nun ist es so weit, dass ich meine eigene homepage und meinen blog mal wieder dazu nutze, mich abzulenken… eigentlich müsste ich jetzt weiter für leadership lernen – da wird morgen eine klausur geschrieben, die erste in diesem semester. doch leider kann ich mich einfach nicht konzentrieren, muss ständig an andere dinge denken, z.b. dass ich die tinte in meinem füller nachfüllen will, dass ich alle friends-folgen ordnen und auf dvds brennen möchte, dass ich mein .NET programm in eine installationsdatei packen möchte und damit rumspielen will, dass ich doch viel lieber ins bett krabbeln würde um den regentropfen, die ans fenster trommeln zuzuhören…

doch es hilft nichts: ich muss arbeiten. ich hatte heute schon ein telefonat mit 4 netten menschen aus der entwicklungsabteilung von informix aus münchen wegen einer diplomstelle… sehr interessant! das ist wenigstens eine technische aufgabe, die ich mir auch zutraue und vor der ich keine große angst habe. das problem nur: lars und ich, wir interessieren uns beide für die stelle und nun steht bestimmt bald die frage, wer’s macht. ich habe angst vor knatsch oder dass einer auf die stelle verzichtet, nur damit der andere froh ist – das führt nur wieder zu schlechtem gewissen. what should i do? hätten wir doch bloß schon ein zweites angebot, was uns [oder zumindest einem] zusagte!

unterdessen ist endlich eine ausgabe der jungen karriere angekommen, die wieder einmal hoffen lässt, dass wir im nächsten jahr nicht nur einen interessanten job finden, sondern auch noch besser bezahl werden, als ich das gedacht hätte. ich bin optimistisch wie immer auch wenn ich dafür keine urkunde bekomme.

dieses leben ist eines der schwierigsten.


musik: Miles Davis & John Coltrane - Bye bye black bird
stimmung: gelangweilt und genervt
wetter: dunkelgrau bedeckt und plötzlich regen

in der kommenden woche ist es so weit: das international seminar findet mit der einwöchigen veranstaltung seinen entgültigen höhepunkt. drei tage lang treffen wir uns endlich in unseren gruppen – auch mit den schweizern – und basteln lustige [?] plakate und vieles mehr. auch die abende sind wunderbar bis nach 8 verplant… das nervt nicht nur ein wenig, sondern ganz schön doll. am donnerstag dann dürfen wir den quatsch vor dem versammelten plenum vorstellen – sponsored by MLP, die uns auch mit hoffentlich leckerem essen versorgen.

aber die jetzigen tage sind nicht nur von stress und schlechten nachrichten, sondern auch von erfreulichen dingen geprägt: unsere 900€ – internetrechnung wurde von t-online zurückgezoge, weil larsens papa da ein wenig rumgemeckert [oder gejammert?] hat. dass wir uns über diese nachricht sehr gefreut haben, ist ja klar :) danke larsens papa!

was macht das leben sonst so? ich sitze endlich in einem wunderbaren schwarzen leder-chefsessel, der vorerst das ende meines investitionswahns darstellt und meine büroausstattung hier komplettiert. aber auf einem ollen küchenstuhl, gepolstert mit zwei wolldecken, schreibt es sich so schlecht arbeiten. und nun sitze ich ja noch mehr an der ollen kiste, weil ich damit beschäftigt bin, mich in das thema meiner studienarbeit einzuarbeiten und deshalb einiges programmiere.
aber da das leben nicht nur aus arbeiten besteht, gehen lars und ich heute abend noch in ein jazz konzert von trygve seim [?]. wer das ist, weiß ich nicht, nur, dass es das letzte konzert des “enjoy jazz” festivals hier in mannheim ist. ich bin mal gespannt und freue mich schon drauf.

am letzten montag waren wir mit unserer mitbewohnerin nicole im kino, bei einer sneak preview. da waren wir leider lange nicht mehr, obwohl es da immer die merkwürdigsten filme gibt. diesmal: “the machinist”; ein muss für liebhaber von b-movies und filmen über das schlechte gewissen. mehr siehe link :)
in diesem sinne


musik: Jimmy Hendrix - Fire
stimmung: sehr gut, ausnahmsweise nicht müde, aber kalte füße
wetter: ein sonniger herbsttag

ja, ablenkung. das brauche ich und gönne ich mir leider auch viel zu viel. so sitze ich hier und möchte/muss eigentlich was für meine studienarbeit [thema: "objektorientierte programmierung mit visual basic.NET"] machen… und tu’s doch nur sehr begrenzt. nebenbei installiere ich mir ein frisches windows xp in eine virtuelle maschine unter linux [yeah - geek, i know what you think...] und spiele nun also mit dieser vm rum. macht spaß. das beste daran: ich rede mir wirklich ein, ich bräuchte das, damit ich den .NET krempel auf ella laufen lassen kann. doch irgendwie habe ich einfach mal wieder das kind – oder besser den interessierten it studenten – in mir entdeckt und will was neues ausprobieren. vielleicht sollte ich mein studienarbeitsthema ändern…? wie wärs mit “zanghafte ablenkung mit windows xp und linux”? ;)
aber das geht ja schon das ganze wochenende nicht anders: so waren lars und ich gestern endlich mal einkaufen – was auch dringendst nötig war, ist mir doch erst in der vergangenen woche eines meiner beiden paar schuhe kaputtgegangen. eine jacke habe ich seit ewigkeiten keine mehr und den letzten pullover habe ich mir vor der letzten eiszeit gekauft.
deswegen ahbe ich gestern auch richtig zugeschlagen: zwei paar schuhe, zwei strickjacken, zwei jacken, ein hemd. und viel zu viel geld. aber was solls? scheiß’ der hund was drauf. und am montag kommt endlich mein dvd brenner… bei mir is der wohlstand ausgebrochen.
doch was soll ich sonst machen? das wenige bisschen freizeit, was mir neben der uni bleibt, muss ich ja irgendwie zu etwas besonderen machen… am montag, mittwoch und donnerstag habe ich mal wieder von 8 bis 18 uhr. und den rest der woche auch nicht viel kürzer… nur vielleicht in der mitte mal eine pause von 3 stunden… ich könnte kotzen.
heute habe ich gerade mal wieder an die im rückblick sehr schöne zeit während des zivis gedacht… ich habe das selbst nie erwartet, aber irgendwie vermisse ich diese zeit doch – so anstrengend und manchmal auch nervenaufreibend sie mir damals auch erschienen ist. Oder rede ich mir etwas ein und denke mir die “gute alte zeit” schöner, als sie wirklich war? vielleicht ist es ein wenig verzweifelung aufgrund der vielen dinge und durchzumachenden nächte, die noch vor mir liegen, dass ich gern in die vergangenheit flüchte…


musik: Air - Le soleil est pres de moi
stimmung: sehr gut - trotz kopfschmerzen
wetter: trübes herbstwetter