vor einigen wochen war ich über das wochenende in einem indischen dorf. und ein bild habe ich noch immer in meiner sammlung unter “d4d kandidaten” markiert. da ich heute nicht viel gemacht habe außer nach der party von gestern aufräumen, ist es die beste zeit, dieses bild auch endlich frei zu lassen und euch zu zeigen, da ich ohnehin kein anderes bild gemacht habe.
meine tage in indien sind gezählt. und so blöd und traurig abschiede immer sind, so sind sie doch auch eine gute gelegenheit für eine ordentliche abschiedsparty. am samstag war es soweit: laut facebook wollten 26 leute kommen. im laufe des abends war aber klar, dass es doch etwas mehr wurden. nachgezählt habe ich nicht, aber ich glaube, es müssen so um die 35 gewesen sein. aber das spielt auch gar keine rolle, die hauptsache ist, dass sich alle prächtig amüsiert haben. glück war natürlich auch mal wieder im spiel, denn im gegensatz zu meiner erwartung tauchte keine polizei auf und es hat sich auch kein nachbar beschwert.
wenn man den verschmutzungsgrad des bodens als indikator nimmt, war die feier ein voller erfolg. dank der fliesen war die reinigung aber auch kein größeres problem.
fotos sind zwar schön, aber manchmal nur die halbe wahrheit. oder nichtmal das. wenn es um töne geht, stinken sie total ab. weil eines der schönsten dinge an der enfield aber gerade ihr klang ist, habe ich heute mal wieder ein kleines schmankerl für euch: ein video von martin beim ritt auf der kanonenkugel.
auch wenn ennie oftmals sehr eigensinnig ist, macht das fahren trotzdem spaß. je länger ich mit ihr unterwegs bin, desto klarer wird, dass gerade meine enfield etwas ganz besonderes ist. dort, wo normalerweise der zündschlüssel hingehört (vorn neben dem tacho), steckt bei mir ein plastikdingens, das sich nicht bewegen lässt. der zündschlüssel wird dafür in eine der beiden metallkästen an der rechten hinterseite gesteckt.
das starten ist eine eigene wissenschaft, die ich noch nicht ganz ergründet habe. ich habe noch nicht verstanden, was sich technisch dahinter verbirgt, aber man muss im wesentlichen folgendes tun: einen kleinen hebel drücken und währenddessen mit dem kickstartet “pumpen” – so lange, bis der kleine zeiger der ampere-anzeige mittig steht. dann das hebelchen loslassen und den kickstarter treten. wenn alles gut geht, tuckert die maschine dann los. ist der motor kalt, macht es oftmals nur ein paar mal boppbopp und der motor ist wieder aus. gasgeben ist kontraproduktiv. wenn man pech hat, klappt irgendwas nicht und der kickstarthebel schnellt wieder nach oben, das kann schon fies sein.
die zündung scheint auch insgesamt schlecht eingestellt: wenn die maschine kalt ist, geht sie nach einigen sekunden an der ampel aus, wenn sie warm ist, kann man den schlüssel ziehen und sie läuft noch immer weiter. im besten fall und bereits öfters erprobt, verweigert ennie den dienst genau mitten auf einer kreuzung im dichten indischen straßenverkehr. wenn sie dann noch beim starten rumzickt, steigt meine laune ins unermessliche…
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