ich habe immer gedacht, deutsches radio – in worten: ennerdschiehundertdreikommavier oder hundertvierpunktsechserteeell – kann in punkto langweiligkeit der musikauswahl nicht mehr übertroffen werden. doch weit gefehlt! auf KJO und Z95.7 [zu deutsch keydschoh und sieneintifeifpeuntsäwwen] laufen im grunde nur drei titel, die ich mir allesamt nicht merken kann. die künstler, die dahinter stehen, jedenfalls nennen sich JoJo zum einen, Counting Crows und Mystique zum anderen. mit welcher permanenz zum beispiel “leave” von jojo gespielt wird wurde uns erst heute wieder bewiesen: innerhalb von genau 30 minuten autofahrt – 15 am morgen und 15 am abend – haben wir das lied gleich zwei mal gehört. und ich befürchte, dass mindestens ein drittes mal im auto folgen wird, wenn wir nachher ins kino fahren.
get out!
right now, it’s the end of you and me
it’s too late i can’t wait
for you to be gone
yeah
oder so.
das schlimmste an dem lied allerdings ist, dass es zwar die trennung einer frau von einem miesen schurken, der sie hinterlistigst betrogen hat (und dabei die nummer seiner neuen schnecke auf seinem telefon gelassen hat, die pappnase), es allerdings fast komplett ohne gefühle gesungen und einfach nur geschrien wird. kein rumgeheule, wie man es vielleicht erwartet und durch einige verzweifelte seufzer auch angedeutet wird und kein wutausbruch während des refrains. ein bisschen mehr dramatik würde ich mir zum aufwachen jeden morgen jedenfalls schon erwarten.
naja, das leben ist kein wunschkonzert und JoJo hoffentlich nur eine eintagsfliege.
in diesem sinne – i get out.
musik: na was wohl... :)
stimmung: zum glück sehr gut, aber müde
wetter: alles bestens - gutes wetter bis zur langeweile