Jun 30th, 2004 von elmo | keine kommentare »
vor zwei tagen haben wir ihn entdeckt: Fnu. Fnu ist eine maus, die in unserem apartment wohnt und sich anscheinend recht wohl fühlt. jedenfalls macht es ihr nichts aus, einfach so, während wir da sind, durch die gegend zu huschen.
anfangs habe ich mich noch über dieses kleine haustier gefreut – man hat ja gerne jemanden, um den man sich kümmern kann, wenn man da ist und der auf einen wartet, wenn man nicht da ist. Fnu allerdings hat mich enttäuscht: wie kann ich mit jemandem zusammenleben, der sich einfach so an unseren schokokeksen vergeht? irgendwo hört freundschaft und auch gastfreundschaft auf, das wissen wir alle.
deswegen wird Fnu wohl in den nächsten tagen nichts zu lachen haben, denn heute abend sagen wir unseren vermietern bescheid, die sich bestimmt gern dieses problems annehmen werden.
den namen Fnu gibt es übrigens wirklich: hier ihm büro heißt einer der computerinder so und ich habe mich gerade vorgestern so über diesen ungewöhnlichen namen gefreut und gewundert, dass ich gleich die gelegenheit genutzt habe und unsere maus derart nennen musste
musik: leider keine :(
stimmung: recht gut, aber bin sehr müde.
wetter: hier in meine cube ist es warm und trocken...
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Jun 29th, 2004 von elmo | keine kommentare »
nun sind wir also in amerika angekommen. eine lange reise war es – insgesamt sind wir mehr als 15 stunden unterwegs gewesen, bis wir endlich den flughafen kansas city international verlassen konnten. der übrigens liegt nicht, wie man vermuten könnte, in kansas, sondern in missouri, aber das ist eine andere geschichte.
die ankunft
um 18:39 ortszeit [+7 stunden von deutschland aus gesehen] standen wir in der ankunftshalle, mit drei vierteldollarstücken und vier koffern bewaffnet. dewrn mietwagen haben wir ohne probleme bekommen und sind nun stolze fahrer eines braunmetallic farbenen chevrolet, der natürlich automatik, klimaanlage und tempomat hat. wir lanweilen uns nun bei der fahr zu tode, weil man nichts mehr machen muss, aber das ist ok
die wohnung
die apartments haben wir problemlos gefunden. sehr nette leute, angenehme gegend. der 27-loch golfplatz ist schräg hinter dem haus, im clubhaus gibts einen fitnessraum, pool nebenan. klaro. the american way of life, so lässt mans sich gefallen. das apartment selbst recht dunkel, dunkle möbel, dunkler teppich. aber drei zimmer, zwei bäder, komplette küche außer geschirr und besteck, das wir uns mittlerweile von kollegen geborgt haben, aber mit waschmaschine und trockner.
der erste arbeitstag…
fast alles computerinder! und ein paar asiaten. unsere chefin, madhuri fand es gar nicht schlimm, dass wir erst um halb elf dort warn – wir haben mehr als zwei stunden lang das büro gesucht und sind die highways immer auf und ab gefahren. haben dabeidie gegend kennengelernt – spannend
was wir genau machen, weiß ich selber noch nicht, obwohl wir schon seit einer woche arbeiten. aber es hat was mit informix datenbanken, jdbc treibern, egl und quality assurance zu tun
unser mentor, scott, ein sehr netter junger typ – ich schaetze ihn auf mitte dreißig, hilft uns sehr viel und ist immer da, wenn wir eine frage haben und nicht weiter kommen. ach ja, ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass wir alle in kleinen würfeln – sogenanten cubicals oder auch cubes – sitzen, wie im fernsehen…
ich weiß nicht, ob ich mein ganzes leben lang so arbeiten würde, aber im moment ist es noch neu, nur vorrübergehend und spannend. jedenfalls macht die arbeit spaß und deswegen freue ich mich auch jeden tag drauf. die leute sind sehr nett und helfen immer gern, obwohl wohl jeder eine menge zu tun hat.
… und sonst?
am donnerstag waren wir mit einigen zu einem jazzabend in kansas city – mehrere bands in verschiedenen bars. war schön. am sonnabend waren lars und ich in kansas zum rumschauen und shoppen. haben dabie komischerweise scott mit einem kumpel getroffen und sind noch zusammen essen gegangen. essen gehen ist überhaupt sehr normal, vor allem in der mittagspause. am sonntag waren wir an einem see, den namen habe ich vergessen, und haben ein kleines motorboot ausgeliehen, obwohl es den halben tag geregnet hatte. aber wir hatten glück. abend waren wir noch joggen und deswegen bin ich so kaputt… aber muss sein, ich muss die burger noch abtrainieren.
so, nun werde ich wieder arbeiten und wünsche allen in deutschland einen schönen abend. übrigens: die zeit des eintrags ist deutsche zeit… also einfach sieben stunden abziehen…
musik: somewhere - dave brubeck
stimmung: kaputt aber ziemlich gut
wetter: dunkel und regnerisch aber trotzdem recht warm
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Jun 16th, 2004 von elmo | keine kommentare »
laaange nicht geschrieben… deswegen ganz kurz ein rückblick:
am vergangenen donnerstag [9.6.] sind lars und ich aus england wieder richtung deutschland aufgebrochen. das war icht ganz so einfach, weil jeder von uns beiden fast doppelt so viel gepäck dabei hatte, als wir eigentlich in den bus hätten mitnehmen dürfen… nachdem wir die wohnung ausgeräumt und erfolgreich übergeben haben, sind wir um 9 uhr mit dem taxi richtung busbahnhof cambridge aufgebrochen. dort angekommen wurde uns gleich von einem busfahrer klargemacht, dass wir eh nicht mitgenommen werden, weil wir zu viel übergepäck haben. es hat dann aber doch geklappt, weil der bus nach london sowieso nur halb voll war. zum glück. in der victoria coach station hatten wir mehr als zwei stunden aufenthalt, die wir damit zugebracht haben, endlich etwas zu essen und uns zu überlegen, was wir dem ganzen gepäck und dem busfahrer machen,dem wir schutzlos ausgeliefert sein würden. doch zunächst ließen wir den ganzen krempel, der aus einer großen kiste mit lars’ rechner, einem großen koffer, einer großen reisetasche, einem kraxelrucksack und noch einer anderen großen tasche, zuzüglich handgepäck, bestand, in die abfahrtshalle schleppen, die sich 500 meter von der ankunftshalle entfernt befand.
der bus, der von london nach berlin fuhr war zum glück ein deutscher bus, den busfahrern war auch das gepäcklimit recht egal und so haben wir dann doch ales reinbekommen und die reise konnte beginnen. der bus war fast voll und fuhr über lille, brüssel, wo viele ausstiegen, antwerpen nach hannoven und schließlich berlin.
im bus habe ich wahrscheinlich in der aufregung, gepaart mit ungünstiger grundstimmung und starker müdigkeit einen ziemlich großen fehler gemacht, der mich nunmehr seit tagen beschäftigt, weil es mir so leid tut. ich möchte nicht aggressiv wirken und habe bestimmt nie gedacht, dass ich in der aufregung meine hand gegen meinen besten freund erheben könnte. nun ist es leider passiert und es tut mir so unendlich leid…
seit dem haben lars und ich kaum miteinander und wenn, dann leider aneinander vorbei, geredet und ich hoffe, dass sich alles bald wieder einränkt. ich möchte nicht, dass es nur wegen einem ausrutscher und einem missverständnis dazu kommt, eine ganze freunschaft in frage zu stellen und davor habe ich im moment mehr angst, als vor einem noch immer möglichen scheitern des ganzen visumskrempels. lieber soll der ganze amerikakram den bach runtergehen, als eine freundschaft, die mir bisher so viel gegeben hat. ich hoffe, es wird alles wieder gut.
seit dem ich wieder in berlin war, hat sich auch einiges ergeben: ich war, zusammen mit steffi, bei alex, seiner steffi und der kleinen püppi. war sehr schön. grillen mit eltern rogge war auch lecker und das grillen gerade heute bei anja, wo ich endlich wieder menschen gesehen habe,die ich solange nicht mehr getroffen habe. war toll!
auch habe ich heute endlich mal gesehen, wie und wo meine kleine steffi eigentlich studiert: frankfurt oder. eine tolle uni, riesige hörsäle und auch gute profs und dozenten. ach ja, das essen war auch ganz klasse 
am vergangenen montag, 14.6., war ich endlich mit lars zusammen im amerikanischen konsulat, das visum beantragen, nachdem ich am freitag die zahlungsaufforderung von ciee erhalten habe und mit denen abgestimmt habe, die unterlagen am montag persönlich abzuholen. alles andere hätte keinen sinn mehr gemacht, weil der postweg einfach zu langsam ist. das konsulat ist ein hochsicherheitstrakt. es hat alles geklappt und nun müssen wir auf die pässe warten. sie sagten uns, es würde drei bis vier tage dauern, was bedeutet, dass sie genau am freitag ankommen müssten. hoffentlich klappt alles, dann kann’s losgehen:)
nun hilft also nur noch warten, wir haben’s nicht mehr in der hand.
ich genieße solange noch die mir verbleibenden tage in der heimat, bevor es über den großen teich geht. heute sollte es eigentlich noch eine entscheidung in punkto apartment geben, aber bislang hat sarah arnold noch nicht angerufen – es ist 16:04 in kansas city…
musik: leider keine, nur eine reportage über feuerwehrmänner
stimmung: gemischt
wetter: sehr windig bis stürmisch, kühl und regnerisch
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