Jul 9th, 2006 von elmo | keine kommentare »
ich frage mich seit zwei tagen, was die aussage eigentlich soll, oliver kahn habe sich in den letzten wochen vorbildlich verhalte und dürfe deswegen bei dem letzten spiel der nationalelf ins tor. was haben die [wir?] denn eigentlich erwartet? dass kahn auf der bank rumpöbelt und andere spieler aus frust verkloppt? also diese begründung klingt immer so blöde, als wäre kahn ein unkontrollierbarer egomane, der immer auf der grenze zwischen fußballerischem genie und chaotischem wahnsinn steht. und als müsse man diesen nun für sein benehmen, das man eigentlich von jedem erwachsenen menschen erwarten darf/kann/muss/sollte, wie einen kleinen jungen, der brav aufgegessen hat, belohnen.
denn was genau hat er denn gemacht? genaugenommen, nichts. er war das, was er eben ist: ein erwachsener mann, der professioneller fußballspieler ist und sich genauso benommen hat: vernünftig eben. nichts weiter.
was mich auch wundert, ist die allgemeine verwunderung über uns selbst: ähnlich wie bei kahn wundern sich alle [und wir am meisten], dass wir deutschen eben allgemein keine dumpfen klopper sind, die stumpf alles fremde und ungewohnte verkloppen. ist kahn also der angenommene durchschnittdeutsche, bei dem man sich analog zum restvolk freut, dass er friedlich ist? sind wir in wirklichkeit europas feierkönige? gibt es den hässlichen dicken deutschen nicht mehr? schön wäre es sicherlich. aber eigentlich haben wir nur bewiesen, und die medien machen volle pulle mit, dass die thesen stimmen:
1. einzelne menschen prägen das image eines landes
2. ein gesamtes volk lässt sich nie durch vorurteile beschreiben
3. wir haben angst vor uns selbst
doch nun, freunde, lasst uns uns selbst, unseren dritten platz und kahns gemeindeutsche friedlichkeit feiern. dann kommen wir alle ins tor.
musik: fritz.de - dance under the blue moon
stimmung: entspannter mitdritter
wetter: toll warm
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Jul 5th, 2006 von elmo | keine kommentare »
gerade lese ich auf spiegel online, dass nordkorea mal wieder raketen testet. und die ganze welt gerät in aufruhr. zu recht natürlich – eine weitere atomare [?] bedrohung ist mist. mir reichen da schon die amerikaner …
naja. was mich an der meldung allerdings am meisten fasziniert, sind drei punkte:
1. alle raketen sind nach dem start abgestürzt. understatement der nordkoreaner, oder können die wirklich keine raketen bauen? vielleicht hat die welt auch angst davor, von wild umherfliegenden kommunistengeschossen oder zumindest teilen davon *ausversehen* getroffen zu werden. von einem gezielten angriff kann da wohl keine rede sein…
2. amerika hat angst, weil die raketen auch bis dahin fliegen *könnten* [wenn sie nicht vorher abstürzen
]. lustig: die koreaner würden laut spiegel gerade bis nach alaska kommen … was sollten die koreaner denn da beschießen? eisbären?
3. es ist nichtmal klar, ob nordkorea wirklich atombomben bauen kann. die können anscheinend nichtmal raketen bauen. wie also sprengköpfe? vielleicht war die ganze aktion auch nur eine möglichkeit, sich tonnenweise müll [aus dem kapitalistischen süden?] zu entledigen? das wäre auch eine probate erklärung, wieso japan spontan seine fährverbindung gekappt hat: die haben angst, dass die nordies merken, dass man damit viel mehr müll transportieren könnten…
ich verurteile die ‘tests’ also auch: behaltet euren müll gefälligst!
musik: pandora internet radio
stimmung: verwundert
wetter: etwas zu warm
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Jun 26th, 2006 von elmo | keine kommentare »
nein, nicht das komische betriebssystem aus redmond.
windows, meine kleiner geliebter hamster ist weg. zuletzt haben wir ihn letzte woche gesehen, er kam immer raus und hat ne show gemacht, wenn jemand im flur war. am sonnabend dann die entscheidende frage von lars: wo ist eigentlich der kleine, was ist mit ihm los? er war nämlich schon seit einigen tagen nicht mehr rausgekommen.
wir also den flur umgekrempelt auf der suche nach dem ausreißer. tatsächlich: hamsterqieken hinter dem schrank. doch dann die überraschung: der kleine freund der uns mit seinen großen knopfaugen durstig ansah war — lars’ kleiner hamster. unsicher haben wir dessen käfig durchwühlt und wirklich – der namenlose scheue freund war auch entschwunden. wenigstens haben wir ihn wiedergefunden. eine ziemliche menge hamsterdreck und ein unstillbar erscheinender durst ließen darauf schließen, dass er schon eine weile verängstigt hinter dem schrank zugebracht hat.
wahrscheinlich wollte er zusammen mit windows flüchten, hat aber in letzter minute doch angst bekommen undhat sich darum freiwillig gemeldet, damit er endlich aufgesammelt wird.
wir haben noch die ganze wohnung durchsucht, aber keine spur von meinem untreuen zwerg: der kleine ist einfach weg. ich hoffe für ihn, dass er’s aus der wohnung geschafft hat, denn hier wäre er auf dauer verloren. nicht, dass er verhungern würde – dafür gibts genug nahrung überall. aber der durst … in meinen gedanken hat er sich also heimlich und unbemerkt von den großen menschen aus dem staub gemacht und sich in den isarauren ein schönes gemütliches nest gebaut. bei diesem gedacnken kann ich nichtmal traurig oder böse sein
musik: sasse feat. kiki - loosing touch
stimmung: müüüüde
wetter: schwülwarm und drückend
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