streik nervt immer ziemlich, vor alem, wenn man davon betroffen ist, oder aber einfach durch die mediale aufarbeitung genervt. zuerst der monatelange bahnstreik, der mich zwar prinzipiell nicht interessiert hat, aber von dem ich einfach durch die ausdauer und die sturheit der beiden konfliktparteien genervt war. klar wollen die lokfahrer mehr geld und natürlich will mr. mehdorn das nicht zahlen. naja, schwamm drüber, irgendwie haben sich die streithähne geeinigt und nun sind die leute von der post dran.
ich finde es schon allgemein recht frech, einfach 7% mehr zu verlangen. nunja, die aktuelle wirtschaftslage ist nicht schlecht und der post geht es vielleicht auch nicht übel. aber im ernst: 7% mehr? da darf sich doch keiner wundern, wenn die preise natürlich auch steigen, wenn die mitarbeiterkosten derart stark steigen. aber im moment ist das wohl eher säbelrasseln und gehört zum normalen verhandlungsgeschäft der gewerkschaften und hat wohl recht wenig mit dem tatsächlichen ergebnis zu tun. das kennt man ja.
das eigentliche problem der postmitarbeiter ist aber ein anderes: bei ihnen spielt es gar keine rolle, ob sie streiken, letztlich schießen sie sich damit ins eigene knie. im gegensatz zu lokführern bleibt die arbeit bei der post nämlich im wahrsten sinne des wortes liegen und wartet sehr geduldig auf abarbeitung. reisende bleiben nicht einfach mehrere tage am bahnsteig stehen.
so kommt es dann also dazu, dass der tarifabschluss per streik am ende teuer bezahlt wird, denn die briefe und pakete müssen ja trotzdem ausgetragen werden. und da kommt mir ein anderer gedanke: auf wessen rücken wird das denn letztlich ausgetragen? ich glaube, dass die briefträger die eigentlich dummen sind, denn sie müssen die große last puckeln und verteilen. dabei streiken die nichtmal.