yes, indeed. am 6. juni habe ich leider eine rote ampel in düsseldorf übersehen. also bin ich nun knapp 180 euro los und fahre seit zwei wochen mit dem rad zur arbeit. es sind zwar nur knapp 8 kilometer, aber bei dem momentanen regnerischen nieselwetter ist das eine wirkliche strafe. mein auto habe ich an lars weitergegeben, der kann momentan mehr damit anfangen. also sind nina und ich auch am wochenende etwas eingeschnränkt in unserer mobilität – leider.
so wird der nachteil der provinz noch deutlicher: man ist immer auf ein auto angewiesen, selbst, wenn man eigentlich in einer stadt lebt. die abwesenheit eines vernünftigen öffentlichen nahverkehrs ist erschreckend, wenn man den öpnv benötigt. und im ernst: busse sind keine alternative, wenn man für eine strecke von nur 8 kilometer weit mehr als eine halbe stunde braucht. zum vergleich: mit dem rad bin ich nach nur ca. 20 minuten am ziel.
vor drei tagen erreichte mich jedoch ein schreiben, das meiner ohnehin hohen strafe noch die krone aufsetzte: der landrat teilte mir mit, das mein konto mittlerweile 10 punkte aufweist und verwarnt mich. soweit ganz nett, dachte ich. ich wollte sowieso wissen, wie viele punkte ich schon gesammelt habe. der letzte absatz hat es aber in sich: “die kosten für diese verwarnung betragen 21,35 euro.”
also fassen wir zusammen: erst werde ich (zu recht) bestraft. meine strafe wird erhöht, weil ich schon punkte habe (nagut, ok, ich sehe ein, ich bin ein wiederholungstäter). meine bestrafung besteht also aus punkten, einer geldstrafe und einer erhöhung der geldstrafe. und nun muss ich nochmal geld dafür zahlen, dass mir mitgeteilt wird, wie oft ich schon bestraft wurde??? sorry, freunde, ich finde das mehr als mies. ja, ich verstehe den unterschied zwischen einem informationsschreiben und einer ordentlichen verwarnung. und ich sehe auch ein, dass nicht die allgemeinheit für meine vergehen bezahlen muss und ich für die anfallenden gebühren aufkommen muss. aber wieso muss das mit der verwarnung denn sein? wieso wird nicht einfach auf dem bestrafungsschriebs, auf dem mir mitgeteilt wird, dass ich zusätzliche punkte bekomme, die bereits vorhandene punktezahl genannt? dann wäre kein zusätzliches schreiben notwendig. wieso ist es so verdammt kompliziert, seinen führerschein abzugeben? warum muss ich den nach düsseldorf schicken und kann den nicht einfach bei der polizei in gütersloh abgeben? wieso muss ich den überhaupt abgeben – bei ausländischen führerscheinen müsste ich den auch nicht abgeben, sondern mich nur mit einer eintragung darin begnügen. das ergibt alles keinen sinn in meinen augen, sondern kostet nur unnötig geld. mein geld.
also kann ich eigentlich nur jeden raten, aus diesem miesen punkteprogramm auszusteigen – die prämien sind bescheiden und man kann sich seine punkte nicht auszahlen lassen.
musik: fats domino | i'm walking
[...] Verkehr auch schon passend beschrieben. Aber ich will mich nicht beschweren, es gibt ja Leute, die dieser Tage unfreiwillig zu Fu