irgend einen vorteil muss es doch haben, so weit ab von der heimat zu leben. das geld ist es nicht, also wenigstens das klima. und so muss ich euch einfach die leckeren erdbeeren zeigen, die ich am wochenende frisch gekauft und gestern zubereitet habe. dagegen könnt ihr auch mit glühwein, lebkuchen und weihnachtsstimmung nicht anstinken!
im gegensatz zu gestern, war heute ein äußerst aktiver tag. meine kollegen haben mich auf die idee gebracht, nach mahabaleshwar zu fahren. mahabaleshwar ist eine kleine “hill station” in den bergen von maharashtra, die von den engländern gegründet wurde, um dem monsun, dem lärm und dem dreck der großstädte zu entfliehen. und tatsächlich: es liegt wunderbar gelegen auf über 1300 metern höhe und von dort hat man einen tollen ausblick auf die umgebenden täler und berge. und auch der weg dorthin ist aufregend, wenn sich der alte bus auf einer engen straße an noch älteren lkw vorbei nach oben schlängelt.
wir vier – mikko, lars, fabio und ich – hatten einen schönen entspannenden tag mit atemberaubenden aussichten, äffchen, einem ritt auf einem pferd, tretboot, sagenhaft gutem sandwich und noch besserem schokoeis. da lohnt sch sogar das aufstehen um kurz nach 5 uhr -.-
heute poste ich mal ein bild, weil ich etwas nicht gemacht oder erlebt habe. schon sehr oft war ich in der altstadt punes unterwegs und jedes mal laufe ich staunend über den markt und durch die alte markthalle. jedes mal nehme ich mir vor, einmal an einem samstag vormittag vorbeizukommen, wenn das größte gewusel herrschen muss. und noch immer war ich samstags einfach zu faul und bequem, meinen hintern zur rechten zeit aus dem bett zu schwingen.
so auch heute. erlebt habe ich: nichts. getan habe ich: nichts. außer mehrere kaffee zu trinken und dabei gleich mal den neuen coffeeshop (keine angst, lars, nun gibt es alle drei: coffee day, barista und nun auch costa coffee). aber das war schrecklich, ich habe mir den hintern abgefroren, weil die klimaanlage wohl auf deutsche wintertemperaturen eingestellt war.
nun nehme ich es mir aber ganz, ganz fest vor: am nächsten freien samstag stelle ich mir den wecker um das morgendliche gewusel zu erleben. und ihr sollt mich daran erinnern…
pune 2010
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