vor einigen tagen (ok ok, es sind schon mehrere wochen – so what) habe ich ja schon mal die neue nachbarin von inge erwähnt – jlo. und als wären die ganzen begegnungen mit den stars und sternchen dieser welt und der neuerliche zuzug einer popsängerin mit lateinamerikanischem hintergrund (bislang wurde mir noch nicht bewiesen, dass es nicht die jlo ist!) noch nicht genug, habe ich letztens noch ein neues klingelschild entdeckt. und zwar auf der anderen seite des flurs. und jeder, der unseren lieblingskunden aus ismaning aus eigener erfahrung kennt, kann sich mein erstauntes, gar erschrecktes gesicht vorstellen:

edit 19:56: gerade hat mich inge auf die krasseste aller ideen gebracht! nebenan wohnt jetzt wohl niemand aus einer it abteilung, sondern till schweiger! ja wieso bin ich denn nicht allein darauf gekommen? geilo. ob nora tschirner und alle ohrenlosen und doppelbeohrten tiere der welt denn auch da sind?


musik: dusty springfield | spooky

schneechaos. das ist für mich das wort zum winter. und wie viel wurde über das fiese wetter schon geschrieben, geschimpft, gerätselt. ich versuche es zwar, kann mich dem aber leider nicht ganz entziehen.

in der vergangenen woche bin ich mit einer kollegin nach hamburg gefahren. und just an diesem abend hat es erneut geschneit, von drei spuren der autobahn waren nur zwei befahrbar. dennoch ging es gut voran – bis zur a7. plötzlich fand ich mich hinter einer räumdienst-kollonne wieder und tuckelte mit knapp 40 über die autobahn. in anbetracht der fortgeschrittenen uhrzeit und der noch vor uns liegenden strecke, habe ich mich frech an den beiden räumern vorbeigedrängelt. dahinter war … nichts! niemand. nur die autobahn und wir.

und das eis. verdammt, war das glatt. aber da zum glück außer uns niemand sonst das wagnis eingegangen ist und sich an den schneeschiebern vorbeigetraut hat, waren wir sehr lange sehr allein. so kam es zum glück auch nicht zu unangenehmen berührungen mit anderen fahrzeugen. aber ich konnte mir endlich

einen traum erfüllen: einfach mal eine vollbremsung auf der autobahn machen. don’t try tis at home.


musik: vanilla ice | ice ice baby

seit mittwoch bin ich in paderborn, der universitätsstadt an der pader, deutschlands kürzestem fluss. als heimatstadt von heinz nixdorf und dem früheren firmensitz von nixdorf computer und heute wincor nixdorf, findet hier jedes jahr das vorbereitungstreffen der heinz nixdorf stipendiaten statt. von mittwoch bis samstag wurden alle 36 glücklichen in ein hoten einquartiert und werden den ganzen tag bespaßt. das ist eigentlich ganz sinnvoll, aber auch irre anstrengend. kaffeepausen gibts kaum, stattdessen sind wir ständig mit gruppenarbeiten zu interkulturellem training beschäftigt.

das schöne ist, dass sich alle stipendiaten kennenlernen – über alle länder hinweg. nach china und japan fahren die meisten, indien ist mit 5 leuten die drittgrößte gruppe. nach taiwan und vietnam fahren je zwei, der kollege für südkorea ist dieses jahr ganz alleine. der gestrige tag bestand fast vollständig daraus, das unternehmen wincor nixdorf und das heinz nixdorf museumsforum kennenzulernen. neben dem gegenseitigen kennenlernen der leidensgenossen ist ein wichtiger teil, sich mit dem jahrgang von vor zwei jahren zu unterhalten (der jahrgang direkt vor uns ist ja gerade noch unterwegs, darumüberlappt sich das immer). und mal wieder hat sich der alte spruch “man sieht sich immer zwei mal im leben” bewahrheitet: unter den rückkehrern aus südkorea befindet sich auch ein ehemaliger kommilitone von mir, der ji-un, der leider bereits nach dem ersten semester damals ibm verlassen hat. nach seinem freiwilligen ausscheiden sind einige gerüchte umgegangen, was er denn nun mache. also ein ist sicher: sport hat er nicht studiert. stattdessen bwl in köln. und nach dem studium eben nach südkorea und so sieht man sich wieder.

die welt ist wirklich klein. und verrückt.


musik: huey lewis & the news | small world