wieder bei der anmeldeseite von alice, auf der man die email adresse einrichten muss. die heißt irgendwas mit firstcapture), hat es dann gestern abend tatsächlich geklappt, per altmodischem kabel und direkter verbindung mit dem modem im netz zu surfen. freude. leider kann sich meine geliebte fritzbox, die mich wireless surfen lässt, noch nicht ganz mit dem modem unterhalten, jedenfalls will die sich nicht ins internet einwählen. nach längerer google suche sieht es so aus, als müsste ich wohl mal wieder bei alice anrufen und rumnerven. trauer.

ich bin sehr gespannt, wie diese unendliche geschichte weitergeht. montag telefoniere ich wieder und hoffe auf ein wunder. bis dahin bleibt mir wohl nur das unverschlüsselte wlan meines nachbarn …

danke an duncan – ich habe leider gar nicht mitbekommen, dass die kommentarfunktion hier ueberhaupt nicht funktioniert. das hab ich nun erfolgreich geaendert und darum bin ich gespannt, was ihr mir schreibt :)

es gibt viele leute, die behaupten immer, SAP würde die neuzeit verschlafen, aktuelle trends verpassen und sich stattdessen lieber mit dem guten alten R/3 brüsten. aber, leute, weit gefehlt! nicht nur die SAP, sondern auch wir implementierungspartner und systemintegratoren mit SAP schwerpunkt sind der welt weit voraus.

das ist mir natürlich schon lange klar, aber zum beweis bin ich heute in einem knapp 2 jahre alten coding über eine methode gestolpert, die auch den letzten zweifler verstummen lassen wird. doch seht selbst und fragt euch nochmal … wer hat’s erfunden??? klar – die walldorfer!

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