der bäcker hat gerufen.

anfang des jahres, es muss mitte januar gewesen sein, habe ich einmal getan, was ich sonst nie oder nur selten getan habe. ich habe mein macbook nicht einfach nur zugeklappt wie ich es sonst immer getan habe, sondern ich habe es ausgeschaltet. ganz einfach. wie sich am nächsten tag herausgestellt hat, scheint das keine glückliche entscheidung gewesen zu sein, denn das macbook ging nicht mehr an. es blieb einfach schwarz. aber das cd laufwerk drehte sich noch und nachdem ich bei einem versuch einfach aus spaß mein passwort eingegeben habe, habe ich gehört, dass skype gestartet ist. hurra, das macbook geht also noch. auf zu apple, nach der ursache des problems forschen und es beheben lassen!

leider musste ich dann erfahren, dass ich wohl opfer des halbwegs berühmten, auf jeden fall aber berüchtigten “nvidia fehlers” geworden bin. das hat apple auch brav herausgefunden, das war erstaunlich leicht. leider konnte apple nichts mehr für mich tun, denn mein geliebtes macbook war zum zeit des fehlers 4 jahre und 60 tage alt. und das sind leider 60 tage zu viel gewesen. also wurde mir nur angeboten, die hauptplatine für schlappe 400€ zu tauschen. ein bisschen happig für ein mehr als 4 jahre altes laptop. bei meinem zweiten besuch bei apple in der rosenstraße hat mir der freundliche “genius” einen inoffiziellen reparaturhinweis gegeben: im internet soll es anleitungen, beschreibungen und videos geben, in denen gezeigt wird, dass man den fehler durch backen der hauptplatine im ofen reparieren kann. einige haben das mit ihren macbooks schon mehrere male getan. unglaublich.

ein kollege, dem ich von der idee erzählt habe, kam aus dem lachen nicht mehr heraus, ein anderer meinte aber, dass ein freund von ihm das tatsächlich schon erfolgreich gemacht hat. der “nvidia-fehler” beruht wohl darauf, dass sich winzige lötverbindungen zwischen grafikchip und hauptplatine mit der zeit lösen, durch Hitzebehandlung werden diese wieder flüssig und so geschlossen.

ich habe mir bei ebay eine andere hauptplatine gekauft, weil ich das einfach nicht glauben konnte. anfangs hat das auch funktioniert, zumindest einige tag lang ging der rechner mit der anderen platine wieder. dann jedoch stellte sich dasselbe problem wieder ein, nun konnte ich das macbook monatelang nicht nutzen. weil es schlimmer nicht werden kann, habe ich mich nun doch wieder hingesetzt, das gerät zerlegt – und gebacken. was soll ich sagen? es hat funktioniert. und es war gar nicht so schwer:

  • laptop zerlegen (das habe ich ja nun schon mehrmals gemacht, kein problem),
  • ofen auf 200° vorheizen
  • kleine füßchen aus alu basteln, das mainbook da draufstellen und ab in den ofen
  • 7 minuten warten (wieso genau 7 weiß niemand, aber das habe ich so gelesen)
  • langsam abkühlen lassen
  • wärmeleitpaste auf die prozessoren
  • laptop wieder zusammenbasteln

tja, und was soll ich sagen?  igor läuft nun seit einigen stunden wieder, ich bin gespannt, wie lange. und euch möchte ich natürlich daran teilhaben lassen, darum gibt’s hier ein paar bilder aus martins backstube :-)


musik: pasinger kinderchor | backe, backe kuchen

endlich hatte ich am wochenende  zeit, eines meiner geburtstagsgeschenke richtig auszupacken – und vor allem zusammenzubauen.von meiner schwester und meinem vater hat der kleine martin nämlich eine kiste lego geschenkt bekommen. das letzte mal, das ich ausgiebig mit lego gespielt habe, ist nun wirklich schon einige jahre her. schade eigentlich, denn ich merke immer wieder, wie viel spaß das macht. mehr worte will ich aber gar nicht verlieren – außer einem danke an papa und katja für das schöne spielzeug, das gar keines ist. und natürlich möchte  ich euch an meinem kurzen flashback in die kindheit teilhaben lassen :-)

verpackung einzelteile

 

 

 

 

 


musik: ed sheeran | lego house

wir sind die männer mit einem harten job. und wir fahren mit dem bob.

so geschehen am letzten wochenende, auf der olympia bobbahn innsbruck. der lars hatte mir nämlich, sicher auch in erinnerung unseres waghalsigen fallschirmsprungs, eine bobfahrt zum geburtstag geschenkt. wie schon beim fallschirmspringen ist inge auch mitgekommen und hat uns bei unserem rutsch durch den eiskanal fotografiert – danke :-)

und was soll ich sagen? auch daran kommt die fahrt mit einer achterbahn längst nicht heran.

zuerst haben wir uns aber bei der gelegenheit noch ein wenig in innsbruck umgesehen – naja. es wahrscheinlich lag es an der kürze der zeit, dass ich die verborgene schönheit der stadt nicht gleich entdeckt habe. außerhalb der ganz hübschen fußgängerzone hatte die stadt in meinen augen wenig charme. na sei’s drum, wir sind ja auch nicht unbedingt zum sightseeing gekommen.

anders als das fallschirmspringen ist bobfahren total passiv – die einweisung durch einen älteren herren bestand lediglich in der ansage, wie wir zum startplatz kommen und dass wir auf jeden fall ganz steif mit geradem rücken im bob sitzen müssen, nicht wie die profis nach vorn gebeugt. das war’s. dann sind wir vom ziel auf der ladefläche eines lkw mit den bobs zum startpunkt gefahren. rumpelrumpel.

auf dem lkw

am start dann ziemliches durcheinander, weil mehrere gruppen gleichzeitig fahren wollten, darunter eine gruppe aufgedrehter italiener, die sich von einer unpassend fein angezogenen dame herumscheuchen ließen. nach etwa einer stunde warten, währenddessen uns fast die füße abgefroren sind, ging es endlich los. wir sind in einem 4er bob gefahren, vorn ein professioneller lenker, an zweiter stelle lars, ich dahinter und hinter mir der bremser – auch ein profi bobber. die beiden bobfahrer wirkten nach dem tag schon ziemlich fertig, wer weiß, wie häufig sie an diesem tag schon durch den kanal gedüst sind. ich habe mich schon ein bisschen auf das anschieben gefreut, aber wir mussten einfach platz nehmen und wurden dann von jemandem aufs eis geschubst. dabei ist “platz nehmen” gar nicht so einfach: ich hätte nicht gedacht, wie verdammt eng es in so einem bob ist. mir ist es ein absolutes rätsel, wie die profis das so schnell schaffen, anlaufen, reinspringen, losdüsen, ohne sich zu verhakeln. der bob hat eigentich gar keine sitzplätze, nur der lenker hat eine winzige rückenlehne. ansonsten sitzen wir im prinzip einfach auf dem boden der fiberglasrakete, auf einem winzigen bisschen polsterung.

startklar

los gehts

einigermaßen verkantet (und immer schön mit steifem rücken) ging es dann durch den eiskanal: erst noch langsam, dann immer schneller. am ende geht es dann mit knapp 110 km/h in eine 360° kurve, plötzlich wirken laut aussage der profis 3 bis 4 g auf einen – also 3 bis 4 fache schwerkraft. dann ist es auch wirklich schwer, sich aufrecht zu halten, der bremser drückt mich immer wieder nach vorn, das gewicht der vor mir sitzenden drückt auf meine füße, es schmerzt. mein kopf wird heftig hin und her geworfen, erst zur einen, dann zur anderen seite gedrückt. es ruckelt.

bob-3

bob-2

nach der letzten kurve zieht der bremser an, es geht leicht bergauf, ich bekomme schnee hinten in die hose, brrr. nach einer knappen minute ist der spaß auch schon wieder vorbei, wir warten noch auf inge, die wieder mit einem der lkw heruntergefahren ist. dann holen wir uns unsere urkunden ab. wir sind uns sicher, dass wir an diesem tag das schnellste und eleganteste bobteam waren. die beiden profis sind froh, dass ihr arbeitstag bald zuende ist. ich bin trotz der kurzen fahrt erschöpft.

fazit: absolut empfehlenswert, danke lars!

bob-1