gestern abend gingen wir in lawrence, einem nachbarort, abends auf der straße entlang, als wir von einer frau angesprochen wurden, ob wir bereits als wähler registriert seien.
es hat sich nämlich herausgestellt, dass man nicht wie in europa üblich, als wahlberechtigter eine wahlbenachrichtigung bekommt, nein, man muss sich registrieren. das kann man zum beispiel in supermärkten oder shoppingcentern machen.
“leider dürfen wir nicht wählen, wir sind aus deutschland”, antworteten wir der frau. “wir würden aber gerne wählen”, sagten wir außerdem noch scherzhaft. “ja, wir würden auch gerne, dass ihr wählt” meinte daraufhin die frau mit einem lächeln.
sie erklärte uns außerdem, dass jedes jahr ein austauschprogramm mit eutin, einem ort irgendwo an der nordseeküste, stattfindet, weil die orte schwesterstädte seien. ach ja, und wie schön es wäre, wenn amerikanische kinder genau wie deutsche schüler mindestens eine sprache lernen müssten…
ich war nach diesem kurzen gespräch doch beeindruckt, wie politisch viele menschen hier sind und wie offen gegen bush geredet und geworben wird, wenn sogar im schaufenster eines ladens die aufforderung, michael moore’s “Fahrenheit 9/11″ zu sehen, steht.
es bleibt also zu hoffen, dass sich im november tatsächlich etwas ändern wird…
musik: keine
stimmung: kapuut, nach einer sehr langen woche
wetter: trübe, dabei warm