gestern abend war ich seit längerem mal wieder im kino. hier in der provinz läuft leider nicht mehr münchen und auch nicht zathura. schade. weil ich mich also nur zwischen doof und doofer entscheiden konnte, bin ich in “syriana” gewesen – der neue film mit einem bärtigen george clooney. syriana hat inhaltlich das meiste versprochen – alternativen wären “aeon flux” oder “elementarteilchen” gewesen. aeon ist wegen unglaublicher beklopptheit ausgeschieden – ein bisschen hirn sollte gestern schon sein. und auf deutsches programmkino hatte ich ausnahmsweise keine lust – schade eigentlich. denn worum es in syriana ging, habe ich nicht ganz verstanden. oder besser: hätte ich nicht vorher gelesen, worum’s geht, wäre ich um halb zwei völig ratlos aus dem kino gestolpert. naja — also wer den film gesehen hat und mich aufklären kann, tue es bitte *winsel*


musik: mando diao - little boy jr.
stimmung: trockene hände
wetter: wolkenlos

am letzten sonntag war es endlich soweit: ich bin zum zweiten mal onkel geworden und obwohl ich a) nix dafür kann und b) nix dafür geleistet habe, trotzdem mächtig stolz darauf. der kleine engel, der noch etwas zerknautscht aussah, als ich ihn das erste mal gesehen habe, heißt johanna und wartet erst noch auf einen zweiten vornamen. alex, mein lieber bruder und noch stolzerer vater, hat verkündet, dass der zweite vorname durch die gewinnerin der letzten olympischen goldmedaille in torino bestimmt werden soll — mit der bangen hoffnung, es möge keine olga sein. na mal schauen. mein vorschlag, als zweiten namen einfach ‘olympia’ zu wählen, wird es wohl leider nicht bis in die endausscheidung schaffen…
bei den bildern findet ihr übrigens auch ein, zwei bilder von dem neuzugang :)

ansonsten habe ich seit drei tagen tatsächlich vogelgrippe. tja, leute, es geht zuende mit mir: die nase läuft und wenn ich mich anstrenge [und nachhelfe] habe ich auch kopfschmerzen. so ist das eben. h5n1 lässt grüßen. ich hoffe ja wirklich noch auf ein bisschen mehr panik in deutschland. neulich sagte mir eine sehr gute freundin, die bereits im herbst einen angstanfall hatte, nun, wo die vogelgrippe in deutschland ist, habe sie auch keine angst mehr davor, man könne ja eh nix machen. tja – so ist es wohl. doch ich habe nichts gegen ein bisschen mehr hysterie, damit ich immer etwas zu lachen habe: was jetzt schon alles als wundermittel gegen vogelgrippe bei ebay angeboten wird *tztz* da kann man doch wirklich nur staunen und sich wundern, wie viele blöde menschen es tatsächlich gibt. demnächst werde ich mir als schutz einen pyramidenförmigen rosenquarz anhänger um den hals baumeln, der schützt mich dann vor elektrosmog, gammelfleisch und gemeinen karrikaturen von mir.

ach — richtige news gibt’s auch noch: das bereits erwähnte projekt in wolfburg startet voraussichtlich am mittwoch. und am montag oder dienstag werde ich mir endlich mein auto bestellen *freu* denn nun bin ich seit 5 monaten in der firma und bekomme darum einen firmenwagen. nach etlichen probefahrten habe ich mich für einen audi a3 entschieden – der bmw 1er war mir einfach zu langweilig im innenraum. wie dekadent werdet ihr denken, aber setzt euch mal rein: das von außen sportliche auto wirkt innen so bieder, dass ich schon vom zuschauen älter wirke. dann doch lieber schicke rot beleuchtete armaturen und hippe runde luftöffnungen, einen 140 ps starken 2 liter turbodiesel, der ordentlich abgeht und ein schönes buntes navi :) wenigstens ein bisschen vorsprung durch technik ;)
[und vielleicht bekommt das auto auch wieder einen kleinen kaktus :) ]

und auch am edyll habe ich wieder gebastelt: nach zahlreichen spam-attacken, die mich ziemlich nerven, muss nun der geneigte gästebuch-eintrager in einem extra feld das wort ‘karl’ eingeben, sonst wird der eintrag nicht angenommen. ich glaube nicht, dass irgend ein spambot das schafft. nunja. bei allen anderen formularen werde ich diese funktion in den nächsten tagen/wochen auch noch einbauen.


musik: sonny rollins - misterioso
stimmung: verschnupft
wetter: knackig kaltes vorfrühlingswetter

mal wieder bin ich verwirrt: was ist hier los, was will ich eigentlich? im einen moment ärgere ich mich, dass mein projekt in walldorf schon vorbei ist, dann freue ich mich auf meine zeit in gütersloh und melde mich voller eifer und tatendrang zu einem französischkurs an der vhs an, bin aber gleichzeitig nicht wirklich zufrieden mit der aussicht, für unbestimmte zeit in keinem projekt zu sein. und nun *schwupp* kommt eine tolle neue aufgabe um die ecke, die mich nicht nur interessiert, fordert und mich weiter java programmieren lässt, sondern auch noch bis mindestens mitte des jahres bindet. hurra! schade nur, dass ich auch damit nicht komplett zufrieden bin – weil ich eben den französischkurs canceln musste – denn das projekt ist in wolfsburg.

also ich gebe zu, dass man’s mir nicht recht machen kann, egal was ist. nun also golfsburg. meinem vorsatz, meinem leben etwas mehr spontanität zu geben, kommt meine firma zienlich gut nach – von dem projekt habe ich nachmittags am flughafen von tampere per sms erfahren :) nundenn.

überhaupt komme ich aus dem reisen gar nicht mehr raus: am letzten wochenende war ich spontan [!] in münchen und von da aus mit lars am tegernsee – sooo viel schnee habe ich noch nie gesehen; nicht mal in finnland. wir sind stundenlang durch fast kniehohen tiefschnee gestapft, auf wegen, die schon seit wochen keiner mehr begangen oder gar geräumt hat. auch davon gibt’s natürlich bilder, also schaut mal nach :)

ach — und dann wollte ich noch einen nachtrag zu neulich liefern: ich habe doch geschrieben, dass ich mich stark über meinen nachbarn und seine angewohnheit, immer ausschließlich mit einem handtuch bekleidet durch die gegend zu laufen, wundere: zunächst zweifelte ich noch etwas an der aussagekraft, da ich ihn ja nicht sehr oft gesehen habe – da könnte es ja zufall gewesen sein. aber nun habe ich [jedenfalls in meinem kopf] den beweis: vorgestern habe ich wieder mal bei phil geklopft, um mich für die neue große smirnoff-wodka flasche zu bedanken, die vor ein paar tagen vor meiner tür stand. erst passierte nix, dann raschelte es hinter der tür, als ich gerade wieder gehen wollte. und dann macht es *klack~klack*, die tür geht auf und er steht wieder nur mit einem handtuch um den bauch gewickelt vor mir. auf meinen verwirrten blick hin meinte er nur “oh no, it’s ok” und das sagte er mit einer solchen routine, als würde er diesen satz mindestens drei mal am tag sagen … geht er vielleicht auch so aus dem haus?
“ein pfund schwarzbrot bitte. ach ja, und das handtuch um meinen bauch stört sie doch nicht?”
vielleicht treffe ich ihn ja mal beim bäcker ;)


musik: visions of atlantis - cast away
stimmung: suboptimal
wetter: eklich und nass