boa, ist das lange her! 2004! sechs jahre. eine halbe ewigkeit. so richtig bewusst wird einem das erst, wenn man beispielsweise einen alten kalender rauskramt und durchblättert. seit 1997 hebe ich alle meine kalender auf und habe erst neulich darüber gestaunt, was ich mal alles so gemacht habe, wo ich schon war und was so in der welt passiert ist. genau so geht es mir auch gerade, wenn ich die alten einträge aus dem edyll aus der zeit vor wordpress durchgehe. doch in dem moment, wenn ich die alten texte lese, kommt mir alles wieder so nah vor, als wäre es erst gestern gewesen.

denn mein neulich geäußertes vorhaben, all die alten daten wieder herzustellen, meine ich durchaus ernst. anfang 2004 habe ich wohl damit begonnen, ein eigenes blog system für mich zu schreiben. vor allem habe ich das getan, weil ich a) wordpress nicht kannte und b) ich immer einen guten grund brauche, etwas eigenes zu programmieren. so ist das entstanden, was ich später gern weirdpress genannt habe. viel später – es ist nur knapp 2 jahre her, bin ich dann nach etlichen versuchen, weirdpress halbweg am leben zu erhalten, doch zu wordpress gegangen. leider ist es mir bislang nicht gelungen, die alten daten zu “migrieren” und obwohl ich eigentlich gern programmiere, habe ich jetzt auch keine echte lust, ein migrationsprogramm von meinem eigenen datenbankschema auf wordpress zu basteln. ein kurzer versuch, die daten per csv upload reinzubekommen, ist gescheitert, da es einfach nicht funktioniert hat. ohne fehlermeldung. und da hab ich einfach keinen bock drauf. also heißt es wohl oder übel, die daten manuell einzupflegen. dummerweise sind bei irgend einer datenrettungsaktion die umlaute in den blogeinträgen flöten gegangen. schade drum, denn das macht meine arbeit echt anstrengend.

ich habe also fest vor, jeden tag eine hand voll einträge zu kopieren und die umlaute dabei zu korrigieren. ich nehme ansonsten keinerlei änderungen, auch keine rechtschreibkorrekturen, vor. ich selbst bin über den inhalt teilweise sehr erstaunt und ich wünsche euch viel spaß dabei, in den alten zeiten zu stöbern. die einträge findet ihr alle in der kategorie edyll 1.0. damals wurde jeder eintrag noch mit drei status-updates versehen: stimmung, wetter und der musik, die ich beim schreiben des eintrags gehört habe (oftmals lief aber einfach nichts, darum habe ich meist speziell dafür musik angemacht). außerdem wurde jeder eintrag mit einem link versehen und bilder gab es auch noch nicht. ziemlich statisch, irgendwie. all diese daten erstehen wieder auf; was ich mit den kommentaren mache, weiß ich noch nicht. vielleicht kann ich die ebenfalls einpflegen, ansonsten müssen eben harte datenbank-updates helfen :-)

wer übrigens das echte edyll 1.0 feeling bekommen möchte, dem sei archive.org sehr ans herz gelegt (tipp: suche nach www.edyll.de!). dort kann man die entwicklung des edyll bis 2002 zurückverfolgen … sehr interessant… :-) das edyll vom 30.08.2004 sah wohl so aus: www.edyll.de


musik: frank sinatra | easy to remember

nu sitz ick hier. mal wieder bei IBM und kein bisschen schlauer. vor mir steht mein manager und erzählt "wichtige" dinge über eine tolle neue möglichkeit, alle ba studenten bei IBM zentral zu verwalten. ich sollte zu diesem zeitpunkt die ziele und gründe des systems verstanden haben. dabei ist das problem ganz einfach: bislang herrschte chaos und nun ist das vorbei.

aber ich stelle mir die frage, was das noch mit mir zu tun hat: ich habe noch genau 10 wochen in der ausbildung hier vor mir, davon sind nur 3 wochen wirkliche arbeit, der rest besteht aus schulung, urlaub und prüfungsvorbereitung. was interessiert mich also die architektur einer ausnahmsweise einmal nicht zusammengefrickelten internen lösung? naja. so verfalle ich durch meine bedauerliche existenz nur von einem genervten zustand in einen anderen: erst stress an der ba, dann langeweile in der firma.

an dieser stelle möchte ich aber meinen ausbildungsleiter einmal positiv erwähnen: im gegensatz zur allgemeinen gutwetter-schönrede-politik der ausbildung im bezug auf die übernahmesituation war er bislang der einzige, der zusammenfassend feststellte, dass man ja schließlich vor allem auch für geld arbeiten geht. und dieser hygienefaktor [man erinnere sich an herzberg'sche motivationstheorie!] ist in budapest, brünn und székesfehérvár [im ungarischen outback, der renner unter den angeboten der letzten beiden wochen] einfach nicht gegeben. deswegen bewirbt sich da eben auch niemand, denn für unter 1.000 euro kann man auch im ostblock nicht leben.

nungut. an der jobfront gibt es soweit noch nichts neues, derzeit ist hauptsächlich das sammeln von informationen und ideen angesagt :)

einen lieben gruß aus raum 23, gebäude 84 in die welt => m*


musik: summsummsumm, bienchen schumm herum
stimmung: laaaangeweile
wetter: bewölkt und wieder kühler

vielleicht ist meine derzeitige stimmugnslage auch paranoid… wieso wohl? es gibt dafür mehrere erklärungsansätze:
1. ich habe meine [neue] schallplatte [!] zu oft gehört: paranoid von black sabbath. nicht wirklich eine neuerscheinung, dafür aber original vinyl und die 7 inch noch dazu… also die original single-auskopplung von anno dutz. aufregend. davon habe ich schließlich schon vor 5 jahren geträumt :D *headbang*
2. ich bin einfach überarbeitet. ich habe nämlich keine lust mehr… aber das habe ich an dieser stelle ja schon hinreichend häufig geäußert. da nun aber das ende nicht nur in sicht, sondern in fühlbare nähe gerückt ist, bin ich schon ganz aufgeregt. ich freue mich auf den sommer, der ja eigentlich schon voll im gange ist. aber irgendwie beginnt er für mich gefühlsmäßig erst am donnerstag. ich bin gespannt, was er bringen mag :)

auf jeden fall bin ich für heute kaputt: habe die letzten tage damit zugebracht, mir aussagen- und prädikatenlogik anzueignen und bin sogar der meinung, das hätte ganz gut geklappt. schließlich ist morgen klausur kbs – “knowledge based systems”. => alles zum thema expertensysteme, künstliche intelligenz und eben logik. nicht immer auf anhieb verständlich. naja.

recap vergangene klausuren: VWL am montag war merkwürdig – ich habe zu allem was gewusst, bin mir aber nach “abgleich” mit dem was meine lieben kurskollegen hervorgebracht haben nicht mehr so von die richtigkeit meiner arbeit überzeugt. aber ich hatte den eindruck, es sei nicht so schlimm gewesen wie ich es anfangs befürchtet hatte. gleiches gilt übrigens für den zahnarzt: noch nie hat es _nicht_ wehgetan, wenn mir ein halber zahn weggebohrt wird… aber der hats echt gut gemacht und die spritzen haben ihre wirkung voll entfaltet :) nun freue ich mich auf morgen, weil ich dann endlich mein goldstück bekomme, die provisorische füllung loswerde und endlich wieder kraftvoll zubeißen kann ;)
die klausur in corporate management vom donnerstag lief auch einigermaßen… doof. hätte mich totschreiben können und am ende meinte der dozent, eine schwierigkeit bestand darin, dass man gar nicht alles in epischer breite auswälzen _kann_. deswegen muss man, um volle punktzahl zu erreichen, auch nicht alles schreiben. *grr* hätt ich das vorher gewusst, hätte ich mir nicht so viel für die ersten beiden aufgaben einfallen lassen und deshalb vielleicht auch noch zeit gehabt, um die letzten beiden ordentlich zu lösen. nun bin ich gespannt.

aber neben dem groll bereitet mit eines große freude: der gamecube, der am freitag angekommen ist… jaja, der lars hätte sich gern vor zwei wochen schon einen gekauft und ich hab ihm den ausgeredet… nun hatte ich ein schlechtes gewissen, das ebay mir beruhigt hat ;)
die beste einstimmung auf zocken in 3d hat die mariokart-meisterschaft vom donnerstag gebracht: ich bin zwar der beste autofahrer der welt, aber auf der rennstrecke versage ich völlig. deswegen bin ich auch nur vorletzter geworden, weil mein kontrahent um diesen platz frühzeitig durch verlassen der wohnung disqualifiziert wurde – danke danielu ;)
glückwunsch also an tschenni, die [vor allem ohne realen führerschein!!!] gnadenlos gerockt hat…

eine schöne woche wünscht…
m*


musik: tastaturgeklapper
stimmung: müde, viel besser gelaunt und ein bisschen euphorisch
wetter: wechselhaft: etwas sonne und viel regen den tag über