am vergangenen sonntag – also vorgestern – waren nina und ich in berlin mit anni zum frühstück verabredet. auf dem plan stand erst kräftig schmausen in meinem lieblingslokal, dem zebrano. es gab muhammad ali und rudi carell. anschließend war eine schlenderung (wie sonst wohl heißt das nomen zu schlendern?) über den nahegelegenen trödelmarkt am boxhagener platz geplant. mit dem festen ziel, mir endlich mal wieder irgendwas auf dem flohmarkt zu kaufen, stapfte ich mit den beiden mädels durch die kälte.
nach knapp der hälfte das ziel: an einem stand wurden leuchtreklame-buchstaben angeboten, es gab ein R, ein S, ein E und ein A (ja, daraus kann man “arse” legen…
). da ich konkret für meine neue bude etwas suche, weil ich weiß, dass ich dort genug platz haben werde (hoffentlich!), ein gefundenes fressen. eigentlich dachte ich dabei eher an einen großen spiegel für den flur, eine schicke lampe oder ein kleinmöbel, aber wieso nicht ein quietschgelber, 50cm hoher buchstabe aus blech und plastik?
bei nina und anni musste ich etwas überzeugungsarbeit leisten, aber schließlich konnten wir uns sogar auf einen buchstaben einigen: A. das eine A war leider schon weg, der typ hatte aber noch ein zweites in seinem lager. ich also zu gestern früh um 9 mich mit ihm dort verabredet. dann ging auch alles ganz schnell: 65,- fürs A gezahlt (hey, ich hab ihn runtergehandelt, der erste preis war 75‚Ǩ!
) und ab nach hause zum frühstück.
und nun kommts: ich weiß sogar, wo das A herkommt! es ist kein identitätsloser buchstabe, sondern sinnbestimmender bestandteil des restaurants “seeterrassen” am fennpfuhl in berlin. das restaurant wurde im oktober diesen jahres abgerissen und so kam der händler zu den buchstaben. und wie der zufall so spielt, habe ich sogar ein bild gefunden. danke an clemens lerche, der das bild im juli 2007 aufgenommen hat!
als nächstes werde ich dem buchstaben wieder leben einhauchen und ihm ein strahlendes inneres verschaffen – denn das ist leider nicht mehr da. dann kann sich der kasten auf eine ruhige, wettergeschützte zeit in meinem neuen flur freuen
musik: knorkator | a

danke für die verlinkung. sehr schöne geschichte, obwohl auch schade, dass das gebäude abgerissen wurde. wer wohl das T mit krone hat?
gruss clemens