ich reise wirklich gern und ich mags auch, wenn mein leben ein bisschen stressig ist. aber wie meine vergangene woche verlaufen ist, war dann doch nicht ganz das, was ich mir wünsche oder vorstelle.
das vergangene wochenende haben nina und ich im wesentlichen auf der geburtstagsfeier meiner mom in berlin verbracht. eine nette kleine feier mit bowling-competition. es wird niemanden in erstaunen versetzen, wenn ich an dieser stelle verkünde, natürlich nicht gewonnen zu haben. ich wurde (glücklicher/knapper) fünfter und habe einen trostpreis bekommen. mein loser-karma strahlt also über den badmintonplatz hinaus. na was solls
am sonntag ging’s dann nach düsseldorf zu nina, am montag hatte ich einen termin in münchen. und da ist es ja egal, ob ich nun von gütersloh oder von woanders anreise. denkste. denn obwohl die reine entfernung nahezu gleich ist, dauerts doch länger. ich habe meinen termin aber dennoch gut geschafft und den tag ansonsten gut rumbekommen. abends bin ich nach langer zeit mal wieder im hotel zum tänzelnden ponni bei lars untergekommen.
bald wurde klar, dass sich mein karma vom thema sport losgelöst und ein gewisses eigenleben entwickelt hat. anders ist es nicht zu erklären, dass es in meinem beisein nicht gelang, mit lars’ neuem brotbackautomat ein anständiges brot nach ganz einfachem rezept zu backen, obwohl es ihm allein zwei tage zuvor noch gelungen ist.
nach einem leckeren frühstück am nächsten morgen (mit brötchen statt dem zermurkelten brot) habe ich mich wieder ins auto richtung gütersloh gesetzt. und war fast alleine, denn wie ich einige stunden später einer sms entnehmen konnte, habe ich igor (mein macbookpro für alle staundenden) und den gesamten koffer, in dem er lag, einfach in unterföhring vergessen. *grml* doofdoof.
zum glück hat nina noch eine analogkamera, die tolle bilder mit manchmal ausgefransten überbelichteten weißen ecken macht – da war der temporäre verlust der digicam, die ebenfalls in dem koffer war, zu verschmerzen – denn nur zwei tage später haben wir uns auf den weg nach oslo zu anne und tim gemacht.
bevor’s losging, musste ich aber erst noch von gütersloh zum flughafen düsseldorf. eigentlich keine schwere aufgabe, nach düsseldorf fahre ich ja regelmäßig, 2 stunden reichen locker. entgegen meiner überzeugung, es ginge schneller, sich im stau hinten anzustellen, bin ich lemming-artig den anweisungen von natscha, meiner navi-schlampe, gefolgt. leider. denn so lernte ich nicht nur hamm und bochum, sondern auch meine eigene ungeduld kennen: ich kann wirklich richtig fies autofahren, drängeln und rechts überholen. hiermit entschuldige ich mich bei all den anderen autofahrern, die unter mir gelitten haben. letztlich habe ich es noch gerade so rechtzeitig geschafft – knapp 10 minuten später machte der check in schalter zu. bezahlt habe ich das erst am sonntag – in form eines parktickets für unverschämte 90 euronen.
an dieser stelle würde ich gern ein paar bilder präsentieren, aber das muss erstmal ausbleiben. all zu viele worte möchte ich aber auch nicht ersatzweise verlieren – fahrt lieber selbst mal hin. oslo ist eine wirklich tolle, schöne und interessante stadt. der einzige echte nachteil ist, dass es ziemlich dolle teuer ist. nen menü bei brgrkng (ich will hier echt keine werbung für fast food machen, ihr wisst, wen ich meine
) liegt bei über 8 euro und dabei habe ich mich letztens schon gefragt, wieso ich unglaubliche 7,70‚Ǩ für nen sondermenü beim gezahlt habe.
aber zurück zu oslo: das wetter war bis auf samstag fantastisch toll, die sonne geht erst spät unter und um mitternacht ist es noch immer dämmerig, richtig dunkel wird es um diese zeit gar nicht erst. die landschaft ist toll und ich bin immer wieder erstaunt, wie entspannt die menschen in anderen ländern im vergleich zu deutschland zu sein scheinen: kein hupen auf der straße, keine hektik, kein stress. ich wünschte mir wirklich, wir deutsche würden endlich etwas von dieser lockerheit abbekommen.
nuja. am donnerstag und freitag vormittag sind wir einfach durch oslo gestromert, haben die stadt in uns aufgesogen. ab freitag nachmittag bis samstag abend waren wir mit anne und tim per motorboot im oslofjord unterwegs, nina und ich haben diese eine nacht auch an bord verbracht. leider war das wetter am samstag ziemlicher mist – trübe, kalt und verregnet. sonntag noch ein abstecher in die stadt und ins fram museum – sehr interessant.
die rückreise ging ohne komplikationen oder vergessene dinge über die bühne und dank der kurierdienste eines kollegen sind igor und ich nach fast einer woche auch wieder gücklich vereint. nur die wurst, die ich münchen in den koffer gepackt habe, ist nicht mehr so richtig lecker
musik: talvin singh | traveller
Du musst unbedingt noch erwähnen, dass du in Norwegen den weltbesten Brownie gegessen hast!!!