eigentlich ist es jetzt schon ein bisschen zu spaet. auf jeden fall schon vorbei. dabei haben wir uns so angestraengt, in den vergangenen tagen moeglichst wenig zu machen, damit die zeit nicht so schnell vergeht. aber nix ist, nun werden wir wohl entgueltig aus dem paradies vertrieben. gestern frueh gab es ein stueck apfel zum fruehstueck, das war wohl der fehler.

am 26. sind wir, wie bereits geschrieben, nach koh samui aufgebrochen. wir haben vorher im reisefuehrer gelesen uns auch gesagt bekommen, dass diese groesste der drei inseln im golf von thailand die weitaus touristischte ist, eher eine art malle oder so. und so ist es denn auch: am groessten strand der insel, chawaeng, gibts nen burger king und einen mc donalds, ueberall stehen grosse werbeplakate, die darauf aufmerksam machen, dass es jetzt bald und sofort tolle luxusvillen mit rundum-strandblick gibt. zum glueck haben wir ein plaetzchen an einem anderen strand, etwas abseits vom laem und trubel saufender englaender und schweden gefunden. und wie bei malle gilt auch hier, dass es “noch wirklich tolle und ruhige plaetze” gibt.

vorgestern haben wir uns wieder ein moped ausgeliehen und sind einmal komplett um die inse gefahren. das merkwuerdigste bei diesem ausflug war wohl der mumifizierte moench (ein richtiges bild folgt spaeter). schon schraeg. da wir der moench, nachdem er 1973 starb, von seinen angehoerigen in diese pose gesetzt und ausgestellt. das coolste ist aber auf jeden fall die sonnenbrille…

leider ging es mir ab vorgestern abend nicht so besonders, eher im gegenteil. darum kam es mir auch ganz gelegen, dass wir ohnehin geplant hatten, den gestrigen tag komplett am strand zu vergammeln. aber erst noch das moped wegbringen, was schon eine erfahrung fuer sich war: als wir um kurz nach 9 an dem laden ankamen, war der zwar offen, aber niemand da. also klopfen und rufen, aber keine reaktion. der nachbar versuchte uns zu bedeuten, dass der typ wohl gleich kommen wird, aber nichts passierte. also haben wir die zeit mit kartenspielen verbummelt, wir sollten das moped ja bis 10 uhr abgeben. nach 20 minuten tauchte der chef der bude dann auch ploetzlich auf, setzte sich kommentarlos an seinen tisch als waere nix gewesen und das wars dann auch. schon manchmal lustig, fremde arbeitsweisen zu sehen :)

mir gehts uebrigens mittlerweile wieder gut, keine angst. jetzt gleich (in etwa einer stunde) geht es weiter mit der faehre nach surat thani und von dort mit dem bus nach bangkok, wo wir hoffentlich morgen gegen 6 ihr frueh eintreffen werden. dann haben wir noch gut zwei tage zum shoppen, bevor uns der grausame, kalte deutsche alltag wieder einholen wird :(

wahrscheinlich war das der letzte eintrag aus tailand von mir, also machts besser … wir lesen uns in ein paar tagen aus guetersloh. mit umlauten.

nun ist es klar: das paradies gibts doch noch und wir haben es gefunden. es war zwar nicht ganz so einfach, aber nach gefuehlten 16 stunden bahnfahrt (echten 7,5), etwas bus und fast 6 stunden auf einer eigenartig rumpeligen frachtfaehre kamen wir vor einigen tagen (ich habe hier voellig die zeitrechnung vergessen) hier auf koh tao an. und es ist genau so, wie im neckermann katalog: weisse straende, palmen, haengematten und gute laune everywhere. super. aber morgens um 6 sassen wir erst noch ein bisschen am pier rum, mussten uns nach der fahrt erstmal orientieren. was dann kam, war alles andere als traumhaft: ein aetzender marsch auf einer huegeligen, nein steilen, trockenen staubpiste. nach gut einer stunde fussmarsch – wir waren beide unterdessen klitschnass geschwitzt – standen wir vor dem ziel jedes erholungsuchenden: einsame huetten am strand, strohbedeckt. aber leider hatten die nix mehr frei (und beim zweiten hinsehen waren die huetten eh nicht mit stroh gedeckt, sondern nur mit blech – dank an nina fuer diesen hinweis ;) ). aber im nachbarbungalowdorf gabs dann doch noch was und wir haben den preis erfolgreich auf nur 400 baht (=8 euro) pro nacht runtergehandelt. alles super.

die naechsten tage waren recht gleichfoermig: morgens in den groesseren ort (am 2. tag haben wir zum glueck einen wesentlich leichteren weg gefunden, schwitzfaktor 3) und den jeweils kommenden tag organisiert. das war nicht ganz so geplant, denn eigentlich wollten wir gestern nicht wieder in den ort laufen, sondern uns fein abholen lassen zu einem schnorcheltrip rund um die insel. aber anscheinend wurden wir vergessen, also mussten wir ja hin und unser geld zurueckfordern. hat auch alles geklappt und wir waren also heute schnorcheln und gestern nach mittag am strand. beised war schoen, der strand aber insgesamt besser, das schnorcheln leider ein wenig enttaeuschend. die fische sind nicht alle so schoen bunt wie auf den bildern, der eine schnorchel kaputt und schliesslich meine brille auch. nein, nicht die taucherbrille, die echte, durch die ich kucken tu. mist. aber nun weiss ich wenigstens, wieso ich seit bestimmt 10 jahren immer eine ersatzbrille dabeihabe, die ich noch nie gebraucht habe. hmmpf.

und wie weiter? morgen gehts nach koh samui und dann schaun wir mal, dann sehn wir schon. oder so.

seit gestern abend sind wir in kanchanaburi. aber immer schön der reihe nach.
am vergangenen sonntag haben wir uns auf eine dreitägige tour durch den dschungel bei chiang mai gemacht. pünktlich wurden wir morgens abgeholt (das finde ich hier beinahe am erstaunlichsten: die thais sind immer sehr pünktlich, anders als inder…) und haben dann noch 9 weitere freizeitpfadfinder aufgesammelt: ein pärchen aus südafrika, eines aus deutschland/england, eins aus frankreich und eine dreiköpfige familie aus dänemark.
nachdem wir komplett waren, ging’s etwa eine stunde auf der ladefläche eines pick-ups (mit sitzbänken und dach, keine angst!) einen highway entlang nach norden bis zu einem markt. erste rast, wasser. dann noch eine stunde weiter, zweite rast, mittagessen, anschliessend “verkaufsshow” einheimischer frauen, die schlecht gearbeitete armreifen, holzfrösche und täschchen an den mann bringen wollten. der dänische vater zeigte sich alles andere als interessiert, hat sich dann aber doch nach harten verhandlungen zu einem armreifen und einer zwille durchringen können.

anschliessend noch einmal weiter im auto, aber nur kurz, dann ging es wirklich ans wandern. zuerst ein spaziergang, entlang eines asphaltierten weges. ich habe schon befürchtet, die einzige spannung bestünde an diesem trip darin, nicht vor hitze und durst einzugehen. aber dann bogen wir ab auf einen kleinen trampelpfad, der es in sich hatte: wir wanderten bestimmt eine stunde ziemlich steil bergan, durch einen bizarren wald, der teilweise wirklich von feuer verbrannt war (aber komischerweise nur auf einer seite und auch nicht vollständig, sehr eigentümlich) und andererseits einfach entlaubt erschien, wie ein deutscher wald im herbst. der weg war eine einzige tortur, es war unglaublich heiss und mein t-shirt war so durchgeschwitzt wie nie. die dritte stunde unserer wanderung ging eher bergab, was aber auch nicht unbedingt einfacher ist.

schliesslich erreichten wir erschöpft das dorf des lahu-stammes, toll gelegen direkt an einem kleinen fluss. den haben wir auch gleich erstmal zum baden genutzt, denn duschen gab es eigentlich nicht, und wenn doch, dann wollten wir sie lieber nicht benutzen :)
geschlafen haben wir alle zusammen in einer bambushütte und geweckt wurden wir am montag morgen ab 4 von einem konzert mehrerer hähne, die sich alle ganz toll fanden. leider ist die zwille des dänen bereits beim probeschuss kaputtgegangen, so waren wir dem gekrähe hilflos ausgeliefert. etwa eiune stunde nach dem frühstück, nachdem wir uns von den dänen und dem deutsch/englischen pärchen verabschiedet hatten (sie hatten nur die 2-tages-tour gebucht) ging es weiter zu fuss durch den dschungel bis wir nach zwei stunden ein elefantencamp erreichten. wieder am fluss gelegen und bis zum mittag genug zeit zum baden. nach dem essen sind wir eine stunde auf den elefanten durch den wald geritten und obwohl ich das schon mal gemacht habe, fand ich es wieder super, sich von diesen tollen grossen tieren (diesmal nur zu zweit pro elefant) gemütlich tragen zu lassen. nachmittags sind wir noch zu einem anderen dorf gewandert (und wieder zurück zum elefantencamp) – ein dorf des karen-stammes.

für unterhaltung am abend sorgte eine gruppe junger englischer krankenschwestern, die sämtliche klischees brav erfüllten: gnadenlos gaben sie sich albernen trinkspielchen mit ihrem guide hin und tranken ein bier nach dem anderen, redeten unglaublich laut und feierten ziemlich lange.

morgens ging es nach dem frühstuck weiter auf einem bambusfloss den fluss hinab, wieder an dem lahu-dorf der ersten nacht vorbei. es ist wirklich interessant, was bambus alles kann: 7 menschen auf gerade einmal 15 armdicken bambusstangen sind kein problem. der fluss war teilweise nur eine haaresbreite tief genug für unser floss. nun wurde es mir dann auch klar: gerade jetzt ist das ende der trockenzeit, darum ist der fluss etwa einen meter flacher als im herbst und der wald ist natürlich nach mehreren monaten ohne wasser auch komplett trocken und die vegetation sieht nicht mehr so idyllisch grün aus. aber was optisch doof ist, weil grau und herbstlich, ist vielleicht doch ein vorteil: es gab kaum mücken, was sicherlich im herbst am ende der regenzeit anders ist.

die fahrt auf dem floss war spannend: an einigen stellen war das wasser dann doch so schnell, dass es schwer war, das gleichgewicht zu halten (wir mussten alle stehen!). aber wir haben es gut undd trocken bis zum ende geschafft. auf dem rückweg haben wir noch einen fast ausgetrockneten wasserfall besucht und eine “fabrik”, in der papier aus elefantendung hergestellt wird. es gibt also wirklich leute, die quasi aus scheisse bonbon machen… ;)

abends waren wir wieder in chiang mai, haben dort nur übernachtet, um am nächsten morgen (also gestern) mit dem bus nach kanchanaburi aufzubrechen. leider ging die fahrt nur über bangkok und dort mussten wir noch per taxi von einem zum anderen busbahnhof fahren. aber letztlich hat die reise gut und ohne probleme geklappt, was mich mal wieder erstaunt und darin bestätigt, dass thailand wirklich ein toll einfaches reiseland ist. uns wurde super von einem mitreisenden einheimischen geholfen, als wir hilflos und hungrig an einer raststätte vor dem essen standen.

nun sind wir also hier in der stadt der “brücke am kwai” und haben eben jene heute besucht. ein winzig erscheinendes brückchen, das wohl im wesentlichen durch den gleichnamigen film lebt. noch besser aber als die brücke ist ein entsprechendes museum am anderen ende der stadt, das nicht einfach plump figuren von hitler, einstein und hirohito zeigt, sondern super und verständlich auf den bahnbau der japaner in thailand eingeht. eine absolute empfehlung!

soweit erstmal von uns – morgen geht es weiter per bahn nach ko tao – schnorcheln, gammeln und rumliegen. ich hoffe, ich kann dort meine reine t-shirt-bräune noch in einen gleichmässigen farbton verwandeln ;)