das alte jahr ist für mich auf ganz besondere weise geendet: am strand. in einer großen gruppe von 14 leuten sind wir in der nacht vom 30. auf den 31.12. nach ganpatipule, einem kleinen ort an der küste von maharashtra, zwischen goa und mumbai, gefahren. ich weiß nicht genau, wie gabriel diesen ort gefunden hat, aber diese entscheidung hat sich als segen herausgestellt. ursprünglich wollten wir nach goa. da allerdings sämtliche hotels, hostels und bambusbuden am strand ausgebucht sind, war da nichts mehr zu machen. und die wenigen unterkünfte, die noch verfügbar waren, kosten so unglaublich viel, dass man das gefühl hat, eine luxusparty in new york zu bezahlen. also ganpatipule. oder besser: etwas außerhalb davon.

wir haben 3 von 4 bungalows auf einer mangofarm, in gehweite eines großen einsamen strandes gemietet. das schöne daran war, dass der strand wirklich einsam war. weit und breit niemand, nicht einmal inder, die einem kettchen und ringe verkaufen wollten. am silvesterabend haben wir ein lagerfeuer am strand gemacht und uns gegenseitig die nationalhymnen unserer heimatländer vorgesungen, das war schon wirklich ein besonderes und bizarres ereignis. wir waren 5 deutsche, 4 italiener, zwei finnen, eine französin, eine holländerin und einer aus dem jemen – da kommt schon einiges an nationalhymnen zusammen.

insgesamt war es ein schönes silvester, weil es so ungewöhnlich war. ich habe aber trotzdem eine ordentliche feier mit reichlich alkohol, feuerwerk und vor allem inge vermisst. irgendwie schon komisch und ein bisschen traurig, so weit weg von daheim.

31-12-2010