Mrz 23rd, 2010 von elmo | 2 kommentare »
boa, ist das lange her! 2004! sechs jahre. eine halbe ewigkeit. so richtig bewusst wird einem das erst, wenn man beispielsweise einen alten kalender rauskramt und durchblättert. seit 1997 hebe ich alle meine kalender auf und habe erst neulich darüber gestaunt, was ich mal alles so gemacht habe, wo ich schon war und was so in der welt passiert ist. genau so geht es mir auch gerade, wenn ich die alten einträge aus dem edyll aus der zeit vor wordpress durchgehe. doch in dem moment, wenn ich die alten texte lese, kommt mir alles wieder so nah vor, als wäre es erst gestern gewesen.
denn mein neulich geäußertes vorhaben, all die alten daten wieder herzustellen, meine ich durchaus ernst. anfang 2004 habe ich wohl damit begonnen, ein eigenes blog system für mich zu schreiben. vor allem habe ich das getan, weil ich a) wordpress nicht kannte und b) ich immer einen guten grund brauche, etwas eigenes zu programmieren. so ist das entstanden, was ich später gern weirdpress genannt habe. viel später – es ist nur knapp 2 jahre her, bin ich dann nach etlichen versuchen, weirdpress halbweg am leben zu erhalten, doch zu wordpress gegangen. leider ist es mir bislang nicht gelungen, die alten daten zu “migrieren” und obwohl ich eigentlich gern programmiere, habe ich jetzt auch keine echte lust, ein migrationsprogramm von meinem eigenen datenbankschema auf wordpress zu basteln. ein kurzer versuch, die daten per csv upload reinzubekommen, ist gescheitert, da es einfach nicht funktioniert hat. ohne fehlermeldung. und da hab ich einfach keinen bock drauf. also heißt es wohl oder übel, die daten manuell einzupflegen. dummerweise sind bei irgend einer datenrettungsaktion die umlaute in den blogeinträgen flöten gegangen. schade drum, denn das macht meine arbeit echt anstrengend.
ich habe also fest vor, jeden tag eine hand voll einträge zu kopieren und die umlaute dabei zu korrigieren. ich nehme ansonsten keinerlei änderungen, auch keine rechtschreibkorrekturen, vor. ich selbst bin über den inhalt teilweise sehr erstaunt und ich wünsche euch viel spaß dabei, in den alten zeiten zu stöbern. die einträge findet ihr alle in der kategorie edyll 1.0. damals wurde jeder eintrag noch mit drei status-updates versehen: stimmung, wetter und der musik, die ich beim schreiben des eintrags gehört habe (oftmals lief aber einfach nichts, darum habe ich meist speziell dafür musik angemacht). außerdem wurde jeder eintrag mit einem link versehen und bilder gab es auch noch nicht. ziemlich statisch, irgendwie. all diese daten erstehen wieder auf; was ich mit den kommentaren mache, weiß ich noch nicht. vielleicht kann ich die ebenfalls einpflegen, ansonsten müssen eben harte datenbank-updates helfen
wer übrigens das echte edyll 1.0 feeling bekommen möchte, dem sei archive.org sehr ans herz gelegt (tipp: suche nach www.edyll.de!). dort kann man die entwicklung des edyll bis 2002 zurückverfolgen … sehr interessant…
das edyll vom 30.08.2004 sah wohl so aus: www.edyll.de
musik:
frank sinatra | easy to remember
geschrieben in edyll 1.0, geektalk | 2 kommentare »
Nov 19th, 2006 von elmo | keine kommentare »
so schnell änern sich die dinge. ich habe eigentlich gedacht und ein wenig gehofft, bis zum jahresende in gütersloh zu bleiben. denn um ehrlich zu sein, würde ich es mal ganz nett finden, ein bisschen zeit für mich und vor allem in meiner wohnung zu verbringen; abends nach hause kommen, was kochen und mich vor’n fernseher knallen oder auch nur computer spielen. ich gebe zu: nichts anderes mache ich, wenn ich in münchen bin, bei hse arbeite und bei lars wohne. aber es ist eben doch was anderes, ob man zu hause, oder woanders wohnt.
oder?
tja. alleine sein. so lange habe ich mir gewünscht, das nicht mehr zu sein. dann war’s soweit und nun wurde es mir zuviel: seit ein paar tagen bin ich’s wieder – weil mir es damit besser geht.
und nun? morgen früh um sechs gehts wieder nach münchen **sorry** ismaning//unterföhring. wieder zu hse. ich bin gespannt, wie es dort weitergeht, der tag des go-live rückt ja nun immer näher. ob die knowledge base noch funktioniert?
… ihr werdet es erfahren
musik: fritz webradio
stimmung: entspannt
wetter: dunkel und kalt
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Nov 15th, 2006 von elmo | keine kommentare »
freunde! ich bin wieder da. indien war – ihr könnt es euch sicherlich denken – grandios. ich kann es nicht richtig beschreiben: es war einfach unbeschreiblich laut, chaotisch, dreckig, anders, bürokratisch, anders.
als ich diesen satz einer kollegin gesagt habe, war sie erstaunt, dass es mir trotzdem gefallen hat – sie hat mich nicht ganz ernst genommen. aber ich sage euch: es ist eben gerade das ungewohnte, andere (ja und dazu gehört nun mal chaos, lärm und dreck), was so toll war.
ein bus, ein lkw und eine rikscha mit uns drinnen. nebeneinander. im dunkeln. auf einer zweispurigen straße: das ist indien. das wetter war toll, von einigen ausnahmen mal abgesehen, für die menschen gilt dies gleichermaßen. vielleicht ist es nicht die beste idee, nach bombay zu fliegen, weil diese stadt nun wirklich das krasseste ist, was man so erleben kann. an diese unglaubliche armut, der man auf dem weg vom flughafen in die stadt begegnet muss man sich erstmal gewöhnen. darum war unser zweiter aufenthalt dort am ende der drei wochen auch weniger verwirrend als die drei tage zu beginn.
das wichtigste, was man sicherlich lernen kann, ist: man muss nicht alles so ernst nehmen (vor allem nicht sich selbst). außerdem ist die globalisierung wahrscheinlich weniger beängstigend und indien bei weitem nicht so blühend, wie uns die propaganda glauben machen möchte: es ist noch immer ein sehr weiter weg.
kurz: ich bin sehr erholt und entspannt, habe viel gesehen und erlebt, aber froh, wieder hier zu sein. genauso freue ich mich aber jetzt schon wieder auf den nächsten trip in das land, wo man sehr gute mahlzeiten für gerade einmal 60 cent bekommt (für zwei personen versteht sich!)
ein paar bilder gibts auch noch, aber dafür braucht ihr noch ein bisschen geduld…
musik: the knife - forest families
stimmung: leicht gelangweilt
wetter: spätherbstnachmittagssonne
geschrieben in edyll 1.0 | keine kommentare »