schon seit ein paar tagen geistert ein artikel aus dem “australian” durch facebook. mittlerweile hat wohl jeder dritte ff [ich greife hier mal einfach katjas abkürzung für facebook freund auf] den artikel geteilt oder den like button darunter angeklickt. ich hab ihn letzte woche denn auch endlich mal gelesen – und den like button auch geklickt. denn der artikel ist wirklich gut, er beschreibt ziemlich genau das, wonach ich von familie, freunden und kollegen immer wieder gefragt werde: wieso eigetnlich indien? was ist so toll an diesem land aus armut, dreck, callcentern und bollywood? vielleicht hilft dieser artikel etwas, die faszination, die indien immer wieder ausübt, besser zu verstehen. denn wie heisst es darin so schön: “she [india] hugs me, she punches me, and she hugs me again” (indien umarmt mich, schlägt mich und umarmt mich wieder.)


musik: a.r.rahman | mumbai theme tune

nachtrag zum oktoberfest: in der mittagspause erzaehlt mir eine kollegin, dass sie in der zeitung gelesen hat, dass beim oktoberfest die band festgenommen wurde. schnell gegugelt, stellt sich heraus: tatsaechlich, der pune mirror schreibt, die sulmtaler sind am freitag abend bei einer kleinen (und anscheinend sehr lauten) privaten party festgenommen worden. zum glueck sind sie wieder freigelassen worden, sonst waere es am samstag, als ich auf dem fest war, etwas sehr still geworden.

an dem zeitungsbericht gefallen mir zwei dinge am allerbesten;

1. dass der typ, bei dem gefeiert wurde, angeblich frank franz inder heisst (sorry, aber das kann nur fake sein)

2. die bemerkung “A large amount of alcohol, for which permission had not been obtained, was also seized from their room. ” [eine grosse menge alkohol, fuer die keine genehmigung vorlag, wurde ebenfalls beschlagnahmt.] WTF?! hier braucht man eine genehmigung fuer den alkohol? indien ist manchmal doch noch absurder, als ich mir das je vorgestellt habe.

heute ist hier im büro der strom ausgefallen. das ist eigentlich nichts besonderes, hier fällt sehr häufig der strom aus, meistens donnerstags. wieso immer donnerstags, ist mir nicht klar, es wurde mir schon mehrfach versucht zu erklären, ich habe es trotzdem nicht verstanden. es ergibt eben keinen richtigen sinn für mich. man muss das einfach akzeptieren. der strom ist ja auch nicht lange weg, nur 5 minuten.

gleich nachdem der strom wieder da war, habe ich in gewohnter weise bei spiegel online vorbeigesurft und bin auf einen schönen kleinen artikel zum zeitverständnis in indien gestoßen. herrrlich. genau so ist es. aus 7 stunden werden selbstverständlicherweise über 20 und ”yesyes sir, no problem, monday, 11 o’clock” klingt zwar wie englisch, ist aber eigentlich hindi und heißt übersetzt “no way, never. now stop bothering me!”. darauf muss man in indien einfach gefasst sein und wer das nicht ist, sollte lieber daheim bleiben. (umso mehr erstaunt mich eigentlich, dass sich der autor des artikels, hasnain kazim, darüber gewundert hat. vermutlich ist er als in deutschland geborener sohn indisch-pakistanischer eltern viel zu sehr integriert. was wohl der herr sarrazin dazu sagt?)

inzwischen haben wir eine kurze 2stündige mittagspause gemacht, um uns die zeit zu vertreiben. nun ist der strom wieder da. nach 4 stunden. ich trinke nun meinen chai und mache nur kurz 5 minuten pause.


musik: deep purple | child in time