so schnell änern sich die dinge. ich habe eigentlich gedacht und ein wenig gehofft, bis zum jahresende in gütersloh zu bleiben. denn um ehrlich zu sein, würde ich es mal ganz nett finden, ein bisschen zeit für mich und vor allem in meiner wohnung zu verbringen; abends nach hause kommen, was kochen und mich vor’n fernseher knallen oder auch nur computer spielen. ich gebe zu: nichts anderes mache ich, wenn ich in münchen bin, bei hse arbeite und bei lars wohne. aber es ist eben doch was anderes, ob man zu hause, oder woanders wohnt.

oder?

tja. alleine sein. so lange habe ich mir gewünscht, das nicht mehr zu sein. dann war’s soweit und nun wurde es mir zuviel: seit ein paar tagen bin ich’s wieder – weil mir es damit besser geht.

und nun? morgen früh um sechs gehts wieder nach münchen **sorry** ismaning//unterföhring. wieder zu hse. ich bin gespannt, wie es dort weitergeht, der tag des go-live rückt ja nun immer näher. ob die knowledge base noch funktioniert?

… ihr werdet es erfahren ;)


musik: fritz webradio
stimmung: entspannt
wetter: dunkel und kalt

freunde! ich bin wieder da. indien war – ihr könnt es euch sicherlich denken – grandios. ich kann es nicht richtig beschreiben: es war einfach unbeschreiblich laut, chaotisch, dreckig, anders, bürokratisch, anders.

als ich diesen satz einer kollegin gesagt habe, war sie erstaunt, dass es mir trotzdem gefallen hat – sie hat mich nicht ganz ernst genommen. aber ich sage euch: es ist eben gerade das ungewohnte, andere (ja und dazu gehört nun mal chaos, lärm und dreck), was so toll war.

ein bus, ein lkw und eine rikscha mit uns drinnen. nebeneinander. im dunkeln. auf einer zweispurigen straße: das ist indien. das wetter war toll, von einigen ausnahmen mal abgesehen, für die menschen gilt dies gleichermaßen. vielleicht ist es nicht die beste idee, nach bombay zu fliegen, weil diese stadt nun wirklich das krasseste ist, was man so erleben kann. an diese unglaubliche armut, der man auf dem weg vom flughafen in die stadt begegnet muss man sich erstmal gewöhnen. darum war unser zweiter aufenthalt dort am ende der drei wochen auch weniger verwirrend als die drei tage zu beginn.

das wichtigste, was man sicherlich lernen kann, ist: man muss nicht alles so ernst nehmen (vor allem nicht sich selbst). außerdem ist die globalisierung wahrscheinlich weniger beängstigend und indien bei weitem nicht so blühend, wie uns die propaganda glauben machen möchte: es ist noch immer ein sehr weiter weg.

kurz: ich bin sehr erholt und entspannt, habe viel gesehen und erlebt, aber froh, wieder hier zu sein. genauso freue ich mich aber jetzt schon wieder auf den nächsten trip in das land, wo man sehr gute mahlzeiten für gerade einmal 60 cent bekommt (für zwei personen versteht sich!)

ein paar bilder gibts auch noch, aber dafür braucht ihr noch ein bisschen geduld…


musik: the knife - forest families
stimmung: leicht gelangweilt
wetter: spätherbstnachmittagssonne