fotos sind zwar schön, aber manchmal nur die halbe wahrheit. oder nichtmal das. wenn es um töne geht, stinken sie total ab. weil eines der schönsten dinge an der enfield aber gerade ihr klang ist, habe ich heute mal wieder ein kleines schmankerl für euch: ein video von martin beim ritt auf der kanonenkugel.

auch wenn ennie oftmals sehr eigensinnig ist, macht das fahren trotzdem spaß. je länger ich mit ihr unterwegs bin, desto klarer wird, dass gerade meine enfield etwas ganz besonderes ist. dort, wo normalerweise der zündschlüssel hingehört (vorn neben dem tacho), steckt bei mir ein plastikdingens, das sich nicht bewegen lässt. der zündschlüssel wird dafür in eine der beiden metallkästen an der rechten hinterseite gesteckt.

das starten ist eine eigene wissenschaft, die ich noch nicht ganz ergründet habe. ich habe noch nicht verstanden, was sich technisch dahinter verbirgt, aber man muss im wesentlichen folgendes tun: einen kleinen hebel drücken und währenddessen mit dem kickstartet “pumpen” – so lange, bis der kleine zeiger der ampere-anzeige mittig steht. dann das hebelchen loslassen und den kickstarter treten. wenn alles gut geht, tuckert die maschine dann los. ist der motor kalt, macht es oftmals nur ein paar mal boppbopp und der motor ist wieder aus. gasgeben ist kontraproduktiv. wenn man pech hat, klappt irgendwas nicht und der kickstarthebel schnellt wieder nach oben, das kann schon fies sein.

die zündung scheint auch insgesamt schlecht eingestellt: wenn die maschine kalt ist, geht sie nach einigen sekunden an der ampel aus, wenn sie warm ist, kann man den schlüssel ziehen und sie läuft noch immer weiter. im besten fall und bereits öfters erprobt, verweigert ennie den dienst genau mitten auf einer kreuzung im dichten indischen straßenverkehr. wenn sie dann noch beim starten rumzickt, steigt meine laune ins unermessliche…