Dez 31st, 2010 von elmo | keine kommentare »
das alte jahr ist für mich auf ganz besondere weise geendet: am strand. in einer großen gruppe von 14 leuten sind wir in der nacht vom 30. auf den 31.12. nach ganpatipule, einem kleinen ort an der küste von maharashtra, zwischen goa und mumbai, gefahren. ich weiß nicht genau, wie gabriel diesen ort gefunden hat, aber diese entscheidung hat sich als segen herausgestellt. ursprünglich wollten wir nach goa. da allerdings sämtliche hotels, hostels und bambusbuden am strand ausgebucht sind, war da nichts mehr zu machen. und die wenigen unterkünfte, die noch verfügbar waren, kosten so unglaublich viel, dass man das gefühl hat, eine luxusparty in new york zu bezahlen. also ganpatipule. oder besser: etwas außerhalb davon.
wir haben 3 von 4 bungalows auf einer mangofarm, in gehweite eines großen einsamen strandes gemietet. das schöne daran war, dass der strand wirklich einsam war. weit und breit niemand, nicht einmal inder, die einem kettchen und ringe verkaufen wollten. am silvesterabend haben wir ein lagerfeuer am strand gemacht und uns gegenseitig die nationalhymnen unserer heimatländer vorgesungen, das war schon wirklich ein besonderes und bizarres ereignis. wir waren 5 deutsche, 4 italiener, zwei finnen, eine französin, eine holländerin und einer aus dem jemen – da kommt schon einiges an nationalhymnen zusammen.
insgesamt war es ein schönes silvester, weil es so ungewöhnlich war. ich habe aber trotzdem eine ordentliche feier mit reichlich alkohol, feuerwerk und vor allem inge vermisst. irgendwie schon komisch und ein bisschen traurig, so weit weg von daheim.
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Dez 30th, 2010 von elmo | keine kommentare »
die höhlen von ellora sind nicht so spannend, weil es sich dabei um einfache höhlen handelt, in denen irgendwelche mönche irgendwann mal gebetet haben, sondern weil die höhlen in jahrhundertelanger handarbeit aus dem fels gemeißelt wurden. in den vergangenen monaten habe ich schon einige menschengeschaffene höhlen hier in der gegen gesehen, auf einer wanderung habe ich eine nacht in einer solchen höhle geschlafen. aber so etwas wie ellora konnte ich mir bislang noch nicht einmal vorstellen. unter den mehr als 30 höhlen gibt es einige mehrgeschossige höhlen, einige mit prachtvollen verzierungen, riesigen buddhastatuen und figuren indischer gottheiten. das herzstück aber ist die große höhle nummer 16, die nicht nur aus einer in den berg geschlagenen höhle besteht, sondern einen großen vorhof umfasst, auf dem ein tempel steht. und dieser reichlich verzierte tempel ist komplett aus einem einzigen felsen gehauen. man kann es sich eigentlich kaum vorstellen und ich fürchte, mein kleines bild kann das auch nicht ganz zeigen. macht aber nix, bild ab:
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Dez 29th, 2010 von elmo | ein kommentar »
wir haben die höhlen von ellora besucht, weil wir die höhlen von ellora besuchen wollten. schließlich handelt es sich dabei um bedeutende tempelanlagen, die seit knapp 30 jahren auf der weltkulturerbeliste der unesco stehen. das besondere an den tempeln ist, dass die zum teil riesigen höhlen über jahrhunderte hinweg aus dem stein gehauen worden sind.
eigentlich bizarr war es dann, dass anscheinend nicht die imposanten höhlen, sondern wir – lars und ich – für die indischen touristen die hauptattraktion darstellten. so schein es jedenfalls, da wir andauernd um fotos gebeten wurden. unzählige hände haben wir geschüttelt und auf noch mehr bildern wurden wir festgehalten. in der größten und beeindruckendsten tempelhöhle nutze gleich eine gesamte schulklasse samt lehrer die gelegenheit, sich mit uns zu fotografieren.
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