ich kann es kaum glauben und einige von euch sicher auch nicht. ich habe es hinter mich gebracht und habe erhobenen hauptes im laufschritt die ziellinie überschritten. mein schmerzender linker knöchel hat mich selbst anfangs noch zweifeln lassen. aber absurderweise ließ der schmerz beim laufen selbst nach – was ich von meinem derzeitigen schmerzempfinden leider nicht gerade behaupten kann.
die ersten kilometer waren ganz gut. wir sind in schönstem regenwetter vor dem porta-markt in minden gestartet. dann ging es durch ein wohngebiet und anschließend der weser entlang. die hälfte war in einem stadtpark erreicht, dann durchquerten wir die innenstadt, in der erstaunlich wenig los war. kein wunder, es regnete noch immer ganz leicht. ich habe erst gedacht, der regen würde mich stören, aber zum glück war es gar nicht so. stattdessen kühlte der regen mich, und irgendwann hatte ich mich schlicht daran gewöhnt.
kilometer 16 war der schwerste. ich bin einige meter gegangen und konnte mich kaum motivieren, noch weiterzulaufen. aber wenn man nur noch 5 kilometer vor sich hat – oder besser: bereits fast 80% hinter sich hat, gibt man auch nicht mehr auf. also los, weiter. getreu dem motto “der schmerz geht, der stolz bleibt”.
nach ziemlich genau 2 stunden und 28 minuten bin ich dann ins ziel getrabt. völlig erschöpft und froh. meine drei mitläufer christine, andré und daniel waren weit vor mir da (daniel nach etwas über 2 stunden, christine und andré nach 2:13. andré war heilfroh, so gut angekommen zu sein, nachdem er sein training aufgrund schnupfen (schweinegrippe?
) in den letzten wochen aufgegeben hat. daniel jedoch war die enttäuschung ins gesicht geschrieben. er hatte sein eigentliches ziel, unter zwei stunden zu bleiben, leider nicht geschafft. tut mir ehrlich leid, daniel. aber vergiss’ deinen ehrgeiz – ich finde, wir sind alle vier ziemlich gut gelaufen. da gibt’s nix, wovor man sich verstecken muss. und auch andré lebt noch, wir können die bereits geplante wohnungsauflösung vergessen
ein ganz großes dankeschön an dieser stelle an unsere tollen groupies! nina, daniela und najko haben ganze arbeit geleistet und uns kräftig angefeuert.
nun ist es vorbei und ich mächtig stolz (und alles, wirklich alles, tut weh).
gute nacht.
musik: a-trak | running man



[...] alles ganz anders als gedacht. Angefangen hat das ganze gegen Ende letzten Jahres, als ich meinen Kollegen Martin freundlich aber bestimmt
[...] mal wieder so weit: halbmarathon! diesmal in münchen und auch nicht ganz so zahlreich, wie noch im vergangenen jahr in minden. aber nicht nur die location war anders, sondern auch ganz klar die vorbereitung und [...]