ich wünsche euch, den tapferen und wenig zahlreichen lesern des edylls frohe weihnachten, wunderbare feiertage, viele geschenke, glückliche menschen um euch herum und auch viel leckeres essen [jaja, meinetwegen auch vegetarisch]
ich bin seit freitag abend endlich wieder einmal in berlin und genieße die zeit in meiner alten heimat. leider muss ich aber feststellen, dass berlin immer weniger mein zuhause ist und ich immer mehr ein fremder hier bin: beim letzten mal hier habe ich mich glatt mit der u-bahn verfahren, dabei wollte ich nur zu meinem vater. am freitag dann bin ich einfach an der der karl-marx allee vorbeigefahren, weil ich sie schlechtweg übersehen habe. wenn ich in lichtenberg bin, weichen meine heimatempfindungen zunehmend einem entsetzten “ohgott” gefühl und ich frage mich, warum in dieser gegend menschen *gerne* wohnen möchten —
auch generell hat sich viel verändert: je länger die abiturzeit vorbei ist, desto weniger kontakt zu freunden aus berlin bleibt – und schon stellt sich die frage, was ich abends in der heimat machen soll. ich gebe zu: im moment weiß ich nicht, wo ich hingehöre und ich warte auf den zeitpunkt, an dem sich dieses gefühl der heimatlosigkeit auflöst. zufällig habe ich mich neulich auch genau darüber mit jemandem unterhalten. die frage ist doch: was ist “zu hause” eigentlich? ist es berlin, weil ich da herkomme? ist es gütersloh, weil’ so in meinem ausweis steht? ist es schwetzingen, weil dort das hotel ist, in dem ich im moment und auf unbestimmte zeit wohne? vielleicht könnt ihr mir helfen und mir sagen, wodurch sich ein ort für euch als “zu hause” qualifiziert. vielleicht kann man auch mehrere dieser orte haben? ist heimat das gleiche wie zu hause?
nun lasst mich aber nicht zu nachdenklich werden, sondern auch an das schöne denken! weihnachten! wie war’s bei euch? was habt ihr geschenkt bekommen, was gab’s zu essen, wo habt ihr es verbracht? schreibt’s mit per kommentar, ich [und auch die anderen leser] freuen sich bestimmt drüber!
um einen anfang zu machen: ich habe mit meiner mamma gefeiert, einen teil eines neuen monitors verschenkt und einen neuen rollkoffer geschenkt bekommen. außerdem gab’s ente und wir haben scrabble gespielt … nu seid ihr dran!
weihnachtliche grüße ~~
musik: india arie - strength, courage and wisdom
stimmung: ein wenig gelangweilt und nachdenklich
wetter: ziemlich kalt, aber trocken [zum glück]