während andere fein dekadent für nen einzigen tag nach sankt peter ording düsen, um den sonnenschein zu genießen, sind nina und ich für ein sehr verlängertes wochenende nach holland zum zelten gefahren. ja zelten, ja mitte september. hauptziel für freitag war der käsemarkt von alkmaar. der findet nämlich jeden freitag von 10 bis halb eins statt. jeden freitag von april bis mitte september. leider ist der 13. 9. nach holländischer zeitrechnung gar nicht mehr mitte september, also nix mit käsemarkt.

das sorgte natürlich und berechtigt erstmal für einigen unmut, der plötzlich einsetzende anhaltende regen machte die sache auch nicht gerade besser. aber wir haben uns besonnen, sind nicht schwach geworden und trotz widriger umstände beim zelten geblieben. als einzige auf dem platz.

samstag fing dann auch wieder brav mit regen an, zum glück waren wir in amsterdam und so hat mich ein souvenierladen gerettet und fein in einen feschen plastiküberzug gestülpt. der tag konnte nur noch besser werden und wurde es auch. ab dem frühen nachmittag klarte es auf und die sonne begleitete uns für den rest des wochenendes. amsterdam wurde gleich noch viel schöner, als es ohnehin schon ist. leider war die schlange vor dem anne frank haus zu groß, also haben und das geklemmt und sind stattdessen lieber einfach nur durch die stadt geschlendert.

sonntag und montag waren – man glaubt es kaum – strandtage. nach einem erbitterten kampf mit der halbkaputten strandmuschel stand sie doch irgendwann und rettete uns vor dem fiesen wind. perfekt.

alles in allem ein wirklich tolles wochenende, das stilecht mit stau auf der rückreise am montag endete.

dummerweise habe ich meine digiknipse momentan verbummelt und der film in ninas analogfotomaschine war voll. also gibts leider keine bilder von dem trip :(


musik: sascha funke | i love this tent

also dass google gestern mit chrome einen neuen, eigenen browser als große tolle konkurrenz zu safari, firefox und internet explorer herausgegeben hat, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. da mch neue technologien ja prinzipiell interessieren, habe also auch ich mir das heiße eisen gestern runtergeladen. erst habe ich mir aber das comic zum browser angesehen. das fand ich bislang übrigens am besten an chrome: ein comic, um ein neues produkt mit einer selbsterklärtermaßen neuen tollen technologie zu erklären.

der große vorteil von chrome als neuer browser gegenüber seiner konkurrenz ist auch schon genau die tatsache, dass er so neu ist. kein altes coding, keine altlasten aus uralt-versionen, eine große fülle von dingen, die man von der fehlerbehafteten konkurrenz lernen kann. alles neu entwickelt und das von dem internetunternehmen schlechthin. wer könnte besser wissen, wie man mit dem internet umgeht, als google?

nunja. das für mich und mein momentanes projekt wirklich reizvollste an dem browser ist die komplett neu entwickelte javascript laufzeitumgebung. denn im gegensatz zu den verfügbaren interpretern ist die neue auf hochkomplexe skripte ausgelegt und soll damit wesentlich schneller fluppen. so jedenfalls google in dem comic.

ein weiterer vorteil: jeder tab läuft technisch gesehen als ein eigener prozess, genauso auch jedes plugin und eben das javascript. der vorteil: jeder tab funktioniert so wie ein völlig unabhängiger eigener browser. wenn der abschmiert, bleibt der rest funktionsfähig. da ich erstmal davon ausgehe, dass software funktioniert, bis

ich das gegenteil herausgefunden habe (das ist revolutionär – normale kunden gehen genau andersherum an die sache!), war ich schon ein bisschen traurig, dass das symbol für einen gecrashten browser so lustig aussehen soll und ich das ja wohl nie zu gesicht bekommen werde.

kaum installiert, ging’s gleich los: erst zu spiegel.de, dann zu youtube, weil das ja so toll funktio … aber halt, was war das? der ganze browser ist blockiert und nach einer längeren weile sehe ich es: das schwarze symbol mit dem weinenden puzzleteil.

wie man heute bereits lesen kann, ist auch die meinung der all zu euphorischen “fachpresse” mittlerweile einer gesunden skepsis gewichen.

mein fazit ist, dass chrome sicherlich ein nettes spielzeug ist. leider noch nicht ausgereift. und dummerweise ist google auch nicht gerade das unternehmen, dem ich quasi meine onlinebanking daten aufschwatzen möchte.


musik: vnv nation | crome

regelmäßig dient mir spiegel online als universelle und oftmals spaßbringende nachrichtenquelle. heute jedoch schreiben die lieben freunde von spon etwas, das nur zu wahr ist, um schön zu sein. “der regen wird wärmer” geisterte ja schon öfter als universeller witz zum thema sommer in gütersloh. der heutige artikel über die regierungsprognose zu den folgen des klimawandels bestätigt in eindrucksvollen grafiken diesen als spaß missverstandenen spruch:

wie man in dem artikel und auch auf den freundlich geklauten bildern [bild 1: lage von ostwestfalen, wikipedia; bild 2: jahresdurchschnittstemperatur, SPON; bild 3: niederschlagsmenge, SPON] sehen kann, wird es in ganz deutschland deutlich wärmer – bis auf ostwestfalen. auch wird erwartet, dass die niederschlagsmenge pro jahr zunimmt. was ist denn da eigentlich los? ich habe den eindruck, irgendwie müssen die ostwestfalen vor einigen jahrhunderten den wettergott mächtig erzürnt haben, dass sie (und damit nun auch ich) so getraft werden.


musik: prince | purple rain