ich habe eine kleine macke. oder eine etwas bizarre angewohnheit: ich mag kein kleingeld und schmeiße das immer weg. weil richtig wegschmeißen aber verboten und zudem noch äußerst bescheuert wäre, habe ich mir vor etlichen jahren, noch vor der euro umstellung, angewöhnt, alles was weniger ist als eine d-mark, in eine kiste zu schmeißen. nuja, die d-mark ist geschichte, die klimpergeldkiste habe ich damals in eine tüte gepackt und bei der sparkasse eingetauscht. aber seitdem ist das sammeln weitergegangen.

irgendwann hat die kiste und schließlich die großen gläser nicht mehr ausgereicht, unterdessen waren es sogar zwei gläser. jeder, der meinen schatz bewundert hat, hat mich überzeugen wollen, doch endlich die kohle einzuzahlen. schließlich bringt die auf dem konto mehr. aber ich bin standhaft geblieben. bis heute. eigentlich wollte ich so lange sammeln, bis ich eine badewanne voll geld zusammen habe. nach einigem überlegen und dem stärker werdenden wunsch, mir eine neue kamera zu kaufen, habe ich mich doch durchgerungen. und so schwer ist es gar nicht: in der commerzbank filiale gibts tatsächlich einen kleingeldeinzahlautomaten und der funktioniert sogar ziemlich gut. meine 17,6kg münzgeld schluckte die maschine in nur knapp einer halben stunde. dabei rausgekommen sind tatsächlich 561,55€, ein 50 franc stück aus neukaledonien (WTF?! wie kommt das denn zu mir?), 10 kanadische cent (again: WTF), 3,08US$, eine indische rupie, 3,52 DM, etwas über einen schweizer franken und zwei waschmarken oder ähnliches. damit lag ich mit meiner schätzung von 500,- ziemlich gut und wurde sogar leicht übertroffen. all das hat sich in knapp 7 jahren angesammelt, ein weiteres glas habe ich noch, darin dürften so knapp 150,- schlummern.


musik: pink | i got money now

boa, ist das lange her! 2004! sechs jahre. eine halbe ewigkeit. so richtig bewusst wird einem das erst, wenn man beispielsweise einen alten kalender rauskramt und durchblättert. seit 1997 hebe ich alle meine kalender auf und habe erst neulich darüber gestaunt, was ich mal alles so gemacht habe, wo ich schon war und was so in der welt passiert ist. genau so geht es mir auch gerade, wenn ich die alten einträge aus dem edyll aus der zeit vor wordpress durchgehe. doch in dem moment, wenn ich die alten texte lese, kommt mir alles wieder so nah vor, als wäre es erst gestern gewesen.

denn mein neulich geäußertes vorhaben, all die alten daten wieder herzustellen, meine ich durchaus ernst. anfang 2004 habe ich wohl damit begonnen, ein eigenes blog system für mich zu schreiben. vor allem habe ich das getan, weil ich a) wordpress nicht kannte und b) ich immer einen guten grund brauche, etwas eigenes zu programmieren. so ist das entstanden, was ich später gern weirdpress genannt habe. viel später – es ist nur knapp 2 jahre her, bin ich dann nach etlichen versuchen, weirdpress halbweg am leben zu erhalten, doch zu wordpress gegangen. leider ist es mir bislang nicht gelungen, die alten daten zu “migrieren” und obwohl ich eigentlich gern programmiere, habe ich jetzt auch keine echte lust, ein migrationsprogramm von meinem eigenen datenbankschema auf wordpress zu basteln. ein kurzer versuch, die daten per csv upload reinzubekommen, ist gescheitert, da es einfach nicht funktioniert hat. ohne fehlermeldung. und da hab ich einfach keinen bock drauf. also heißt es wohl oder übel, die daten manuell einzupflegen. dummerweise sind bei irgend einer datenrettungsaktion die umlaute in den blogeinträgen flöten gegangen. schade drum, denn das macht meine arbeit echt anstrengend.

ich habe also fest vor, jeden tag eine hand voll einträge zu kopieren und die umlaute dabei zu korrigieren. ich nehme ansonsten keinerlei änderungen, auch keine rechtschreibkorrekturen, vor. ich selbst bin über den inhalt teilweise sehr erstaunt und ich wünsche euch viel spaß dabei, in den alten zeiten zu stöbern. die einträge findet ihr alle in der kategorie edyll 1.0. damals wurde jeder eintrag noch mit drei status-updates versehen: stimmung, wetter und der musik, die ich beim schreiben des eintrags gehört habe (oftmals lief aber einfach nichts, darum habe ich meist speziell dafür musik angemacht). außerdem wurde jeder eintrag mit einem link versehen und bilder gab es auch noch nicht. ziemlich statisch, irgendwie. all diese daten erstehen wieder auf; was ich mit den kommentaren mache, weiß ich noch nicht. vielleicht kann ich die ebenfalls einpflegen, ansonsten müssen eben harte datenbank-updates helfen :-)

wer übrigens das echte edyll 1.0 feeling bekommen möchte, dem sei archive.org sehr ans herz gelegt (tipp: suche nach www.edyll.de!). dort kann man die entwicklung des edyll bis 2002 zurückverfolgen … sehr interessant… :-) das edyll vom 30.08.2004 sah wohl so aus: www.edyll.de


musik: frank sinatra | easy to remember

unser server wurde gehackt. ja kacke. und irgend ein fieser möpp (wahrscheinlich dieselbe chinesische hackerbande, die auch schon google attackiert haben, ist ja klar, wer sonst) hat den server dann dazu genutzt, spam mails zu verschicken. neeneenee, das war nicht ich, der mal wieder unsinnige bilder von fetten frauen, fallenden skateboardern oder blöde grinsenden katzen an seine wehrlosen kollegen geschickt hat. diesmal nicht.

das ende vom lied? der server wurde kurzerhand vom netz genommen und der rz betreiber hat eine entsprechende email geschickt, wir sollen uns doch bitte darum kümmern. mich ärgert das dann immer (ja immer, weil das leider nicht das erste mal war) vor allem, weil ich email mäßig von der umwelt abgeschnitten bin. denn seien wir ehrlich: die seite vermisst wohl niemand ernsthaft.

dummerweise habe ich so ziemlich alles von dem spärlichen wissen rund um die benutzung von linux per konsole in den letzten jahren verlernt. mac macht eben echt faul. und zufrieden. nach etlichem googeln und kurzen verzweiflungen (frage: wieso sehe ich den hier nicht die verzeichnisse mit den server daten? antwort: du musst das laufwerk erst mounten! *facepalm*) ist es mir, wie man deutlich sieht, sogar gelungen, den alten server zu sichern und dann den neu aufgesetzten zu konfigurieren (honestly: es war dann eigentlich nur noch ein user account einrichten und ein bisschen klicki hier, klicki da). diese aktuelle version der verwaltugnssoftware (plesk) ist schon echt gut und macht einem das leben sehr, sehr einfach. das, was da vorher drauf war (confixx), war schon echt mist.

nunja. kurz und gut: das edyll ist wieder da und in dem zusammenhang ist mir glatt eingefallen, dass auf meinem rechner noch ein uraltes backup der ersten edyll datenbank mit blog posts von 2004 bis 2007 rumliegt. drei jahre großartigstes. ich werde mal versuchen, das in den kommenden tagen in das wordpress zu migrieren…


musik: led zeppelin | communication breakdown