hach ja! der urlaub war wunderbar… ! lars und ich sind nämlich am 6. januar für eine woche nach hughada, ägypten geflogen um einfach mal eine woche lang konzentriert nicht zu tun :)

und diese woche war wahrscheinlich die beste art, wie ein neues jahr anfangen kann/sollte. wir haben nur genau 2 mal das hotel verlassen, unser frühstück wurde von den anderen gästen auch gern als “mittagessen” bezeichnet. ich glaube, ich habe so viel geschlafen, wie sonst nur faultiere schlafen können. der reinigungsmann – mahmut – hat jeden tag mindestens zwei mal geklopft und wollte aufräumen. einmal kam er dann kein viertes mal, es war ihm wohl zu spät.

einen ausflug haben wir gemacht: mit quads [kleine motorrad-ähnliche gefährte, auf denen normalerweise nur einer platz hat] sind wir zu einem “beduinendorf” gefahren. die fahr war cool, aber anstrengend, weil wir durch enorme staubwolken gefahren sind, die von den voranfahrenden quads aufgewirbelt wurden. das dorf war ganz nett, aber totale touri-veralberung. man wurde durchgeführt, bekam einen tee, ritt auf einem kamel um einen kleinen hügel und dann war die show auch fast schon wieder vorbei – erst aber noch durch den andenkenladen. im dunkeln ging’s zurück zum hotel.

baden waren wir auch – das rote meer ist unglaubluch schön. korallen und unterwasserwelt gibts aber so nicht mehr; der meeresboden ist in hotelnähe von autoreifen und dosen übersäht, der strand ist klein und voll, im wasser liegen größere yachten. aber trotzdem OK. warm war’s allemal, jedenfalls bis die sonne unterging, dann wurde es unangenehm kühl und wir saßen dann mit strickjacke in eine wolldecke eingerollt auf der liege.

die welt vor dem hotel war anstrengend: überall wird man genervt, man soll doch in den laden kommen, sein ganzes geld für generischen ägypten-tourimüll ausgeben. ätz. deswegen haben wir uns in unserem all-inclusive hotel verschanzt.

gestern sind wir, nachdem wir uns in berlin noch mit einer freundin von lars getroffen haben, wieder nach mannheim zurückgefahren. nun warten wohnungssuche und die letzte seminararbeit aus dem vergangenen semester auf uns. bis montag, dann geht’s wieder für zwei tage nach mainz.


musik: fritz.de livestream
stimmung: müüüüde :)
wetter: schön sonnig, winterkalt

nu isser wieder da! das auto von mamma wurde nicht nur gefunden, sondern von mir gerade eben von der pozilei abgeholt. was für eine tortur! was man da alles beachten muss und benötigt… tststs
erst schnell mit dem taxi in die cecilienstraße nach biesdorf gefahren, denn da stand der kleine und mit dem bus hätte ich das nicht mehr bis 14 uhr geschafft [ich konnte nich füher, weil ich ja auch auf die doppelkarte der versicherung warten musste, die heute per post kam...]. ich war 10 vor 2 da – puh! dann papierkram, zum glück hatte ich alles dabei: vollmachten, papiere, unterlagen, ausweise etc.
den kleinen habe ich dann 14:15 in empfang genommen; aufgabe: bis 14:30 zur zulassungsstelle, ferdinand-schultze straße fahren und wartenummer ziehen. ich war komischerweise wirklich genau 14:28 da. die benötigte vollmacht haben die aber – ohne dass ich es mitbekommen hätte – bei der polizei behalten. also: anruf, die haben dann die vollmacht zur zulassungsstelle gefaxt. leider reichte sie nicht aus, weil ich nur bevollmächtigt war “auskünfte einzuholen und ggf. die rückführung durchzuführen” – da stand aber nix von zulassen. nu also meine mamma anrufen: bitte um eine weitere vollmacht per fax. hat auch geklappt und am ende haben die zulassungsbehördenmenschen brav die beiden aufkleber des glücks auf die zum teil verbogenen kennzeichenschilder geklebt.

nu steht der kleine wieder vor unserer tür als sei nichts gewesen und morgen wird er ausgeführt und die reifen neu beatmet.


musik: endlich mal keine
stimmung: gehetzt aber sehr gut
wetter: ungewöhnlich warm

so. nun ist es da, das jahr 2005 und liegt vor uns. wie ein neues spielzeug, das darauf wartet, von uns entdeckt zu werden. wir sollen es begreifen, ausprobieren, damit spielen und seine eigenheiten erforschen und uns diese schlussendlich zu nutze machen, damit wir das jahr nicht nur verspielen und es irgendwann plötzlich nicht mehr da ist, sondern es uns auch etwas bleibendes gebracht hat: eine erinnerung, die wir noch unseren kindern erzählen, eindrücke, gerüche, gedanken, gegenstände, die uns lange erhalten bleiben; vielleicht bringt 2005 auch neue eigenschaften für uns selbst mit: wir werden übers ohr gehauen und bleiben nunmehr skeptisch. oder “das neue” bringt interessante möglichkeiten; einen job, eine investition.

noch wissen wir nicht, was wird und so warten wir insgeheim auf die nächste zeit “zwischen den jahren”, die uns gelegenheit bietet, mit 2005 abzuschließen, vergleiche mit 2004 zu ziehen, auf neues zu hoffen und revue passieren zu lassen, was 2005 nun wirklich war: gut oder schlecht. lasst uns weiter gespannt bleiben oder besser noch: die gelegenheit nutzen, 2005 zu einem sehr guten jahr zu machen!

genug philosophiert, 2004 ist vorbei, und was hat es gebracht? ich muss gestehen, es ist schwer zu sagen, was mich am meisten beeindruckt hat: war es cambridge – die wahrscheinlich beste studienzeit in den gesamten drei jahren; kaum wurde so viel gegammelt, wie dort – oder war es amerika: interessante menschen, ein toller job, bekanntschaft mit dem beängstigenden gesundheitsystem und einem wunderbaren urlaub von denver über las vegas nach new york? es gab viele wirklich wunderbare dinge: der schottlandurlaub, das relaunch des edyll, der arches-nationalpark, 4096 meilen autofahrt, …, aber leider auch stunden, tage, wochen, die alles andere als erfreulich waren und die ich deshalb nie vergessen werde: die zum teil krassen streits/auseinandersetzungen mit lars, die rückfahrt aus england und der damit verbundene stress, die unstimmigkeiten und schließlich die trennung von steffi und mir, der lernstress vor der assiprüfung und der anhaltende [lern]stress vor klausuren und abgabeterminen von verschiedensten arbeiten.

mit dem mir innewohnenden positivismus bin ich der überzeugung, trotzdem das meiste noch einmal so zu machen, wie ich es getan habe, weil ich gerade aus fehlern auch eine menge gelernt habe. und so hoffe, nein erwarte, ich von 2005 mindestens genauso viele erfahrungen, denn das ist es schließlich, was mehr bringt als all der schnöde mammon.

ich wünsche all meinen lesern ein tolles 2005!


musik: jazzradio 101.9 - that's cool
stimmung: sehr gute: pauline und die aussicht auf urlaub machen mich froh
wetter: dunkles, angenehmes januarwetter