der bundesköhler hat abgedankt. die nachricht ist nicht neu, sondern von gestern. aber nachdem ich eine nacht drüber geschlafen habe, wurden mir die zusammenhänge klar: horst köhler kommt nach gütersloh. *peng* die bombe ist geplatzt.

gestern kam nämlich fast zeitgleich unser monatlicher firmennewsletter, in dem unter anderem stand, dass es uns wirtschaftlich in diesem jahr trotz finanzkrise und allem pipapo ziemlich gut geht. und dass wir 80 neue leute suchen. und wann kündigt man einen guten job? ist ja klar: wenn man einen besseren im angebot hat. kombiniere, watson: der bundesköhler kommt zu syskoplan und wird wahrscheinlich bereichsleiter im finance umfeld, das ist ja eigentlich seine sache. noch wahrscheinlicher wird er dann die verträge rechtskräftig unterschreiben.

aber wer wird der neue könig von deutschland? auch das ist nach diesem wochenende eigentlich recht klar: stefan raab. eigentlich sollte es lena werden, aber die ist zu jung. in der gerüchteküche brodelt’s mächtig, dort wird nämlich auch davon ausgegangen, dass raab den job doch nicht selbst macht, sondern in kooperation mit ard, pro7 und rtl eine neue castingshow “germany’s next president” veranstaltet. und lena sitzt in der jury, eigentlich alles ganz logisch.

wer verleiht vitali klitschko nun das bundesverdienstkreuz? wartet er noch, bis deutschland sich entschieden hat? oder schlimmer noch: war der eigentliche grund für köhlers kündigung eine tiefe abneigung gegen ukrainische boxer? ich werde ihn beim nächsten syskoplan kick-off im kommenden märz mal fragen…


musik: gnarls barkley | gone daddy gone

jaja. eierfallerjökull. ich wette, aschewolke oder vulkanasche oder vulkanwolke oder vulkanaschewolke wird zum wort des jahres. zwar ist er schon nach nur einer woche wieder fast aus unserem kollektiven bewusstsein entschwunden, obwohl er fleißig weiterbrodelt. aber nicht überall, wo vulkanisiert wird, regnet’s aschewolken. und so fliegen sie wieder und deutschland bekommt endlich wieder blumen und mangos. danke, deutsche flugsicherung!

aber was ist eigentlich passiert? außer mir hat wohl kaum einer richtig mitbekommen, am rande welcher katastrophe wir wirklich standen, in jenen tagen, mitte april 2010. rückblende:

miss merkel befindet sich zur friedenskonferenz oder auch atomkonferenz in washington, um mit anderen wichtigen menschen über die zukunft der atomenergie zu philosophieren. zeitgleich befindet sich karl-theodor vonundzu guttenberg bei seiner truppe in afghanistan. und der eierfallerjökull fängt an zu brodeln. die taliban verüben einen anschlag auf die deutschen truppen, sodass herr guttenberg doch noch etwas länger bleibt, um seine leute zu trösten. etwas verspätet, macht er sich auf den weg nach hause – zu spät. denn plötzlich und unerwartet trifft auch ihn – genau wie frau merkel – die aschewolke.

was ist passiert? ganz einfach: zusammen mit den isländern hatte er, guttenberg, einen putsch gegen frau merkel geplant, um die macht an sich (und die isländer) zu reißen. die abwesenheit der kanzlerin sollte durch den vulkan so lange wie möglich aufrecht gehalten werden. zusammen mit seinem freund ramsauer wurde strategisch der luftraum der gesamten bundesrepublik lahm gelegt – keine luftwaffe, keine flugmangos, keine kanzlerin hätten in dieser situation etwas ausrichten können. nur karl theodor wäre da gewesen. wenn da nicht das attentat der taliban gewesen wäre…

ramsauer hatte noch verzweifelt versucht, das flugverbot möglichst lang aufrecht zu erhalten, aber inzwischen hat die chefin wohl lunte gerochen und war über rom in die heimat gefahren. dahin der schöne plan. danke, taliban!


musik: the shadowcops | putsch

freunde! mit neuer musik geht es durch den oktober. vielen dank nochmal für die hilfe an tschenny. unterdessen hat sich für mich auch das ominöse video mit dem cowboy geklärt. gemeint war hier der rockafella skank von fatboy slim. wieso ich the bucketheads, buckethead und fatboy slim so miteinander verwechseln konnte, ist mir ein wenig rätselhaft. naja, sei’s drum. eigentlich handelt der heutige eintrag von etwas ganz anderem…

vor einiger zeit bin ich auf die idee gekommen, mich bei der mitfahrzentrale anzumelden. die anmeldung selbst ist ja noch nciht besonders spannend. aber die mitfahrer selbst dafür umso mehr. auf die idee gekommen bin ich durch einen artikel im spiegel gekommen, in dem verschiedene typen von mitfahrern typisiert wurden. da ich, wie ihr wisst, ein sehr neugieriger mensch bin, musste ich mich gleich anmelden, um meine eigenen erfahrungen zu machen.

meine erste fahrt münchen -> bielefeld vor einigen wochen war leider ein flopp: außer einem möglichen transport eines billy regals hat sich niemand für die tour interessiert. und billy ist leider zu groß für meinen a3. also doch alleine durch deutschland gedüst. am vergangenen mittwoch war es dann aber endlich soweit und ich konnte agata und wang davon überzeugen, mit mir die reise anzutreten. da agata spontan krank wurde, bin ich letztlich mit wang alleine gewesen.

so gesehen war sie die perfekte mifahrerin: setzt sich hinten hin und mehr als 3 worte (ich hab mitgezählt!) haben wir nicht gewechselt. beim obligatorischen stop beim burger king in schlüsselfeld hat sie sich auch an einen eigenen tisch gesetzt und so war auch diese fahrt kein wirkliches ereignis für mich.

ganz anders dann schon die fahrt gestern von bielefeld nach münchen. mit an bord waren christina und esther. christina eine altenpflegerin aus harsewinkel und esther eine buürokauffrau aus bielefeld. die beiden haben sich auch lange zeit miteinander unterhalten, insgesamt war die fahrt sehr angenehm und auch unterhaltsam. insbesondere christina hörte gar nicht mehr auf, sich zu unterhalten, sie ist dann ehr der typ schwatzbacke. nun weiß ich alles, vom freund, von der arbeit, das halbe leben, von den eltern, blablabla. unglaublich, dass es menschen gibt, die einem wirklich alles erzählen. sogar, dass sie total auf brustbehaarung steht, weiß ich nun. ob ich das wissen möchte, steht auf einem anderen blatt. wieso sie mich davon in kenntnis setzte, sowieso.

esther war ganz anders, ruhiger. aber wer weder handy noch fernseher hat, kann auch kein besonderes mitteilungsbedürfnis haben, oder sich für boyfriend gossip interessieren. sie ist wohl eher etwas alternativer: häkelmütze und zusatzstudium zur psychischen beraterin. mein highlight: die antwort auf die frage, ob sie auch etwas würde essen wollen, als ich am subway gramschatzer wald anhielt. “nein, ich bräuchte eher einen schnaps.” :D

da bin ich wohl etwas zu schnell unterwegs gewesen… na sei’s drum, dafür haben wir ach keine 6 stunden bis nach münchen gebraucht.

mal sehen, wer beim nächsten mal zusteigt…


musik: roxette | joyride