auf wunsch zweier einzelnen damen hat sich nun im edyll mal wieder ein wenig geändert… : zum einen gibt es nun endlich eine kontakt-seite, damit ihr mich erreichen könnt, wenn ihr wollt :) außerdem habt ihr nun endlich eure zeilenumbrüche wieder! :P
ansonsten ist alles beim alten – was soll sich denn auch ergeben? ich arbeite immernoch sehr viel, sogar noch mehr, um ehrlich zu sein. diese woche hat es wirklich in sich: das ende der diplomphase nähert sich mit riesigen schritten und ich merke, wie mir die zeit davonläuft. auf der anderen seite komme ich mit meinem programm nicht so voran, wie ich es mir vorgenommen und vorgestellt habe. leider antwortet mein chinesischer kollege nur unzureichend, und so stochere ich denn immer wieder im code und schaue verwundert auf meinen bildschirm.
gestern jedoch war ich wie durch ein wunder von einem erfolgserlebnis beglückt: plötzlich ergab es sich, dass mein algorithmus, den ich mir drei tage lang überlegt und zwei tage lang implementiert habe, tatsächlich funktioniert! was der macht? naja: er durchläuft eine baumartige datenstruktur rekursiv und berechnet die einzelnen werte an den “blättern” des baums. und da von einer blattsorte viele an meinem baum hängen sollen, aber jedes doch ein wenig verschieden sein soll, muss er das zählen und das klappt sogar. und diesen baum kann ich sogar – mit einem ebenfalls rekursiven algorithmnus – ausgeben und mit die blätter und knoten des baumes ansehen :)

dabei fühle ich mich zurückversetzt in die 12. klasse: damals haben wir das hanoi – problem rekursiv lösen müssen und ich habe wochen damit verbracht, den algorithmus zu verstehen. seit dem habe ich angst vor rekursiven funktionen. dabei habe ich gemerkt, dass es leichter ist, als ich in erinnerung hatte… ob ich aber den hanoi turm nochmal lösen kann, weiß ich nicht :)

auch ansonsten waren die letzten beiden tage schön: wenn man miteinander redet ergeben sich immer irgendwie interessante einsichten auf allen beteiligten seiten und das verständnis für vorher unverständliches wächst. ich weiß nicht, wieso ich oftmals ein oller ochse und so stur bin… aber wenn wir von unserer meinung überzeugt sind, sind wir ja alle irgendwie stur, oder? *besserunggelob* :)

leider hat sich meine frühstücksverabredung von sonnabend nie wieder bei mir gemeldet… das ist zwar auf der einen seite schade, weil sie wirklich nett war… aber auf der anderen seite vielleicht auch ganz gut so: ich bin sowieso nicht mehr lange in münchen und habe darüber hinaus auch noch unglaublich viel zu tun in dieser kurzen zeit.

also: positiv denken! wer’s nicht von alleine kann, dem hilft vielleicht mein freund der ulkbär :D


musik: india arie - talk to her
stimmung: total knülle
wetter: dunkel, mild und schön

es gab schon schönere sonnabende [oder samstage für alle die nicht wissen, was ein sonnabend ist ;) ] in meinem leben. zu viel stress mit der arbeit, die einfach nicht vorankommen will, weil der freund aus asien einem antworten auf fragen gibt, die man nicht gestellt hat. alles was helfen könnte, weiß auch er nicht, und so stochern alle wie im nebel herum und keiner hat eine vorstellung, wo es langgehen soll.
ein vergessenes monatsticket, wenn man gerade in der straßenbahn steht, ist dann auch nicht gerade förderlich für meine stimmung. 40 € futsch. scheiße.
dabei hätte alles auch schön werden können: ein spätes frühstück mit einer schönen frau am sonnabend vormittag in einem gemütlichen café – was kann man sich mehr wünschen? doch wie so oft in bestimmten situationen fehlen einem die einfachsten worte und so geht man auseinander, ohne sich näher kennengelernt zu haben.

wenigstens werde ich nicht lange zu überlegen brauchen wenn ich eines tages mal gefragt werden sollte, welchen tag in meinem leben ich gern anders verlaufen lassen wollen würde.

und wieder habe ich bewiesen, dass man alles positiv sehen kann, wenn man nur will. verkrampftes lächeln: :}


musik: armand van helden - fhe funk phenomenon
stimmung: nich so dolle - eher deprimiert und lustlos
wetter: kein schnee mehr, kühler als gestern aber mild; niesel & bedeckt

nachdem ich mich ja nun schon eine halbe ewigkeit nicht gemeldet habe, ein paar worte von mir :) mir geht’s immernoch gut, die diplomarbeit kommt einigermaßen voran, wenn auch nicht so, dass ich zufrieden wäre. zu groß ist der anteil der “trial-and-error” programmierung – also dem einfachen ausprobieren und mal sehen, wie das programm sich verhält wenn ich zeile 1045 auskommentiere und in zeile 334 eine variable einmal anders deklariere… das ist sehr aufwändig, aber da ich leider nicht alles verstehe, was ein wildgewordener inder vor ewigkeiten programmiert hat, geht es nicht anders.
und beinahe jeden tag erlebe ich denn auch eine kleine überraschung: so kommen immer wieder funktionen zum vorschein, die anscheinend auch für meinen chinesischen kollegen, der sich _eigentlich_ mit dem code auskennen müsste, neu sind…
jedoch kriecht mein programm vorwärts, angst bekomme ich nur bei dem gedanken daran, dass der größte teil der zeit bereits vorbei ist und ich noch nicht eine zeile der eigentlichen diplomarbeit geschrieben habe… wenigstens das inhaltsverzeichnis ist fertig.

was ich aber auch noch erzählen wollte, ist eigentlich gar nicht so zum lachen: ich war mit alrs am vergangenen sonnabend in der “alabamahalle”, wo man für 16,-€ eintritt neben fragwürdiger musik auch alle getränke kostenlos erhält. dementsprechend das publikum…
kurz vor zwei nachts sind wir dann auch aufgebrochen, weil eigentlich 2:05 der letzte bus vor dem eingang abfahren sollte. als der nicht kam, haben wir uns mit ein paar anderen leuten, die ebenfalls dort herumgestanden haben, unterhalten. wir standen am straßenrand und einige taxis fuhren an uns vorbei – es war genug platz auf der breiten straße. nur ein junger türke mit seinem [oder daddy's?] bmw wollte nicht an uns vorbei, sondern da lang wo wir standen, und sich damit vor seiner freundin profilieren. also hupte er und fuhr so dicht auf, bis er schließlich mein bein berührte. als er nun noch weiter vorwärts wollte, drehte ich mich um aund haute mit den flachen händen auf seine motorhaube.
in diesem moment zog mein leben schon an mir vorbei, weil er plötzlich ausstieg und mir böses wollte: nun hatte ich ein wenig angst…

doch lars, der tapfere, hielt mich zurück, dafür wurde er von einem türsteher der halle, die das alles mit angesehen haben, von mir weggezerrt. der junge türke auch und so prügelten sich irgendwelche anderen, die nichts mit der sache zu tun hatten. da lars vom türsteher geüwrgt wurde, riefen wir die polizei – genau wie der bmw fahrer, dessen wagen ich bis zur unkenntlichkeit zerkloppt habe. als die dreit streifen erschienen, meinte er, man könne die beulen nicht sehen, weil da schnee drauf liegt, aber da sind krasse beulen. die pozilei konnte keinen schaden feststellen, deswegen gab’s auch keine strafanzeige wegen sachbeschädigung, sondern lediglich einen “tagebucheintrag”. lars zeigte den türsteher an, der urplötzlich verschwunden war. ich zeigte den auch an, weil mir seit dem unberechtigten groben zupacken [ich stand lediglich herum und wollte ihm meinen ausweis geben... ] ein knopf an der jacke fehlte.

nach 90 minuten war der spaß vorbei, der bus kam nie und der bmw fahrer zog ohne party gemach tzu haben ab. wir fuhren im taxi nach hause und schliefen und aus.

und das beste: am dienstag rief mich der türke, dessen namen ich bis heute nicht verstanden habe, an und erklärte, nachdem er den wagen in der waschanlage hatte, konnte er zwei beulen in der mitte feststellen. nun wollte er wissen, ob ich die bezahle, oder ob ich auf einen gutachter bestehe – das würde dann aber teurer werden. meine antwort könnt ihr euch denken: ich bezahle nichts, versuch’s mal mit dem gutachter.

in diesem sinne: fahrt vorsichtig :)


musik: das liebliche rauschen meiner beiden rechner
stimmung: ziemlich gut; ein bisschen müde
wetter: dunkel, kalt und trocken