ein tolles wochenende ist vorbei: ich war [und bin es noch] in berlin und bereite mich gerade auf meine abreise morgen früh vor. boa, das klingt so, als wäre es wunder was für ein doller akt – in wirklichkeit habe ich nur meine paar consultant-habseligkeiten in meinen rollköfferchen geschubst und nun sitze ich hier und warte darauf, dass mein zug in knapp 10 stunden fährt… genug zeit, das edyll neu mit meinen eindrücken aus der alten heimat zu befüllen :)

also was hat das wochenende gebracht: kunstgenuss pur bei la bohème am sonnabend – oper ist schon irgendwie toll, aber ich gebe zu, dass ich keine wirkliche ahnung habe, worum es ging. obwohl auf deutsch, habe ich kei wort verstanden, aber ich bin kein proletarischer kunstbanause, denn so geht es wohl [fast] jedem. allerdings habe ich die story vorher absichtlich nicht gelesen, um das ende nicht vorweg und mir die spannung zu nehmen. das werde ich nun aber nachholen, damit ich weiß, was mit mimi passiert ist :)

außerdem wieder tanz und umtrunk mit anni und vielen anderen menschen, die ich nicht kannte und wohl so schnell auch nicht wieder sehen werde. ich war vorher noch nie im frannz club, aber der war so schlecht nicht und wenn man auf rockige musikunterhaltung steht, sollte man sich den namen merken. und: ich finde franz ferdinand toll, auch wenn’s leute gibt, die die lustigen briten nicht ausstehen können – ich stehe dazu – genauso, wie zu der tatsache, dass ich amélie für einen großartigen film halte, bei dem sogar mir schon eine träne aus dem auge gerollt ist. nuja – egal.

heute ein toller brunch bei meinem dad und barbara, mit mamma, alex, steffi, judith und dem zwerg aber leider ohne katja und ivo – ganz liebe grüße in die ferne schweiz!
der kleine engel war leider auch nicht da: die püppi wurde einfach so übers wochenende verkauft :(

tja – und schwupp sitze ich hier, prall gefüllt mit rouladen. natürlich _mit_ gürkchen, denn wie jeder weiß, gehört in eine handelsübliche roulade immer eins – das wissen sogar einige vegetarier ;)


musik: ac/dc - love hungry man
stimmung: komisch
wetter: berliner eiswinter, made in sowjetunion

ich stehe unter beobachtung. jedenfalls gehe ich davon aus, nachdem ich gestern abend in gemütlicher atmosphäre die hintergründe des briefkastenkomplotts aufgedeckt habe. wer mich beobachtet? ganz klar: der BND – der burgwächter-nachrichtendienst…
dabei fing alles scheinbar harmlos an: als ich am vergangenen donnerstag nach hause kam, fehlte meinem briefkasten das kleine durchsichtige plastikding, das in die klappe gedrückt wird und hinter dem sich ein zettelchen mit meinem namen verbirgt. von alleine kann es nicht herausfallen, also ist klar, dass es absichtlich entwendet wurde. doch wer klaut briefkastenplastiknamensschildhalterungen? am sonnabend wurde mir aber langsam meine missliche lage klarer: im baumarkt gibt es diese dinger als ersatzteile, _für original burgwächter briefkästen_, im doppelpack für nur fünf euro neunzig.

aha! die verschwörung enttarnt sich von selbst: wieso kosten zwei kleine plastikstücken knapp 6 euro? und warum gibt’s die nur im doppelpack? beide fakten sprechen eine eindeutige sprache: namensschilder werden häufiger geklaut, als dem geldbeutel lieb sein kann. aber in verbindung mit der frage nach dem _WER_ ergibt sich nur eine logische schlussfolgerung: burgwächter selbst bestiehlt seine kunden,um anschließend teures zubehör verkaufen zu können. der arglose häuslebauer wird durch einen vermeintlich preiswerten und hoch qualitativen briefkasten angefixt und gerät zugleich in einen teufelskreis – ganz ähnlich, wie es hp mit den druckertinten, oder mercedes mit den sternen machen.

doch es geht noch weiter: als wäre das alles noch nicht schlimm genug, hat sich ein gewaltiges komplott enttarnt, als ich am freitag trotz fehlenden namensschildes post bekam! woher weiß der postmann, wer sich hinter dem unvollständigen, anonymen briefkasten verbirgt? ganz klar: die dpag stellt die logistik der verschwörung zur verfügung und sorgt durch ihr verteilernetz für die flächendeckende demontage von namensschildern. nur so konnte der briefträger wissen, wem _er selbst_ das schild entwendet hat.

vor diesem hintergrund wird klar: wir sind denen machtlos ausgeliefert. und doch bietet diese scheinbar ausweglose situation auch chancen: ich suche jemanden, der mit mir eine briefkastenfirma aufmacht – gern auch in liechtenstein – die sich auf den vertrieb von preiswerten briefkastenersatzteilen spezialisiert. idealerweise gibt es unser produkt auch im abo – ganz bequem per hermes versand [denn die post kommt ja wohl kaum in frage!] nach hause, direkt in den betroffenen briefkasten. wer daran interesse hat, kann sich ja melden :)

aber als wäre die skrupellosigkeit der mailboxmenschen noch nicht genug, musste ich am sonntag feststellen, dass das teure plastikstück gar nicht an meinen briefkasten passt. ach hätte ich doch nur einen original burgwächter kasten, und keine billige raubkopie…


musik: eskobar - on a train
stimmung: ein mix aus müdigkeit und melancholie
wetter: sehr neblig und trüb

ich sollte öfter schreiben. dann hätte ich auch nicht das problem, vor dem ich jetzt stehe: zu viele dinge passieren mit mir und um mich herum, ich komme nicht hinterher, das alles aufzuschreiben.
ich fange also ganz einfach an: ich bin wieder in walldorf. nachdem es erst hieß, ich bliebe nur bis weihnachten, wurde meine aufgabe hier kurzerhand verlängert, was mich freut, denn in gütersloh habe ich nix zu tun und würde nur rumsitzen. allerdings bin ich am freitag nun endlich fertig und werde dann in den kommenden wochen in wieder zu hause in gütersloh sein. um ehrlich zu sein, bin ich aber teilweise froh drüber – ich habe mich schon mehr an die arbeit hier und vor allem aber an einige menschen gewöhnt, als mir eigentlich lieb sein kann…

doch ein anderes thema: die hamsters. als ich in der letzten woche nach hause gekommen bin, habe ich mich stark erschrocken: die gitter von linux’ käfig blutverschmiert! was war da los? ich habe keine ahnung wie und vor allem warum, aber windows hat’s geschafft, linux _durch die beiden gitter hindurch_ zu attackieren und blutig zu beißen. [remember: jeder hat einen eigenen käfig!] der kleine linux ist nun ziemlich verwirrt, erscheint mir noch ängstlicher und huscht bei jedem geräusch gleich in seine höhle. windows hingegen ist frech wie immer. nun habe ich also die beiden käfige weiter auseinander gestellt – bislang standen sie so nahe beieinander, weil ich dachte, die fänden es toll zu wissen, dass da noch ein artgenosse ist … wer kann denn ahnen, dass es zu derartigen gemetzeln kommt?

ach, und eine filmempfehlung habe ich noch: “couchgeflüster” mit meryl streep und uma thurman: 37-jährige [uma] verliebt sich in 23-jährigen, erzählt davon ihrer psychotherapeutin [meryl], die erschrocken feststellt, dass der typ ihr sohn ist. sehr, sehr witzig! und ich kann das sagen, schließlich habe ich diesen film [der erst am donnerstag startet] nun schon zwei mal gesehen: gestern und vergangenen montag, jeweils in der sneak preview…

nundenn — ich entlasse euch aus dieser edyll-sitzung mit einem link, der euch zu merkwürdiger melonenkunst führt…


musik: wishmaster [live] - nightwish
stimmung: entspannt und müde [as usual]
wetter: bitter, kalt, frost