vor einer woche ist etwas eigenartiges geschehen. ich habe nicht gedacht, dass sowas passieren kann und habe auch noch nie gehört oder gesehen, dass das bei anderen menschen passiert ist. mein süßstoffspender war leer. 1200 kleine weiße süßlinge habe ich also verbraucht und plötzlich stand ich ohne da. das haltbarkeitsdatum war seit ende märz 2008 längst überschritten, aber das macht den kleinen chemobomben nichts. an den kauf kann ich mich ohnehin schon lang nicht mehr erinnern – war das noch in mannheim, oder schon in gütersloh? ich tippe auf die stadt meiner studienzeit, die ich ende 2005 verlassen habe.

nun also frisch ans werk und eine neue packung besorgt. weil mich 79 cent bei einer investition, die schätzungsweise 6 jahre halten wird (bei durchschnittlich zwei tassen kaffee pro woche und zwei pillen pro tasse) abgeschreckt haben, konnte ich mich nicht dazu durchringen, den billigen krams von tip zu kaufen und habe stattdessen die kleine und ungleich teurere variante von natreen gewählt. dann ist wenigstens nch 250 tassen schluss und ich kann neu wählen. prost.


musik: u2 | the sweetest thing

es ist winter in deutschland. gestern zeigte mein thermometer schreckliche -12¬∞ an, als ich morgens meine schützende wohnung verlassen habe. nicht nur eisige temperaturen, sondern auch eine beständige schneedecke haben sich in deutschland festgekrallt. ja, auch das sonst wenig winterliche ostwestfalen hat väterchen frost voll unter kontrolle. general winter hat zugeschlagen.

neben all den fiesen unangenehmen begleiterscheinungen des derzeitigen wetters (schleichende autofahrer, kalte füße trotz heizungseinstellung auf 5) hat der dauerfrost auch seine guten seiten. so haben meine kollegen und ich in den vergangenen tagen gelernt, dass maulwürfe keinen winterschlaf halten, sondern noch viel munterer erscheinen als sonst. schon immer war ich fasziniert von der verpickelten wiese hinter unserem bürohaus. stets präsentiert sich die rasenfläche als bizarre anordnung absurd vieler maulwurfhügel. im sommer hat die beulendichte jedoch stark abgenommen und ich bin schon von hinterhältigem mord oder wenigstens einem großangelegten umsiedlungsprogramm ausgegangen.

bis letzte woche. da ist mir aufgefallen, wie extrem die wiese derzeit aussieht. und nach den neuerlichen schneefällen war alles klar: skippy lebt und ist munterer als eh und je. durch die ansonsten weiße landschaft ist sein treiben noch viel deutlicher zu erkennen und ein kleines experiment zeigt das deutlich (die bilder sind am dienstag abend und heute über den tag verteilt entstanden):

Dienstag, 17:34 Mittwoch, 10:46 Mittwoch, 14:39 Mittwoch, 15:07
Mittwoch, 17:35 donnerstag, 9:32 freitag, 14:56 freitag, 16:14

schön zu sehen, wie skippy nachmittags aktiv wurde und ganz rechts noch ein häufchen wuchs. gegen 15 uhr war er so munter, dass wir sogar begeistert mitverfolgen konnten, wie frische erde herumkullerte. ich bin mehr als gespannt, wie es in den nächsten tagen weitergehen wird.

***update 30.1.2010***
meister buddelflink skippy war in den letzten zwei tagen sehr fleißig und hat sich vom fieskalten wetter nicht unterkriegen lassen. darum konnte ich die tolle sammlung der bilder erweitern :-) viel spaß


musik: anja schneider | mole

sehr lange ist es nun schon her, dass ich mit meiner damaligen freundin steffi und dem vater von laura, einer gemeinsamen freundin, nach südtirol zum snowboardfahren gefahren bin. das ist schon so lange, dass ich weder weiß, wieso laura selbst nicht dabei war (anders als geplant), noch wo die reise eigentlich hin ging und auch nicht, wann das war. aus dem gedächtnis heraus hab ich gesagt, es war so vor knapp 8 jahren.

*kramsraschelknitter*

zum glück habe ich aber all meine kalender von anno tutz noch griffbereit und weiß nun mehr: es war im februar 2002. jedenfalls klebt am 4.2.2002 ein skipass mit dem aufdruck “07.02.02″ in meinem kalender. kronplatz. dolomiten. aha. super.

wieder ein kleiner ausflug in die vergangenheit, ohne den die gegenwart nichts wäre. am vergangenen wochenende war ich nun aber nach langer bergabstinenz wieder wintersportlich aktiv: erst ein kurzer snowboard auffrischungskurs auf dem idiotenhügel, dem dorflift in bolsterlang. bei diesem kurs hab ich dann endlich mal gelernt, wie man mit dem schlepplift auf dem board steht. klappte auch alles ganz prima – zumindest besser, als bei den drei teenies, die mit dabei waren. dabei war das sogar deren dritter tag in folge. aufgefallen ist mir dabei, wie doof teenager eigentlich wirklich sind: maulig, unmotiviert, doof. statt die chance zu nutzen und sich etwas zeigen zu lassen, hat eine teilnehmerin dann lieber die zeit mit ihrem freund rauchend am rand der piste verbracht. nuja.

am sonntag dann: nebel und doofes wetter. erst sah es schlecht aus, aber alles gute kommt von oben, oder ist zumindest da. und wenn unten im tal der nebel hängt, muss man eben drüber stehen. und rauf aufs nebelhorn! und die haben wirklich recht – es war das höchste für mich: tolles wetter, strahlender sonnenschein und eine tolle piste. großartig ist es wirklich, wenn man oben am berg steht und wie auf dem bild unten im tal die wolken hängen sieht.

gebrochen habe ich mir auch nichts, also alles klaro. noch halte ich mich brav nur auf den blauen pisten der welt, aber wartet nur…


musik: red hot chili peppers | snow (hey oh)